Hedge Fonds


Clevere Ergänzung

In schweren Börsenzeiten bieten Hedge-Fonds Stabilität.
Einige Produkte sind auch für Privatanleger ein Kauf

Während die Finanzwelt noch die Ursachen für die Talfahrt am Aktienmarkt diskutierte, sahen sich die Beamten im Bundesfinanzministerium auf der richtigen Spur. Hedge-Fonds – vermuteten die Berliner Börsenexperten – haben mit Leerverkäufen den Kursverfall richtig in Gang gebracht. Flugs flickten die Beamten einen entsprechenden Verbotsparagrafen ins neue Finanzmarktförderungsgesetz. Begründung: „Das dient der Stabilität.“

Kleines Angebot für Privatanleger
"Kunden mit größeren Depots empfehlen wir auch alternative Anlageinstrumente", erklärt Peter Brandstaeter, Geschäftsführer der Fondsberatung Fondsladen. Die Ratio: Hedge-Fonds sollen Stabilität ins Depot bringen und in schlechten Börsenzeiten Verluste bei Aktien ausgleichen. Das Problem: Deutsche Privatanleger finden kaum restlos überzeugende Produkte. Seit Jahresanfang schlugen sich die von deutschen Banken aufgelegten HedgeFonds-Zertifikate zwar besser als Aktien, brachten aber dennoch bestenfalls Minigewinne – anstelle der von den Emittenten versprochenen zweistelligen Renditen. Die mäßige Performance beruht nur zum Teil auf den schlechten Ergebnissen der enthaltenen Hedge-Fonds. "Die notwendige Standardisierung und Stückelung bringt Zusatzkosten und geht zu Lasten der Performance", so Joachim Meyer, Vorstand beim Fondsgutachter Fondsconsult. Dennoch können auch Privatanleger durch einen etwa zehnprozentigen HedgeFonds-Anteil im Depot das gesamte Risiko-Ertrags-Verhältnis verbessern. Aber Vorsicht: Es kommt auf die Details an. So erhalten bei empfehlenswerten Produkten die Anleger laufend Einblick in die Gewichtung der enthaltenen Fonds, ihre Strategien und Performance. Zudem können Investoren kurzfristig aussteigen. Einige Titel sehen dagegen eine Mindestbindung oder vierteljährliche Kündigung vor. Beim SG-Hedgeindex-Zertifikat der Société Générale erhalten die Besitzer wöchentliche Informationen und tägliche Preise. Derzeit investiert das Papier in 13 Fonds. Etwa die Hälfte davon spekuliert auf fallende und steigende Aktienkurse (Long-Short-Equity), die restlichen Fonds konzentrieren sich auf Arbitragegeschäfte. Das Value-Vision-Zertifikat der HypoVereinsbank enthält ausschließlich 25 bis 30 Long-Short-Equity-Fonds. In einer Sonderform ist bei diesem Zertifikat die Absicherung des Kapitals möglich (WKN 593244). Die Vereins- und Westbank wählte bei der Gestaltung ihres Papiers die Form einer Optionsanleihe (WKN 239036). Durch die enthaltene Anleihe wird den Käufern das eingesetzte Kapital garantiert. Risikofreudigere Anleger können jedoch mit dem abgekoppelten Optionsschein auf höhere Renditen spekulieren – ohne Kapitalgarantie (WKN 811717). Schein und Anleihe sichern die Beteiligung an etwa fünf Fonds, die mit verschiedenen Arten von Terminkontrakten spekulieren. Anleger erhalten via Internet täglich Einblick in Wertentwicklung und Portfoliogewichtung. Gut zweistellige Renditen brachte in den vergangenen Jahren der Terminkontrakt-Fonds der Wiener Quadriga AG . Die Gesellschaft spekuliert computergesteuert auf steigende und fallende Kurse in rund 100 Terminmärkten. Aktienindizes und Währungen nehmen mit je 18 Prozent den größten Raum ein. Manko: Die Beteiligung erfolgt über einen Genussschein mit hohen Gebühren. Zudem bleibt ein erhöhtes Risiko, weil nur eine Strategie verfolgt wird. Nach einer Durststrecke zu Jahresbeginn schaffte das System im Juni mehr als 13 Prozent Plus. Der Optix-Protect-Fonds der ebenfalls in Wien beheimateten Capital Invest KAG investiert 90 Prozent seines Vermögens in kurzlaufende Anleihen und am Geldmarkt. Mit den restlichen zehn Prozent kauft der Fondsmanager Nicholas Benachi Put- und Call-Optionen auf Aktien und Indizes. Das brachte in der Vergangenheit über 13 Prozent Jahresrendite, versichert Benachi.
 


Name
Emittent
WKN
Typ
Auflegung
Laufzeit
Mindest anlage*
Wertentwicklung seit 1.1.2002
Absolute Plus Optix Protect
Capital Invest KAG
805988
Fonds
Nov 01
unbegr.
1000
0,40%
HVB Value Vision
Hypovereinsbank
593245
Zertifikat
Jun 01
8 Jahre
5000
0,85%
PRINCE
Vereins- und Westbank
239036
Optionsanleihe
Okt 01
unbegr.
1000
0,44%
Quadriga Genussschein
Quadriga AG, Wien
630824
Genussschein
Mrz 96
unbegr.
2000
6,74%
SG-Hedge-Index
Société Générale
711711
Zertifikat
Okt 01
min. 5 Jahre
1000
1,79%
Stand: 10. Juli 2002
 
Gewinne in der Baisse
 
Nach Interventionen der Geldbranche kippte der Bundesrat das von der Bundesregierung bereits abgenickte Gesetz. Auch in Zukunft dürfen Hedge-Fonds hierzulande mit Leerverkäufen auf fallende Kurse spekulieren. Eine Technik, die vor allem in schlechten Börsenzeiten Charme versprüht, verspricht sie doch dann Gewinn, wenn andere Geld verlieren.
Nach mehr als zwei Jahren Baisse interessieren sich deshalb immer mehr professionelle Geldverwalter für das Know-how der Hedge-Fonds-Manager. „Bislang darf ich nur Aktien oder Anleihen kaufen. Künftig will ich auch alternative Anlageprodukte mit ins Depot nehmen“, verrät der Portfoliomanager einer rund zwei Milliarden Euro schweren Pensionskasse.
 
Strategien
Große Unterschiede Unterschiedliche Performance einzelner Hedge-Fonds ist zu einem großen Teil die Folge der verwendeten Strategie, der genutzten Anlageinstrumente und der gewählten Märkte. Die fünf wichtigsten Strategieklassen:
 
Relativer Wert: Bei diesen Strategien will der Fondsmanager gleichzeitig an fallenden und steigenden Kursen verdienen. Er verwendet dazu Derivate wie etwa Optionen und nutzt Kursdifferenzen am Aktien- oder Anleihemarkt.
Ereignis gesteuert: Unternehmensfusionen oder Insolvenzen bieten findigen Spekulanten Chancen, etwa Arbitragegeschäfte mit Aktien der zu fusionierenden Gesellschaften oder den Kauf niedrig bewerteter Anleihen von konkursgefährdeten Unternehmen in der Hoffnung auf teilweise Rettung.
Aktienspekulation: Mittels Optionen und Futures werden Gewinne aus steigenden oder fallenden Aktien gehebelt.
Globale Strategien: Spekulation auf Trendänderungen bei Währungen, Zinsen oder Aktienindizes, häufig unter Einsatz von derivativen Instrumenten.
Leerverkäufe: Der Fonds leiht sich Aktien und verkauft sie an der Börse. Fällt der Aktienkurs wie erwartet, kauft der Fonds am Ende der Leihfrist zu niedrigeren Kursen und gibt die Aktien zurück.
 
Die Alternativen sollen Stabilität ins Depot bringen. Hedge-Fonds versprechen relativ konstante Renditen in guten wie in schlechten Börsenzeiten. Die besten Fonds realisieren mitunter beeindruckende Gewinne. So brachte beispielsweise der Man-AHL-Futures-Fonds der britischen Man Group seit seinem Start 1990 jährlich 18,8 Prozent Rendite.
Deutsche Privatanleger können bislang nur eingeschränkt profitieren. Dennoch macht ein Engagement bei größeren Depots Sinn. „Alternative Instrumente wie FuturesFonds senken als Depotbestandteil das Gesamtrisiko, ohne die Gewinnaussichten zu reduzieren“, sagt Thorsten Joerss, Direktor bei Hornblower Fischer.
Ein ähnliches Resümee zieht Thomas Schneeweis, Professor an der University of Massachusetts. „Ein Depot mit etwa zehn Prozent Hedge-Fonds-Anteil wies in der Vergangenheit ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis auf als reine Aktiendepots“, attestiert der Experte. Selbst Portfolios, die neben Aktien auch Anleihen und Risikokapitalanlagen enthielten, erreichten nach seinen Tests ein ungünstigeres Verhältnis.

Der Grund: Die von den Fonds verwendeten Strategien und Anlageinstrumente produzieren ihre Erträge häufig relativ unabhängig von der Tendenz am Aktien- oder Rentenmarkt. Einige Strategien wie Aktien-Leerverkäufe weisen sogar eine negative Korrelation zum Aktienmarkt auf. Sie bringen in Baisse-Zeiten tendenziell Gewinne und produzieren in der Hausse meist Verluste.


Aktien abgehängt

Von 1990 bis 2001 brachten gute Strategien durchschnittliche jährliche Renditen zwischen zehn und 17 Prozent, registrierte Schneeweis. Besonders erfolgreich waren Fonds, die hauptsächlich auf steigende Aktienkurse spekulierten. Bei ähnlichen Kursschwankungen brachten sie mehr Gewinn als der US-Aktienmarkt.

Die schlechteste Durchschnittsrendite brachte mit minus 0,2 Prozent die Spekulation auf fallende Aktienkurse mittels Leerverkäufen. Sie bleibt deshalb auch ein Randbereich der Hedge-Fonds-Aktivitäten. „Es gibt nur ganz wenige Fonds, die allein auf Aktien-Leerverkäufe setzen. Meistens werden Leerverkäufe mit der Spekulation auf steigende Kurse anderer Aktien kombiniert“, erklärt Harvey Mc Grath, Chef der Man Group, der größten Hedge-Fonds-Gesellschaft der Welt.

Häufiger kommen risikoärmere Arbitragegeschäfte etwa bei Zinsderivaten, Aktien oder Anleihen zum Einsatz. Bei anderen Strategien suchen die Fondsmanager dagegen nach unterbewerteten Aktien oder Anleihen, etwa von insolventen Unternehmen oder Gesellschaften in Übernahmeprozessen.

Durch den Einsatz von Derivaten hebeln die Fondsmanager oft zusätzlich ihre Gewinne. Einige Fonds konzentrieren sich gleich ganz auf die Spekulation mit Futures und Optionen. Häufig versucht bei diesen Strategien ein Computerprogramm, an Preistrends bei Rohstoffen, Devisen, Zinsen oder Aktienindizes zu verdienen – zuweilen mit beachtenswertem Erfolg. So brachte etwa der in rund 100 Terminmärkten aktive Fonds der österreichischen Quadriga AG seit seiner Auflegung im März 1996 knapp 250 Prozent Gewinn.

Forscher Schneeweis hält die Branche dennoch für wenig innovativ: „Es gibt am Markt keine einzige HedgeFonds-Strategie, die nicht schon in den letzten 15 bis 20 Jahren im Eigenhandel der Banken verwendet wurde.“ Deshalb seien die Fonds-Ergebnisse gut vorhersehbar.

Der Markt boomt

Privaten und institutionellen Anlegern hilft diese Erkenntnis in der Praxis wenig. Derzeit bieten inzwischen mehr als 6000 Hedge-FondsManager ihre Dienste an. Da fällt selbst Branchenkennern die Auswahl schwer. „Schauen Sie sich die Manager und deren Strategie auf jeden Fall sehr genau an“, rät Peter Gerlings von New England Pension Consultants. Der Experte berät Manager von US-Pensionskassen bei der Auswahl geeigneter Fonds.
Im Gegensatz zu den Profis können deutsche Privatanleger aber nur unter einer Hand voll alternativer Anlageprodukte wählen, sofern sie nicht sechs- bis siebenstellige Summen investieren können. Worauf sie sich dabei einlassen, wird dennoch häufig nicht klar. „Die meisten Hedge-Fonds-Zertifikate der Banken ähneln einer Black Box“, kritisiert Joachim Meyer, Vorstand des Münchner Fondsgutachters Fondsconsult.

Mit dem Kauf eines solchen Zertifikats beteiligen sich Anleger meist an ein bis zwei Dutzend Hedge-Fonds. Über deren Strategien oder Erfolge erfahren sie wenig. Eine der wenigen Ausnahmen ist das SG-Hedge-Index genannte Papier der Société. Die Franzosen schicken den Zertifikatsbesitzern wöchentlich eine Aufstellung der enthaltenen Fonds, mit Informationen über deren Strategie und Performance. Die Hamburger Vereins- und Westbank informiert die Besitzer ihres Fonds wöchentlich via Internet.

Besonders wertvoll ist diese ständige Erfolgskontrolle bei Fonds, die nur nach einer Strategie handeln wie Quadriga oder Absolute Plus Optix Protect. Versagt deren Strategie, schlägt das viel stärker auf die Performance durch als bei einem Zertifikat, dessen Erfolg auf mehreren Konzepten beruht.

Vorsicht Falle!

Auch bislang brillante Fonds können eine Bauchlandung hinlegen, warnt der New Yorker Branchenkenner Jeff Landle, den die HypoVereinsbank jetzt als Manager für ihre Dachfonds verpflichtete. „Die meisten Fonds basieren auf einem Modell, das in der Vergangenheit prima Ergebnisse lieferte. Das ist aber keine Garantie für gute Erfolge in der Zukunft.“ Die Parallelen zum Aktienmarkt sind unverkennbar: Von 1996 bis 2000 brachten Aktien Spitzenrenditen. Seitdem bescheren sie oft Verluste.



Besser als Aktien
 


Die besten Hedge-Fonds-Strategien brachten zwischen 1990 und 2001 mehr Gewinn als US-Aktien – bei geringerem Risiko. *Rendite in Prozent, Risiko gemessen anhand der Schwankungsbreite (Standardabweichung); Quelle: CISDM, Uni Massachusetts




Was ist ein Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik?

Der Begriff Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik wird im allgemeinen verwendet, um Fonds zu beschreiben, die keine herkömmlichen Investmentfonds sind, d.h., jeder Fonds, dem eine Strategie oder eine Reihe von Strategien zugrunde liegt, die auf etwas anderes abzielen als eine langfristige Anlage in festverzinsliche Wertpapiere bzw. Obligationen, Dividendenpapiere bzw. Stammaktien (Investmentfonds mit unbeschränkter Emissionshöhe) und Geldmärkte (Geldmarktfonds). Zu diesen alternativen Strategien gehören u.a.:

Wie "sichert" ein Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik gegen Risiken?

Einige Fonds, die Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik genannt werden, bieten keine Absicherung gegen Risiken. Da diese Bezeichnung auf eine große Bandbreite von alternativen Investmentfonds Anwendung findet, umfaßt sie auch Fonds mit hochriskanten Strategien, die nicht gegen ein Verlustrisiko absichern. Eine globale Makrostrategie kann auf Veränderungen in der Wirtschaftspolitik eines Landes spekulieren, die sich auf die Zinssätze auswirken, die wiederum alle Finanzierungsinstrumente beeinflussen und dabei eine große Hebelwirkung auf die Ertragskraft des Eigenkapitals ausüben. Sowohl Erträge als auch Verluste können groß sein, da fremdfinanzierte in eine Richtung gehende Investitionen (die nicht abgesichert sind) dazu tendieren, die größten Auswirkungen auf die Wertentwicklung zu haben.

Die meisten Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik gewähren jedoch auf die eine oder andere Art eine Absicherung gegen Risiken, und ihre Hauptpriorität sind gleichbleibend stabile Erträge und nicht ihr Ausmaß. (Tatsächlich sind weniger als 5 Prozent der Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik globale Makrofonds. Strategien, die von Ereignissen bestimmt werden, z.B. Investitionen in Notlagen oder Situationen mit besonderen Umständen, vermindern das Risiko, da sie mit den Märkten nicht in Beziehung stehen. Der Kauf von zinszahlenden Obligationen oder der Handel mit Ansprüchen bzw. Forderungen von Unternehmen, die sich in einer Reorganisation befinden, vor dem Bankrott stehen oder anderweitig umstrukturiert werden, können die Investition beeinflussen, da sich hierbei mehr auf Ereignisse konzentriert wird, die einen besonderen Stellenwert für ein Unternehmen haben; der Fokus liegt hierbei nicht auf zufälligen Makrotrends. Deshalb erzielen sie gewöhnlich gleichbleibende Erträge bei einem gleichzeitig geringeren Verlustrisiko. Lang- und kurzfristige Aktienfonds, die von der Richtung abhängig sind, in die sich die Märkte bewegen, schützen durch Baissepositionen vor einigen dieser Marktrisiken, die bei einer rückläufigen Markentwicklung Profite abwerfen, um die Verluste durch die Haussepositionen auszugleichen. Marktneutrale Aktienfonds, die zu gleichen Teilen in lang- und kurzfristige Wertpapierportefeuilles investieren, die generell im selben Marktsektor liegen, sind von den Bewegungen des Marktes unabhängig.

Demnach ist ein Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik im eigentlichen Sinne eine Anlageform, deren Hauptpriorität darin besteht, das Investitionsrisiko zu minimieren und dabei gleichzeitig und unter allen Umständen Gewinne zu erzielen.

Also variieren Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik stark in ihren Absicherungsstrategien und Risiko-/Belohnungsspannen?

Richtig. Unterschiedliche Arten von Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik unterscheiden sich so sehr wie die Bewohner des Königreichs der Tiere. Genau wie Elefanten und Krokodile und Hasen sich voneinander unterscheiden, so unterscheiden sich auch globale Makrofonds und Wandelschuldverschreibungsarbitragefonds und lang- oder kurzfristige Aktienfonds.

Zwischen den verschiedenen Strategien der Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik gibt es enorme Unterschiede im Hinblick auf ihre:

· Anlageerträge
· Volatilität
· Risiken

Einige Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik, die nicht mit den Aktienmärkten korrelieren, können gleichbleibende Erträge mit einem extrem niedrigen Verlustrisiko erzielen, wohingegen andere genauso unstetig oder noch unstetiger sein können als Investmentfonds mit unbeschränkter Emissionshöhe (offener Investmentfonds).

Worin besteht der Unterschied zwischen einem Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik und einem Investmentfonds mit unbeschränkter Emissionshöhe?

Es gibt fünf wesentliche Unterschiede:

1. Investmentfonds mit unbeschränkter Emissionshöhe werden an ihrer relativen Wertentwicklung gemessen, d.h., daß ihre Wertentwicklung mit einem relativen Index, wie z.B. dem S&P 500 Index, oder mit anderen Investmentfonds mit unbeschränkter Emissionshöhe im selben Sektor verglichen wird. Von Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik wird erwartet, daß sie absolute Erträge erzielen; sie versuchen, unter allen Umständen Gewinne zu erzielen, selbst wenn die relativen Indizes niedrig sind.

2. Investmentfonds mit unbeschränkter Emissionshöhe sind äußerst reglementiert, und der Einsatz von Leerverkäufen und Derivativen ist beschränkt. Diese Regeln dienen als "Handschellen", die es erschweren, den Markt an Leistung zu übertreffen oder die Anlagen des Investmentfonds bei einer rückläufigen Entwicklung zu schützen. Im Vergleich dazu sind Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik keinen Regeln unterworfen und sind deshalb keinerlei Beschränkungen ausgesetzt. Sie erlauben Leerverkäufe und andere strategische Konzepte, die die Wertentwicklung beschleunigen oder die Volatilität reduzieren. Alle Vermögensverwalter von Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik unterliegen jedoch einer inoffiziellen Beschränkung durch professionelle Anleger, die die verschiedenen Strategien verstehen und deshalb aufgrund des Fachwissens des Vermögensverwalters in bezug auf eine besondere Investitionsstrategie in einen bestimmten Investmentfonds investieren. Solche Anleger benötigen und erwarten einen Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik, der in seinem Spezialgebiet und Kompetenzbereich bleibt. Hieraus ergibt sich eine der Eigenschaftsdefinitionen von Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik: Sie neigen dazu, sehr spezialisiert zu sein, in einer gegebenen Nische, auf einem gewissen Spezialgebiet oder in einem besonderen Industriezweig zu wirken, die allesamt ein bestimmtes Fachwissen erfordern.

3. Bei Investmentfonds mit unbeschränkter Emissionshöhe erfolgt die Bezahlung der Verwalter generell auf der Grundlage eines prozentualen Anteils der Aktien, die von ihm/ihr verwaltet werden. Bei Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik basiert die Bezahlung der Verwalter immer auf einem wertentwicklungsabhängigen Leistungshonorar sowie auf einem Festhonorar. Es ist aufwendiger, Investitionen mit dem Ziel absoluter Erträge zu tätigen, als einfach auf relative Erträge hinzuarbeiten, und man braucht deshalb bessere Fähigkeiten, größeres Wissen und größeres Talent. Es ist daher nicht verwunderlich, daß die talentiertesten Vermögensverwalter aufgrund der leistungsabhängigen Honorare in die Industrie der Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik überwechseln.

4. Investmentfonds mit unbeschränkter Emissionshöhe können Portefeuilles nicht wirksam gegen rückläufige Märkte schützen; der einzige Schutz besteht darin, auf Bargeld überzugehen oder eine limitierte Menge an Terminkontrakten auf Börsenindizes zu kürzen. Im Vergleich dazu können Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik sehr oft gegen rückläufige Märkte absichern, indem verschiedene Hedging-Strategien angewandt werden. Die angewandten Strategien variieren natürlich unwahrscheinlich zwischen dem jeweiligen Investitionsstil und der Art des Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik. Aufgrund dieser Hedging-Strategien können bestimmte Arten von Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik selbst bei rückläufigen Märkten positive Erträge erzielen.

5. Die zukünftige Wertentwicklung hängt bei Investmentfonds mit unbeschränkter Emissionshöhe von der Richtung ab, in die sich die Aktienmärkte bewegen. Sie kann mit einem Korken verglichen werden, der auf dem Wasser schwimmt - der Korken wird mit den Wellen auf und ab tanzen. Die zukünftige Wertentwicklung vieler Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik ist aufgrund der Strategien äußerst vorhersagbar und hängt nicht von der Richtung ab, in die sich die Aktienmärkte bewegen. Hier kann ein Vergleich zu einem U-Boot hergestellt werden, das sich unter der Wasseroberfläche in einer fast geraden Linie bewegt und nicht von den Wellen beeinflußt wird.

Was ist ein Dachfonds und welchen Vorteil hat das Investieren in einen Dachfonds gegenüber einem Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik?

Ein Dachfonds ist ein Investmentfonds, in dem die erfolgreichsten Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik und andere zusammengelegte Anlageformen miteinander verbunden und aneinander angepaßt werden. Die Investitionen werden hierbei auf viele verschiedene Fonds oder Anlageformen verteilt. Wie bereits erwähnt, sind die Strategien von Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik äußerst kompliziert und in ihren Ausmaßen bzgl. Risiko/Ertrag sehr verschieden. Es wird keine zwei gleichen Verwalter geben, selbst wenn ihr Stil gewissermaßen derselbe ist. Jeder/jede wird ein unterschiedliches Maß an Hedging oder Versicherung auf sein/ihr Portefeuille anwenden, und jeder/jede wird ein unterschiedliches Maß an Leverage anwenden. In einem Dachfonds wird der Auswahlprozeß im Hinblick auf Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik vereinfacht, da die Investmentfonds aufeinander abgestimmt werden, um eine Reihe von Risiko/Ertragszielen zu erfüllen, die vom Anleger gewünscht werden. Dabei werden die Risiken generell auf mehrere verschiedene Fonds verteilt. Das Vermischen von unterschiedlichen Strategien und Anlagenklassen zielt auf einen gleichbleibenderen Ertrag ab (der durch individuelle Investmentfonds so nicht erzielt werden kann).

Vorteile:

· Erträge, Risiko und Volatilität können anhand der Mischung zugrundeliegender Fonds in gewisser Weise kontrolliert werden.
· Kapitalerhalt ist generell eine wichtige Erwägung.
· Volatilität ist von der Mischung und dem Verhältnis der angewandten Strategien abhängig.

Das Erstellen eines Dachfonds ist so ähnlich wie das Kuchenbacken. Unter Verwendung derselben Zutaten, wie Mehl, Butter, Zucker, Hefe, Eier usw., kann der Bäcker verschiedene Kuchen backen. Hier einige Beispiele:

· ein Rührkuchen kann mehr Eier enthalten,
· ein Obstkuchen enthält kleingeschnittenes Obst und Nüsse,
· ein Schokoladenkuchen enthält Schokolade, die Grundzutaten bleiben jedoch die gleichen: Butter, Mehl, Eier usw.

Genauso verhält es sich mit einem Dachfonds. Versteht der Verwalter eines Dachfonds die Eigenschaften und Risikoformen der verschiedenen Strategien von Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik, kann er/sie Fonds miteinander verbinden, die oftmals in der Lage sind, ziemlich vorhersagbare Erträge zu erzielen.

Also ist bei einem Dachfonds die Vorhersagbarkeit der Erträge größer?

Ja. Bei jeder Investitionsstrategie korreliert die Vorhersagbarkeit künftiger Ergebnisse sehr stark mit der Volatilität der ehemaligen Erträge dieser Strategie. Die zukünftige Wertentwicklung von Strategien mit hoher Volatilität kann nicht so gut vorhergesagt werden wie die künftige Wertentwicklung von Strategien mit niedriger oder mäßiger Volatilität. Diejenigen, die sich an der Industrie der Investmentfonds mit unbeschränkter Emissionshöhe beteiligen, bei der die Volatilität vergangener Ergebnisse groß ist (weil die Ergebnisse so sehr von der Richtung des Aktienmarktes anhängen), wissen, daß eine Vorhersage der zukünftigen Wertentwicklung unmöglich ist. In der Industrie der Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik können jedoch viele der Hedging-Strategien gleichbleibende Erträge erwirtschaften, die sehr gut vorhersagbar sind.

Aus diesem Grund sind zentralisierte Dachfonds, die einige der Strategien für geringe Volatilität anwenden, sehr oft in der Lage, vorhersagbare Erträge zu erwirtschaften, die nicht mit der Marktrichtung korrelieren.

Welchen Stellenwert sollten Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik oder Dachfonds angesichts der heutigen Investitionslage des Wertpapierbestands einnehmen?

Mit Ausnahme von Japan und neu entstehenden Märkten konnten die Wertpapiermärkte im letzten Jahrzehnt einen noch nie dagewesenen Boom verzeichnen. Die USA kann sogar auf den längsten Haussemarkt dieses Jahrhunderts zurückblicken. Angesichts der Verwundbarkeit der US-Märkte im Hinblick auf eine Korrektur, die, sollte sie eintreten, zweifellos eine rückläufige Entwicklung der globalen Märkte verursachen würde, wäre es für jeden in der Investitionsindustrie, einschließlich Privatanlegern, klug, zumindest einen Teil ihres Wertpapierbestands Strategien in bezug auf Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik zuzuschreiben, die nicht mit der Richtung der Aktienmärkte korrelieren. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß nicht alle Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik gleich sind, ist es wohl jedem Anleger möglich, im Universum der Investmentfonds mit hoch spekulativer Anlagepolitik einen Fonds zu finden, der am besten zum Risikoprofil und Investitionsstil des jeweiligen Anlegers paßt.



About Hedge Funds

What is a Hedge Fund?

      A hedge fund is a fund that can take both long and short positions, use arbitrage, buy and sell undervalued securities, trade options or bonds, and invest in almost any opportunity in any market where it foresees impressive gains at reduced risk. Hedge fund strategies vary enormously -- many hedge against downturns in the markets -- especially important today with volatility and anticipation of corrections in overheated stock markets. The primary aim of most hedge funds is to reduce volatility and risk while attempting to preserve capital and deliver positive returns under all market conditions.

      There are approximately 14 distinct investment strategies used by hedge funds, each offering different degrees of risk and return. A macro hedge fund, for example, invests in stock and bond markets and other investment opportunities, such as currencies, in hopes of profiting on significant shifts in such things as global interest rates and countries’ economic policies. A macro hedge fund is more volatile but potentially faster growing than a distressed-securities hedge fund that buys the equity or debt of companies about to enter or exit financial distress. An equity hedge fund may be global or country specific, hedging against downturns in equity markets by shorting overvalued stocks or stock indexes. A relative value hedge fund takes advantage of price or spread inefficiencies. Knowing and understanding the characteristics of the many different hedge fund strategies is essential to capitalizing on their variety of investment opportunities.

      It is important to understand the differences between the various hedge fund strategies because all hedge funds are not the same -- investment returns, volatility, and risk vary enormously among the different hedge fund strategies. Some strategies which are not correlated to equity markets are able to deliver consistent returns with extremely low risk of loss, while others may be as or more volatile than mutual funds. A successful fund of funds recognizes these differences and blends various strategies and asset classes together to create more stable long-term investment returns than any of the individual funds.

Key Characteristics of Hedge Funds

Facts About the Hedge Fund Industry

Hedging Strategies

A wide range of hedging strategies are available to hedge funds. For example:

Popular Misconception

The popular misconception is that all hedge funds are volatile -- that they all use global macro strategies and place large directional bets on stocks, currencies, bonds, commodities, and gold, while using lots of leverage. In reality, less than 5% of hedge funds are global macro funds. Most hedge funds use derivatives only for hedging or don't use derivatives at all, and many use no leverage.

Benefits of Hedge Funds