Sir John Templeton Maxime


Sir John Marks Templeton



Man kann keine überdurchschnittlichen Renditen erreichen, wenn man nicht anders handelt als die Mehrheit.



Sir John Templeton

Viele Anleger haben es in den vergangenen Monaten schmerzlich erfahren: Es lohnt sich nicht, an der Börse das zu tun, was alle tun. Die Masse der Anleger an den Aktienmärkten agiert nicht viel intelligenter als eine Schafherde. Das wird vor allem in den Extremphasen der Börsenzyklen deutlich. Am Höhepunkt der Kaufeuphorie erreichen die Aktien Kurse, die sich anhand der fundamentalen Kennzahlen in keiner Weise rechtfertigen lassen.

Und wenn die Stimmung auf dem Tiefpunkt ist, werden selbst Qualitätstitel zu Ausverkaufskursen gehandelt. Solche Extremphasen gibt es immer wieder. Der Zeitraum seit Ende 1999 ist geradezu ein Musterbeispiel dafür, zu welchen Übertreibungen die Investoren neigen, nach oben wie nach unten. Der Antizykliker profitiert von solchen Übertreibungen: Er kauft Aktien, die weit unter ihrem reellen Wert gehandelt werden, und er verkauft sie erst wieder, wenn die Masse der Börsenteilnehmer den Kurs massiv nach oben getrieben hat. Ein solcher Stimmungsumschwung braucht Zeit. In der Regel entfaltet sich das Potential eines antizyklischen Investments innerhalb von zwei bis drei Jahren. Dies bietet den Vorteil, dass die Gewinne meist steuerfrei sind, weil zwischen Kauf und Verkauf mehr als zwölf Monate liegen. Wer an der Börse von heute auf morgen reich werden will, sollte sich daher nach anderen Vorgehensweisen umsehen. Die antizyklische Anlagestrategie ist

- konservativ, weil nur extrem niedrig bewertete Aktien gekauft werden,
- langfristig angelegt, weil hohe und steuerfreie Kursgewinne angestrebt werden und
- risikoarm, weil eine möglichst niedrige Korrelation zwischen den einzelnen Depotwerten besteht.

Der letztgenannte Punkt ist einer näheren Erläuterung wert: Viele Anleger verlieren immer wieder viel Geld, weil sie einen Großteil ihres Vermögens in eine einzelne Branche oder - noch schlimmer - in eine einzelne Aktie investieren. Wenn eine bestimmte Branche in Schwierigkeiten gerät, leiden in der Regel alle Aktien aus diesem Wirtschaftszweig. Floriert die Branchenkonjunktur, dann profitieren alle Unternehmen davon. Im Sinne der wissenschaftlichen Portfoliotheorie ist es jedoch sinnvoll, eine möglichst niedrige Korrelation zwischen den Einzelaktien im Depot anzustreben. Unter Korrelation versteht man das Ausmaß, in dem sich zwei Aktien parallel zueinander entwickeln. Hat man lauter Aktien im Depot, die unter einander eine hohe Korrelation aufweisen, dann läuft man Gefahr, dass durch eine negative Entwicklung nicht nur ein Depotwert, sondern mehrere in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Risikomanagement durch Kauf von Aktien, die möglichst wenig miteinander zu tun haben, die aber, jede für sich, eine interessante Story bieten, gehört zu den Grundregeln der antizyklischen Strategie.

Antizyklisches Vorgehen hat daher einen höchst erfreulichen Nebeneffekt. Während die klassische Lehre der Kapitalanlage davon ausgeht, dass hohe Chancen immer auch mit erheblichen Risiken erkauft werden müssen, vereint der Antizykliker mit seiner Strategie hohe Gewinnchancen mit minimalen Verlustrisiken.



Aufgelegt wurde der Fonds am 29. November 1954 von Sir John Templeton und ist damit einer der ältesten, international agierenden Fonds überhaupt. Seither konnte der Templeton Growth seinen Wert um mehr als 26.000 Prozent steigern.

Der Name „TEMPLETON“ steht bei Millionen Menschen weltweit für Top-Qualität in Sachen Geld. Seit über 50 Jahren gehört die von Sir John Templeton gegründete Investmentgesellschaft zu den erfolgreichsten Geldverwaltern der Welt. Die bisherige Durchschnittsrendite eines TEMPLETON GROWTH FUND-Sparplans betrug langfristig über 13 Prozent pro Jahr* – inklusive der aller Börsencrashs der Nachkriegszeit. Auch zukünftig ist das Sparen mit diesem Investmentfonds ein sehr guter Tipp!


Sir John Templeton, Gründer der Templeton Organisation, gilt als einer der erfahrensten und angesehensten Investmentstrategen überhaupt. Die FAZ erklärte: "Optimismus und Geduld zeichnen die besten Anlagestrategen aus. Einer davon ist sicherlich Sir John Templeton. "Er war einer der ersten Fondsmanager, der die enormen Möglichkeiten der weltweiten Investmentanlage erkannte. Und er war es auch, der bereits in den 60er Jahren den Schritt an die japanische Börse wagte. 1963 war dies eine bemerkenswert weitsichtige Entscheidung. Sie erforderte Pioniergeist, Mut und Logik. Eigenschaften, denen Sir John immer treu geblieben ist und die er in 10 einfachen Maximen allen Anlegern zugänglich gemacht hat. Heute betreut die Franklin Templeton Gruppe weltweit mehr als 8,9 Millionen Anteilinhaber und 370 Mrd. DM (Stand: 31.12.1998).




Sir Templetons Investment-Maxime


10 Prinzipien einer erfolgreichen Geldanlage


Sir John Templeton, wurde am 29. November 1912 in den USA geboren und 1987 von der Queen of England wegen seiner philanthropischen Taten geadelt. Er gilt als einer der erfolgreichsten und innovativsten Investmentstrategen. Früh erkannte er die enormen Chancen einer weltweiten Anlage und investierte bereits in den fünfziger Jahren auf der ganzen Welt. 1954 gründete er den Templeton Growth Fund. 10.000 US$, die damals in diesen Fonds investiert wurden, sind bis 31. August 2002 auf 4.563.646 US$ angestiegen. 1992 zog sich Sir Templeton aus dem aktiven Geschäft zurück. Seine Anlagephilosophie hat er in zehn einfachen Maximen allen Anlegern zugänglich gemacht.


Maxime No.1: Streben Sie nach dem höchstmöglichen Gewinn
Wenn Sie Ihr Geld langfristig anlegen, verfolgen Sie das Ziel eines höchstmöglichen reale Gesamtgewinns nach Steuern.


Maxime No.2: Seien Sie offen für Neues
Halten Sie niemals an nur einer Anlageart oder Auswahlmethode fest. Denn nur derjenige, der von gängigen zu unpopulären Wertpapieren und Auswahlmethoden wechselt, wird auch langfristige Spitzenergebnisse erzielen.


Maxime No.3: Folgen Sie nicht der breiten Masse
Wenn Sie die gleichen Wertpapiere kaufen wie alle anderen, dann erzielen Sie auch die gleichen Ergebnisse wie alle anderen. Es ist unmöglich, besser zu sein als die Mehrheit, wenn Sie nicht andere Wege gehen als die Mehrheit. Zu kaufen, wenn andere verkaufen, und zu verkaufen, wenn andere kaufen - das verlangt großen Mut, macht sich aber bezahlt.


Maxime No.4: Alles verändert sich
Baissemärkte sind zeitlich beschränkt. Haussemärkte aber auch. Gewöhnlich steigen die Aktienkurse bereits ein bis zwölf Monate, bevor der Konjunkturzyklus seinen Tiefpunkt erreicht. Umgekehrt ist es genauso. Denn liegt eine bestimmte Branche oder ein bestimmter Wert bei den Anlegern im Trend, dann erweist sich diese Popularität stets als vergänglich. Und ist das Interesse erst einmal verloren, kehrt es auch meist für viele Jahre nicht zurück.


Maxime No.5: Meiden Sie das Populäre
Wenn irgendeine Methode, Aktien auszuwählen, in Mode kommt, sollten Sie nicht zögern, von der modischen zu einer unpopulären Vorgehensweise zu wechseln. Denn wenn zu viele Anleger das gleiche denken und tun, verliert jede Auswahlmethode und jedes Timing die Wirkung.


Maxime No.6: Lernen Sie aus Ihren Fehlern
"Dieses Mal wird alles anders." Das ist einer der am teuersten bezahlten Sätze in der gesamten Börsengeschichte.


Maxime No.7: Kaufen Sie in pessimistischen Phasen
Haussemärkte entstehen aus Pessimismus, wachsen in Skeptizismus, reifen in Optimismus und sterben schließlich an Euphorie. Darum sind Zeiten des größten Pessimismus die besten Zeiten, um zu kaufen. Und Zeiten des äußersten Optimismus sind die besten Zeiten, um zu verkaufen.


Maxime No.8: Suchen Sie nach Werten und Chancen
Zu viele Anleger orientieren sich an Prognosen und Trends. Konzentrieren Sie sich lieber auf die tatsächlichen Unternehmenswerte. Dann werden Sie auch die höheren Gewinne erzielen. Sie können auf dem Aktienmarkt nur dann ein Schnäppchen machen, wenn Sie das kaufen, was die meisten Anleger verkaufen.


Maxime No.9: Suchen Sie weltweit
Damit Sie nicht eines Tages feststellen, alles zur falschen Zeit aufs falsche Pferd gesetzt zu haben, sollten Sie diversifizieren. Suchen Sie weltweit nach guten Werten. Dann werden Sie auch mehr und bessere Schnäppchen finden als der, der seine Suche nur auf ein Land konzentriert. Schöner Nebeneffekt: Wenn Sie diversifizieren, streuen Sie außerdem das Risiko und erhöhen so die Sicherheit Ihrer Investition.


Maxime No.10: Niemand weiß alles
Ein Investor, der alle Antworten kennt, hat nicht einmal die Fragen verstanden.


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