Wein-Investment

Wein





Den Markt beobachten Für den Investor ist die Orientierung im unübersichtlichen Weinmarkt noch wichtiger als für den Genießer. An der Zeitschrift "Wine Advocate" führt vor der Geldanlage also kein Weg vorbei. Hier sind alle Erzeugnisse aufgeführt, die vom weltweit anerkannten Tester Robert Parker mehr als 90 von 100 möglichen Punkten bekommen haben. Es sind die potenziellen Renditebringer. (Infos im Internet unter www.wineadvocate.com)


Robert Parker (Weinkritiker)



Wein-Auktionen sind ebenfalls sehr lehrreich. Wer vor dem eigenen Investment erst einmal eine Zeit lang Bieterverhalten, Preisentwicklung und ungeschriebene Gesetze beachtet, kann lernen und Anfängerfehler vermeiden.
Davon hängt der Preis ab Nicht nur von Geschmack und Qualität ist der Preis eines Weines abhängig. Der Investor muss auf die allgemeine Konjunktur, Auktionsergebnisse, Image und PR des Weinguts, Abschneiden in Tests und verkaufte Flaschen-Menge achten. Bei den großen Chateaux muss Jahre im voraus geordert werden, um überhaupt eine Zuteilung zu bekommen. Das Risiko: Bereits vom Fass in die Flasche kann die Bewertung des edlen Tropfens sinken und damit auch der Preis.
Lagerung - eine Wissenschaft für sich Wein muss richtig gelagert werden. Auch dies ist eine Wissenschaft für sich: gleichmäßig kühl, in feuchter Luft und vibrationsfrei. Natürlich müssen auch diese Kosten in die Renditeberechnung einfließen.
Ganz wichtig: Wein nur in ganzen Holzkisten mit 12 Flaschen kaufen und diese verschlossen halten. Nur so sind sie wieder zu verkaufen.



Wein als Geldanlage


Wein


Exklusive Weine besitzen immer noch ein großes „Investment-Potential“, aber dafür müssen viele Voraussetzungen erfüllt sein. Nur wer sich gut auskennt, kann die Rendite erzielen, die der eines Börsianer in guten Zeiten gleichkommt.

Seit Jahren steigt die Nachfrage nach Wein, das Angebot aber bleibt das gleiche. Denn im Bordeauxgebiet gibt es nur wenige Spitzenweingüter. Dazu gehören die der fünf „Premiers Crus“ aus dem Médoc:



Fast alle 90er Jahrgänge sind innerhalb der letzten zehn Jahre um rund 600 Prozent im Wert gestiegen.

Weitere Spitzenweingüter: in Saint Emilion das Château Cheval blanc und das Château Auzone; im Pomerol sind die gefragtesten Weine Le Pin, Pétrus und Lafleur.

Auf den rund 20 besten Bordeaux-Gütern werden nur maximal drei bis vier Millionen Flaschen pro Lese produziert. Die Nachfrage, in den letzten Jahren vor allem aus Fernost, nimmt stetig zu. Durch den schwachen Euro ist es jetzt auch für Amerikaner und Engländer attraktiv, Wein zu kaufen.


Oberstes Gebot für denjenigen, der anfangen möchte zu spekulieren, sind die Ergebnisse des weltweit anerkannten Chefbewerters Robert Parker. Wenn er in seiner Zeitschrift „Wine Advocate“ mehr als 90 von 100 Punkten für einen Wein vergibt, kann man ihn „ungetrunken“ kaufen.




Der „Wine Advocate“ im Internet:



Wer sich auskennt, geht auf Auktionen, wie zum Beispiel auf die des Weinauktionshauses „Koppe und Partner“ aus Bremen. Sie finden regelmäßig in verschiedenen Hotels in Deutschland oder auch im Internet statt. Vorher sollte man sich den Katalog mit den Angeboten schicken lassen. Bestelladresse:




Allerdings sollte man aufpassen, dass die Weine unter den Händlerpreisen bleiben, wenn man sie ersteigert. Bei den seltenen kaum noch erhältlichen Jahrgängen sollte man sich genau erkundigen, zu welchem Preis der Wein im Augenblick gehandelt wird. Schnell lässt man sich auf ein Bietgefecht ein und bezahlt viel mehr, als man eigentlich wollte. Deshalb: Legen Sie sich vorher Ihr eigenes Höchstgebot fest!

Was zählt, damit ein Wein zum Superwein wird, ist das Ergebnis auf den Auktionen, die Beurteilung in den „Rankings“ der Weinautoren, die Verknappung des Weines und das Image eines Weingutes, das heißt die PR, die gemacht wird.

Jean Pierre Moueix ist der Name, der seit den 50er Jahren hinter dem legendären Pétrus-Wein steht. Auf der Auktion vom 16. September 2000 wurde eine Flasche Pétrus des Jahrgangs 1947 für 16.100 Mark versteigert.

Die Supergewächse der Châteaux Pétrus und Le Pin sind für Normalsterbliche kaum noch zu erwerben. Das Château Le Pin produziert nur 7.000 Flaschen pro Jahr. Davon gehen rund 100 nach Deutschland. Verständlich, dass ein 86er Le Pin 800 Mark kostet.

Die begehrtesten Jahrgänge sind die Jahre 1989, 1990, 1995, 1996, 1998, 1999. Die besten Châteaux können ewig lagern und werden immer besser. Da die weltweite Nachfrage groß ist, können es sich die Bordeaux-Gutsherren erlauben, nur 10 Prozent ihrer Jahresproduktion per Subskription, das heißt im Vorverkauf, abzugeben. Zwei Jahre, bevor der Wein in die Flasche kommt, wird er aus dem Fass verkauft. Der Käufer zahlt heute, erhält den Wein aber erst in zwei Jahren. Ein großes Risiko, denn wenn Robert Parker sich beim Probieren getäuscht hat und in der Zwischenzeit seine Punktzahl korrigiert, sinkt der Marktwert des Weines schnell.

Sie sehen: Um den tatsächlichen Geschmack geht es schon lange nicht mehr. Das haben auch Blindversuche immer wieder gezeigt.

Die Spielräume für Preissteigerungen sind in letzter Zeit enger geworden; da sind sich auch die Auktionatoren einig, denn die Châteaux haben ihre Abgabepreise erhöht. Ein Trost, wenn Sie kein Spezialist sind: 2000 wird bestimmt ein heißer Jahrgang werden, egal, wie Parker trinkt und punktet - und einen Jahrtausendwein im Keller zu haben, ist immer aufregend.

Tipp: Bleiben Sie beim Trinken, solange Sie den Markt und die Preise der Weine nicht genau kennen.




Wein-Investment


Wenn Sie noch eine Kiste Bordeaux-Wein von einem der berühmten Châteaux im Keller haben, womöglich noch aus einem sehr guten Jahrgang, dann sind Sie in den vergangenen Jahren vielleicht um viele tausend Mark reicher geworden, ohne es zu wissen. Seit 1991 ist ein regelrechtes Bordeaux-Fieber ausgebrochen. Die Preise für die Ausnahmeweine dieser Region sind raketenartig angestiegen - für einen 86er Château Lafite zum Beispiel um rund 460 Prozent und für einen 85er Château Mouton-Rothschild immerhin noch um 340 Prozent. Bis zu 400 Prozent Gewinn, so der Fachautor Thorsten Schubert, erzielten Weinliebhaber, die Pétrus gekauft haben. Der 1990er Jahrgang dieses Gutes wird auf großen Auktionen bereits mit 1.000 Euro und mehr gehandelt - wohlgemerkt: pro Flasche.

Die rapide steigenden Preise haben auch die Zahl der Spekulanten auf diesem Gebiet vermehrt. Wein ist zur attraktiven Geldanlage geworden. Allerdings nur für Spezialisten, denn wer in den falschen Wein investiert, der läuft „Gefahr“, dass er ihn schließlich selbst trinken muss.

Der wichtigste Experte auf dem Gebiet der Bewertung von Weinen ist Robert Parker. An seiner Hundert-Punkte-Skala orientieren sich viele der Käufer und sein „Wine Advocat“ ist für Investoren Pflichtlektüre. Er reicht als Informationsquelle allein jedoch auf keinen Fall aus. Weitere interessante Informationen erhalten Sie zum Beispiel von Thorsten Schubert in seinem Buch „Weininvestment“.



Literatur:






Auktionshäuser

Sothebys (Auktionshaus)

Christie`s (Auktionshaus)

Wein-Plus

Vinum



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Homepage: StockFortune.de



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