Gold

Edelmetall-Münzen & Barren zu Anlagezwecken

Jahrhundertelang wurden die Gold- und Silbermünzen als Zahlungsmittel verwendet, wobei der Materialwert in etwa dem aufgeprägten Nennwert entsprach. Es gab aber auch Zeiten, da überstieg der Metallwert deutlich den Nennwert. Die logische Schlußfolgerung war, daß solche Münzen in Massen dem Geldkreislauf entzogen wurden, um sie entweder zum tatsächlichen Materialwert zu verkaufen oder zur Vermögensanlage- & Sicherung zu horten.

In der Vergangenheit stellten die Gold- und Silbermünzen für Otto-Normalbürger oftmals die einzige Möglichkeit dar, daß hart erarbeitete und gesparte (Geld-)Vermögen vor einer Papiergeldentwertung, die in zyklischer Regelmäßigkeit die Geld- und Kapitalmärkte erschütterte (und in Zukunft erschüttern wird), zu schützen.

"Wer Gold hat, hat immer Geld."
unbekannt

Der britische Sovereign, der französische "Napoleon", sowie die österreichischen "Dukaten" und "Kronen", um hier nur einige zu nennen, wurden vor 1967 zur Goldanlage verwendet.
Mit der Einführung des südafrikanischen Krügerrands 1967, gab es eine Münze, deren Hauptzweck die Anlage, und nicht das Zahlungsmittel war.

"Gold und Silber lob´ ich mir, das Falschgeld überlass´ich dir! "
unbekannt

Edelmetalle können in physischer Form als Barren oder als Münzen erworben werden, wobei letztgenannte in sogenannte Anlagemünzen (Materialwert ist ausschlaggebend) und Sammlermünzen (Materialwert ist zweitrangig) unterteilt werden können. Obwohl Anlagemünzen (oft als "Bullion Coins" bezeichnet) bei gleichen Materialwert etwas teuer als Metallbarren sind, sind sie in aller Regel weltweit verbreiteter, bekannter, neutraler (kein Prägestempel) und vorallem fälschungssicherer (gleiche Abmaße, nur eine Prägeanstalt).

Die bekanntesten Anlagemünzen sind: der Krügerrand (Südafrika), der American Eagle (USA), der Panda (China), der Nugget bzw. Kangaroo (Australien), die Maple Leaf (Kanada), der Wiener Philharmoniker (Österreich) und die Britannia (England). Aus der Zeit vor 1967 stammt der Sovereign (England).
Ferner gibt es noch die Lunar-Serie (Australien), die Cats-Serie (Isle of Man) und andere mehr, die jedoch zum Teil bereits mehr in Richtung Sammlermünze (= kleinere Auflage/Stückzahl, schöne und wechselnde Motive, Aufpreis) tendieren.

Die im Moment sehr populären DM- & Euro-Goldmünzen sind in die Kategorie der Sammlermünzen einzustufen. Der Ausgabepreis dieser Münzen wurde zwar zum aktuellen Goldpreis vorgenommen, jedoch verursachte die "relativ" geringe Stückzahl einen Aufpreis, der weit über dem doppelten des Materialwertes liegt. Diese Münzen werden daher hier nicht weiter berücksichtigt. Eine aktuelle Auflistung finden sie unter EuroGedenkmünzen.net.

Der Bekanntheitsgrad und die Beliebtheit einer Münze, sowie deren Verfügbarkeit schwanken jedoch stark nach Kontinent und Land.
So prägt Mexiko in Libertad in Gold und Silber. Die weltweite Auflage des Gold-Libertad ist höher als die Britannia (England), jedoch in Dtl. kaum bekannt und verbreitet. Hingegen ist der silberene Libertad in Deutschland ohne Probleme erhältlich.

Außer dem Krügerrand (ca. 54 % Marktanteil) besitzen alle neuzeitlichn Anlagemünzen einen nominalen Geldwert in der jeweiligen Landeswährung - sie sind somit offizielles Zahlungsmittel. Da der Metallwert jedoch deutlich über den Nennwert notiert, werden sie logischerweise nicht im Zahlungsverkehr verwendet.

Die Anlagemünzen werden größtenteils in verschiedenen Größen, beispielsweise als 1, 1/2, 1/4, 1/10 Unze (1 Unze = 1 oz = 31,1035 Gramm) angeboten. Neuauflagen sind in aller Regel in einer Stempelglanz-Qualität erhältlich.

Neben Gold- und Silbermünzen gibt es auch Münzen in Platin und in Palladium, wobei letztere äußerst selten sind.
Der Name der Münze für gleiche Serien/Motive ist je Metallart entweder identisch (z.B. bei der kanadischen "Maple Leaf", die es in Gold, Silber und Platin gibt) oder unterschiedlich (z.B. bezeichnet man in Australien die Goldmünze "Nugget", die Silbermünze "Kookaburra" und die Platinmünze "Koala").

Die Preise der Münzen schwanken täglich und sind vom jeweiligen Edelmetall-Tagespreis, der Handelsspanne des Verkäufers und der jeweiligen landestypischen Mehrwertsteuer abhängig. (z.B. MWSt. in Dtl.: Goldbarren 0%, Goldmünzen 0% bis 16%, Silberbarren 16%, Silbermünzen 7% bis 16%)

Kaufen und verkaufen kann man Edelmetallmünzen und Barren bei fast jeder Bank, sofern diese verrätig sind. Preisvergleiche sollten im Vorfeld unbedingt vorgenommen werden, da Schwankungen bis zu 10% unter den einzelnen Banken keine Seltenheit darstellen. Als Richtlinie sollten die Preise der Dresdner Bank herangezogen werden, die in Deutschland mit das beste Angebot unterbreiten.
Schnäppchen kann man aber auch in Münzhandlungen, bei Münztauschbörsen, bei (Online-)Versteigerungen, auf Flohmärkten, im Internet oder in Anzeigen der Tageszeitungen finden.
Vor allem in den USA gibt es eine unzählige Anzahl von Münzhändlern, die mit Gold- und Silbermünzen handeln. Stellvertretend soll Monex.com genannt werden, die nicht nur aktuelle Kurse, sondern auch Charts von gängigen Münzen anbieten..

Wir haben haben mit dieser kleinen Zusammenfassung versucht, ihnen einen kleinen Einblick in die Welt speziell der Anlagemünzen zu geben. Weiterführende und detailierte Informationen rund um die Numismatik finden sie in diversen Büchern und Katalogen über Münzen.
 


"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück  -  Null."
Voltaire (1694-1778)




Statistik:
An dieser Stelle eine kleine Statistik über den Marktanteil der jeweiligen Goldmünzen am Gesamtmarkt.
Bezeichnung
Land
Erscheinen
Marktanteil 1998
  Krügerrand   Südafrika
1967
54 %
  Gold Maple Leaf   Kanada
1979
21 %
  Gold American Eagle   USA
1986
11 %
  Wiener Philharmoniker   Österreich
1989
5 %
  Kangaroo/Nugget   Australien
1987
4 %
  Gold Panda   China
1982
3 %
  Gold Libertad   Mexiko
1981
1 %
  Gold Britannia   England
1987
<1 %
  Singapore Lion   Singapure
1990
<1 %

 
 

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Begriffserklärungen:

Bullion coin Münzen aus Edelmetall, die in grosser Anzahl geprägt werden, um die Vorteile von Münzen und Barren zu vereinen. Deshalb werden sie Bullion coins genannt, was auf Deutsch "Barrenmünze" bedeutet. Im Unterschied zu kuranten Münzen waren sie nie als Zahlungsmittel im Umlauf. Der Aufpreis (Agio) für die Prägung ist gering. Bullion coins eignen sich deshalb besonders gut als Anlageform für Kunden, die kleinere Mengen Edelmetall kaufen. Ihr Preis richtet sich nach dem Edelmetallkurs und die Münzen werden weltweit gehandelt. Bekannte  Bullion Coins sind der Krügerrand und der kanadische Maple Leaf aus Gold, der amerikanische New Eagle aus Silber und der Platin Noble der britischen Insel Isle of Man.   zurück
Feinheit Anteil reinen Edelmetalls am Gesamtgewicht in Tausendstel. Ein 1 Kilogoldbarren mit einer Feinheit von 995 enthält 995 g Gold und 5 g anderer Metalle.
Feingewicht Anteil reinen Edelmetalls am Gesamtgewicht in Gramm oder Kilo. Ein 1 Kilogoldbarren mit einer Feinheit von 995 enthält 995 g Gold und 5 g anderer Metalle. Das Feingewicht ist demnach 995 g.
Metallbarren Für den Handel übliches Stück aus nicht bearbeitetem Edelmetall in der Form eines Quaders, Zylinders o. ä. Auf jedem Barren wird die Feinheit, sowie die Marke des Herstellers eingestanzt. Diese garantiert, dass die Angabe der Feinheit stimmt. Die Herstellermarken befinden sich in einem Verzeichnis: das Verzeichnis der Hersteller und Schmelzanstalten, die international anerkannt sind. Nur wer in diesem Verzeichnis eingetragen ist, darf Edelmetalle verarbeiten und veredeln. Hersteller in der Schweiz brauchen zusätzlich eine Schmelzbewilligung des Bundes. Siehe auch Standardbarren.      zurück
kurante Münzen Münzen, deren Gehalt an Edelmetall ihrem wirklichen Geldwert entspricht. Sie dienten früher als Zahlungsmittel. In der Schweiz gelten kurante Münzen nicht mehr als Zahlungsmittel. Bekannte kurante Münzen sind z. B. das Schweizer Goldvreneli, der französische Napoleon und der englischen Sovereign. Ihr Preis wird vor allem vom Edelmetallkurs bestimmt. Das Agio ist meist hoch, da die Münzen gewöhnlich von Münzensammlern erworben werden.
Unze Angelsächsische Gewichteinheit. 1 Unze (abgekürzt: oz) entspricht ungefähr 31,1035 g. Im internationalen Edelmetallhandel werden Preise in Dollar pro Unze angegeben.

 
 


Münzqualitäten :

Polierte Platte
PP
Spezielle Sammlerfertigungen mit gereinigtem Stempel und poliertem Schrötling. Anfertigung der neueren Zeit.
Stempelglanz
  Stgl  
Dieser Erhaltungsgrad trifft für prägefrische Münzen zu, die nicht im Umlauf gewesen sind und keine Spuren der Massenbehandlung aufweisen.
Erstabschlag
EA
Die ersten Prägungen eines gereinigten Stempels wurden häufig für Münzkabinette und Sammlungen verwendet. Die Spiegelglanz-Oberfläche sieht der PP-Ausführung ähnlich.
Unzirkuliert
unz
Dier Erhaltungsgrad trifft für Münzen zu, die ebenfalls im Umlauf gewesen sind. Nur kleinste Supren der Massenbehandlung in der Münzstätte sind ersichtlich.
Vorzüglich
vorz
Münzen mit diesem Erhaltungsgrad sind praktisch nicht oder nur kurze Zeit im Umlauf gewesen. Die Reliefpartien dürfen keine Abnützungsspuren aufweisen. Im Feld der Münzen können weder kleine Kratzer vorkommen, sie dürfen sonst keine Beschädigungen aufweisen.
Sehr schön
ss
Alle Konturen der Münzen sind noch sichtbar, Abnützungsspuren sind aber zu erkennen.
Schön
s
Die Konturen der Münzen sind teilweise nicht mehr sichtbar.      zurück

 
 


Hinweis zur Besteuerung von Gold & Goldmünzen
Mehrwertsteuer (MWSt.):
Der Erwerb von Anlage-Goldmünzen (Bullion coins) und Barren ist in Deutschland am dem 1. Januar 1993 umsatzsteuerfrei § 4 Nr. 8k UStG, die Banken verlangen jedoch als Verkaufsgebühr einen Ausgabeaufschlag auf den inneren Metallwert (pro Unze etwa 6,9% beim Krügerrand nur 4,5%), ähnlich dem Erwerb bei Investmentfondsanteilen. Dabei gilt, je kleiner die Goldeinheit (z.B. 1/10 Unze), umso höher sind die Gebühren. Bei einer Zehntel Münze müssen Sie bereits mit Gebühren von rd. 22% rechnen. Zu achten ist jedoch darauf, daß die Edelmetallmünzen in Ausgabeland als gesetzliches Zahlungsmittel gelten müssen, denn nur hierfür wird die USt-Freiheit gewährt.
Ist dies nicht der Fall, so wird seit 1. Januar 2000 innerhalb der 15 EU-Staaten die jeweilige MWSt. des Landes aufgeschlagen. Dies gilt für Sammlermünzen (auch kursgültige) deren Verkaufspreis mehr als 180 Prozent des reinen Goldwertes beträgt.
Erbschaft- und Vermögensteuer
Der Besitz von Edelmetallen wird der Erbschaft- und Vermögensteuer (Freigrenze 1.000 DM pro Person) mit dem umgerechneten DM-Wert am Bewertungsstichtag unterworfen. Bei Veräußerung innerhalb von 12 Monaten unterliegt der Gewinn in Deutschland als Spekulationsgewinne/Spekulationsverluste der ESt.
Liste steuerfreier Goldmünzen
Die vierzehnseitige Liste der ab 1. Januar 2000 steuerfreien Anlagegoldmünzen, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften (1999/C 342/13 * vom 30. 11. 1999), kann jetzt auch auf der Homepage des Verbands der deutschen Münzenhändler gelesen werden. Erfaßt werden Münzen aus rund 110 Staaten des 19. und 20. Jahrhunderts. Das Verzeichnis, das für das Jahr 2000 gilt, soll jedes  Jahr aktualisiert werden. Unter http://europa.eu.int/scadplus/leg.de/lvb/125040.htm "Vereinbarungen im Zusammenhang mit Währungsfragen" werden die Regelungen der zukünftigen besonderen Währungsbeziehungen Frankreichs und Italiens mit Monaco, San Marino und der Vatikanstadt veröffentlicht, die auch für Münzensammler interessant sein dürften, weil dort die Voraussetzungen genannt werden, die in den drei Kleinstaaten für die Prägung von Goldmünzen und Euros nötig sind.

 
 

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Anlagemöglichkeiten im Edelmetallsektor

Aktien  

Aktien der Minengesellschaften werden an den jeweiligen Heimatbörsen gehandelt. Neben den 4 Hauptförderländern (Australien, Kanada, Südafrika und USA) sind einige Gesellschaften auch an anderen Börsenplätzen gelistet, wobei die deutschen Börsen einen Spitzenplatz einnehmen.

Bei Investitionen in Minenwerten sind tägliche Kursschwankungen von 10% und mehr, selbst bei Standardtiteln, keine Seltenheit und müssen daher einkalkuliert werden. Das gilt sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Diese hohe Volatilität im Vergleich zu herkömmlichen Aktien ist eher die Regel, als die Ausnahme und sollte jedem Investor bewußt sein.

Nach 20 Jahren Goldbaisse ist das Interesse der Anlegerschaft an Minentiteln relativ gering. Dieser Umstand spiegelt sich in den Umsätzen wieder, besonders in Deutschland. Es kann gut vorkommen, daß es Tage gibt, an dem bei einigen Werten kein Handel zustande kommt.
Daher muß beim Kauf/Verkauf unbedingt mit Limiten gearbeitet werden. Dies gilt auch für Investitionen von Minibeträgen (z.B. 500 €), da auch diese Kursexplosionen in die eine oder andere Richtung verursachen können.

Für den hiesigen Anleger ist der Kauf/Verkauf von Minenwerten an deutschen Börsenplätzen im Vergleich zum ausländischen Kauf spesengünstiger. Die Orderaufgabe erfolgt wie bei jeder anderen x-beliebigen Aktie.

Bei der Limitbestimmung sollten die Kurse an der umsatzstärksten Börse (oft ist es die Heimatbörse) in die hiesige Landeswährung umgerechnet und als Anhaltswert verwendet werden. In der Vergangenheit waren bedingt durch den dünnen Handel 10-20% Auf-/Abgelder bei einigen Aktien keine Seltenheit.

Wie bereits erwähnt, werden ein Großteil der Aktien an mehreren Börsenplätzen gehandelt. In Dtl. kann man den Börsenplatz selbst festlegen (sofern gelistet: Frankfurt, Berlin, Stuttgart,...), ähnlich ist es in Kanada (Toronto, Vancouver,...).
In Australien (Sydney, Melbourne), in Südafrika, sowie in den USA (Amex, Nasdaq, OTC,...) werden die Aufträge automatisch an den richtigen Börsenplatz weiter geleitet.

Bei ausländischen Orders sind die erhöhten Spesensätze der dt. Banken, sowie deren Mindestgebührensätze zu berücksichtigen. Daher sollte es nicht verwundern, wenn beispielsweise bei einer Order von 2.500 € schnell 3% Gebühren und mehr zusammen kommen.
Bedingt durch den dünnen Handel kann es zu Teilausführungen kommen, die das Spesenkonto weiter erhöhen. Teilausführungen können an einigen Handelsplätzen (z.B. USA, Australien) ausgeschlossen werden.
Ferner sind die unterschiedlichen Handelszeiten zu berücksichtigen, die einen negativen Einfluß auf den Informationsfluß einer Order (z.B. ob ausgeführt oder nicht) oder bei Orderänderungen (Limite, Streichungen,...) haben.

Bei Investitionen größerer Summen sollte die Order an dem umsatzstärksten Börsenplatz aufgegeben werden, was meist das Heimatland der Minengesellschaft ist. Allerdings fangen hier oft die Probleme an, denn bei einigen Banken (vor allem Direktbanken) können keine Orders in Kanada, ganz zu schweigen von Südafrika, Australien oder Mexiko, aufgegeben werden.
Aufgrund der großen Kursschwankunen (teilweise innerhalb kürzester Zeit) könnte dieser Umstand beim schnellen Kauf/Verkauf an umsatzschwachen Börsenplätzen gravierende Folgen haben. Hier hilft nur ein Bankwechsel oder ein weiteres Konto bei einer entsprechenden Bank, denn Sicherheit geht vor - schließlich geht es um ihr Geld!
Es muß auch nicht immer eine deutsche Bank sein. Mit einem direkten Brokerkonto in Kanada, USA oder Australien (das sollte im Zeitalter des Internets kein Problem darstellen) kann eine Order schneller, einfacher und spesengünstiger umgesetzt werden. Das trifft nicht nur bei Standardwerten zu, sondern vor allem bei kleinen und marktengen Titeln.

Leerverkäufe von Minenaktien sind nur in den USA möglich. Der Anleger sollte diese Art von Handel nur bei umsatzstarken Titeln tätigen.

Aktie ist nicht gleich Aktie! Neben Originalaktien werden auch sogenannte ADR-Aktien (American depository receipts) gehandelt. Beispielsweise wird die südafrikanische Durban Deep in Dtl. und in den USA nur als ADR gehandelt, in Paris und Südafrika als Originalaktie. Eine Anglogold wird in Dtl. als Originalaktie und als ADR-Aktie gehandelt.
ADRs sind meist auf US-Dollar lautende, handelbare Hinterlegungsscheine, die das Eigentum an Aktien von Nicht-US-Gesellschaften verbriefen. Das Problem liegt nun darin, daß ein Dritter (meist eine US-Bank) die Originalaktien besitzt und dafür die eigentlich wertlosen ADR-Aktien ausgibt. Der Investor ist somit von der US-Bank abhängig.
Kleinere Ungereimtheiten, wie Dividenkürzungen bei ADR-Aktien im Vergleich zur Originalaktie, sind noch das kleinere Übel. Geht die Bank pleite und das gab und gibt es nicht nur in Argentinien oder Japan, dann könnte sich ein Problem auftun. Obwohl in der Vergangenheit solche Gedanken von den allermeisten Anlegern als utopisch abgetan wurden, sehen es die ADR-Besitzer der australischen Central Norsemann seit Januar 2002 mit ganz anderen Augen.
Die Entscheidung liegt letztendlich beim Anleger selbst, doch er sollte möglichst Originalaktien kaufen, sofern dies ohne größeren Aufwand möglich ist.

Zusammenfassung:
• Minenaktien schwanken stark im Kurs (in beide Richtungen),
• Orderaufgabe möglichst an umsatzstarke Börsenplätze plazieren
• dabei mit Limit arbeiten
• als Grundlage zur Festlegung des Limits den umgerechneten Kurs der Heimatbörsen verwenden
• möglichst keine ADR-Aktien ordern
• mit einer Bank/Broker arbeiten, die an ausländischen Börsen handeln kann (z.B. Deutsche Bank 24)
• erhöhte Spesen beim Auslandskauf beachten
• Teilausführung, wenn möglich, ausschließen (vor allem im Ausland, wegen doppelter Spesenbelastung)
• bei Auslandsordern die Zeitverschiebung beachten
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!

Anleihen


An der australischen Börse sind vereinzelt Anleihen von/auf Minengesellschaften anzutreffen. Aufgrund der Seltenheit und den unterschiedlichen Formen (z.B. Wandelanleihen) sind diese in aller Regel für den Kleinanleger als Anlageform nicht zu empfehlen.

Zusammenfassung:
• für Normalanleger nicht empfehlenswert
• Handel nur im Ausland
• da zu geringe Anleihevolumen und Umsatz, und
• jede Anleihe hat seine Besonderheiten (Unikat - daher schwer vergleichbar)
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!
 
 
 
 

Fonds



Rohstofffonds legen die Beträge ihrer Anleger in Minenaktien an. Bei der Auswahl ist auf die Zusammensetzung und auf den Anlageschwerpunkt des Fonds zu achten. Schwerpunkte können Goldminen, Silberminen, kleine Minengesellschaften, Rohstoffaktien (Zinn, Blei, Kupfer,...) oder physische Bestände an Gold/Silber darstellen.

Für den Laien schwer einzuschätzen ist die Qualität der Fonds und ihr zukünftiges Kursverhalten. Hier hilft eigentlich nur der historische Rückblick und ein Blick auf die Zusammensetzung des Fonds.

Bei der Auswahl eines Fonds ist auf die Mindestanlagesumme (einmalig und fortlaufend), den Ausgabeaufschlag, die Währung (z.B. Dollar), die Verwaltungsgebühr und auf sonstige Gebühren zu achten.
Erfahrungsgemäß können Fonds bei Discount Brokern (wie Consors, Comdirekt,...) mit 20-75% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag und mit kleineren Mindestanlagesummen geordert werden.

Die allermeisten Fonds werden in den USA gehandelt, daher sind Währungsschwankungen mit einzukalkulieren. Eine Limitierung ist in aller Regel nicht möglich. Bei einem Kauf oder Verkauf eines Fonds entscheidet meist die Uhrzeit des Eingangs eines Auftrages darüber, ob dieser noch am gleichen oder am nächsten Tag gehandelt wird. Da der Auftrag meist im Ausland ausgeführt wird, dauert die Rückmeldung oft 2-3 Tage!
Zum Traden eignen sich Fonds bedingt durch den Ausgabeaufschlag, in den allermeisten Fällen, nicht.

Die 3 bekanntesten Fonds in Deutschland:
Name
Gesellschaft
WKN
Anmerkung
MST World Gold & Mining Fund Merrill Lynch
974 119
mit einer der bestens Branchenfonds 
PEH Q-Goldmines  PEH-Quintessenz-Sicav
986 366
u.a. Berater des Fonds Martin Siegel
DWS Goldminenaktien Typ 0 DWS
976 982
kein Ausgabeaufschlag 

Neben den hier genannten offenen Fonds, gibt es auch geschlossene Fonds, bei denen die Fonds-Anlagesumme feststehend ist. Eine Ausweitung der Fondssumme, beispielsweise durch erhöhte Geldzuflüsse, ist nicht möglich.
Detaillierte Angaben sollten in jedem Fall vor einer Investion im Fondsprospekt nachgelesen werden.

Eine Alternative zu Fonds wären die in letzter Zeit in Mode kommenden Zertifikate, speziell hier auf den HUI-Index. Ein endlos laufendes Zertifikat ist einfacher, schneller und billiger zu erwerben als ein Fond. Bedingt durch die Index-Zusammensetzung (10 Werte) wird das Einzelaktienrisiko, analog eines Fonds, gestreut.

Zusammenfassung:
• auf Fondszusammensetzung achten
• auf Ausgabeaufschlag, Mindestanlagesummen und sonstige Kosten achten 
• der Erwerb über Discount Brokern ist in der Regel billiger (Rabatt auf Ausgabeaufschlag)
• bei größeren Investitionen in Fonds das Risiko durch Kauf unterschiedlicher Fonds streuen
• auf Fondszusammensetzung und die Art des Fonds achten
• Währungsschwankungen berücksichtigen
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!

weiterführende Links:
http://fonds.onvista.de/  - deutsche Plattform für Fonds (Basisdaten, Vergleiche, Kurse, Infos...)
http://www.fondscheck.de/   - analog zu Onvista (Basisdaten, Suche, Vergleiche, Kurse, Infos...)
http://www.goldsheetlinks.com/mfund.htm  - Übersicht von Goldfonds
 
 
 
 

Futures


Futures auf Edelmetalle können nur in den USA (über einen Broker) gehandelt werden.
Weitere Informationen entnehmen sie bitte entsprechenden Informationsquellen.

Zusammenfassung:
• für Normalanleger nicht empfehlenswert
• sehr hohes Risiko, da nicht nur Totalverlust des eingesetzten Kapitals, sondern auch darüber hinaus möglich
• jedoch auch überproportionale Gewinne möglich
• als Anlageform in Krisenzeiten nicht geeignet
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!

weiterführende Links
http://www.infinitytrading.com/silver.htm  - Information zu Silberfutures/Optionen

 

Indizes


Der bekannteste Index auf Minenwerte ist der amerikanische Gold-/Silver Index, kurz: "XAU". Neben diesen gibt es weitere, meist länderspezifische Indizes in Kanada, Südafrika und Australien.
Erwähnenswert ist der amerikanische AMEX Gold Bugs Index (kurz: HUI-Index), der länderübergreifende und nur ungehegte Minenwerte berücksichtigt.

Eine Spekulation auf einen Goldminen-Index (z.B. XAU, HUI) mit Optionsscheinen oder anderen Derivaten ist nur bedingt möglich. Eventuell besteht die Möglichkeit über US-Optionen/Futures einen Index zu traden.
Deutsche oder schweizerische Optionsscheine gibt es z.Z. nicht.
Eine Ausnahme bilden hierbei die verschiedenen Zertifikate auf den HUI-Index von ABN-Amro.

Zusammenfassung:
• für Normalanleger nicht empfehlenswert
• für Normalanleger stellt z.Z. nur das genannte HUI-Zertifikat eine Alternative dar
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!
 
 
 
 

Metallkonto


Ist ein Konto auf dem ein Edelmetall (Gold oder Silber) verbucht wird. Die Buchungen verkörpern einen Lieferanspruch (= Guthaben) einer bestimmten Menge Edelmetall aus dem Bestand der Bank. Das Metall geht nicht in den Besitz des Kontoinhabers über, es wird daher keine Mehrwertsteuer erhoben.
Einfach ausgedrückt ist es ein Konto das nicht auf € lautet, sondern auf eine bestimmte Menge Edelmetall.

Metallkonten eignen sich für Anleger die ein Edelmetall nicht physisch kaufen und aufbewahren, aber trotzdem an der Wertentwicklung teilhaben wollen. Auch für Trader, die mit dem auf und ab der Metallpreise spekulieren wollen, könnte ein Metallkonto unter bestimmten Voraussetzungen interessant sein.
Eine Verzinsung des Anlagebetrages gibt es nicht, ebenso besteht in den meisten Fällen kein physischer Lieferanspruch.

Ein Kauf-/Verkauf ist jederzeit spesengünstig möglich. Die Anlageform ist oft nur in der Schweiz oder Luxemburg anzutreffen.

Zusammenfassung:
• in Deutschland schwer erhältlich
• günstige Gebühren, keine MWSt.
• (meist) kein physischer Lieferanspruch
• eine Alternative wären die Zertifikate (open end) auf Gold oder Silber.
• Metallkonten sind als Anlageform in Krisenzeiten nicht geeignet (Papierform)
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!
 
 
 
 

Optionen


Optionen (nicht zu verwechseln mit Optionsscheinen) auf Minenaktien oder auf Metalle selbst werden nicht in Deutschland angeboten. Der Handel ist nur im Ausland möglich. Man unterscheidet 2 Arten.

In Australien und Südafrika findet man fast ausschließlich Call-Optionen auf Minenwerte vor, die die Unternehmen selbst emittieren (Basiswert ist die eigene Gesellschaft). Bei Ausgabe neuer Optionen, die in einem bestimmten Verhältnis (Bezugsverhältnis) zum Aktienbestand erfolgen, werden diese entweder kostenlos ins Depot eingebucht oder gegen einen Vorzugspreis dem Aktienbesitzer angeboten.
Ein Kauf-/Verkauf erfolgt bis zum Laufzeitende über die Börse. Die Umsätze sind in aller Regel sehr dünn.

Optionen in den USA werden von Investmenthäusern emittiert und sind als Call- oder Putoptionen auf vereinzelte Minenaktien oder auf die Edelmetallfutures erhältlich. Ein Kauf-/Verkauf der Aktienoptionen ist problemlos über eine US-Direktbank (z.B.: etrade, Schwab) möglich, bei den Edelmetalloptionen benötigt man meistens ein Brokerkonto.
Bei den Silberoptionen ist darauf zu achten, daß es zwei Varianten mit unterschiedlichen Bezugsverhältnissen gibt.

Wie bei jeder Option ist die Laufzeit begrenzt und ein Totalverlust möglich!

Zusammenfassung:
• für Normalanleger nicht empfehlenswert
• Termingeschäftsfähigkeit erforderlich
• hohes Risiko, da Totalverlust möglich
• jedoch auch überproportionale Gewinne möglich
• Call-Optionen nur bedingt über Banken/Direktbanken handelbar
• Call/Put-Optionen auf Edelmetalle in der Regel nur über Broker handelbar
• als Anlageform in Krisenzeiten nicht geeignet
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!

weiterführende Links
http://www.infinitytrading.com/silver.htm  - Information zu Silberfuture/Optionen
 
 
 
 

Optionsscheine


Optionsscheine, auch als Warrants bezeichnet, werden für unzählige Basiswerte emittiert. Nur rund ein Prozent des Gesamtumsatzes entfällt dabei auf das Segment der Rohstoffe. Es werden Optionsscheine auf Gold, Silber und Rohöl, sowie vereinzelt auf einzelne Minenwerte angeboten.

Die Deutsche Bank und die UBS emittieren die meisten Gold- & Silberoptionsscheine, die Commerzbank und die Dresdner Bank nur Goldoptionsscheine. Vereinzelt gibt/gab es noch schweizerische Optionsscheine.

Handelbar sind Optionsscheine an der Börse, im außerbörslichen Telefonhandel und über andere Systeme (z.B. Cats). Beim Handel mit Scheinen auf Edelmetalle sind je nach Emittent (z.B. Deutschen Bank) verkürzte bzw. eingeschränkte Handelszeiten zu beachten.

Der Umsatz an Optionsscheinen ist verhältnismäßig sehr gering, daher sollte eine Order nicht unlimitiert aufgegeben werden. Als Börsenplatz hat sich Stuttgart bestens bewährt.

In der Vergangenheit waren die meisten Optionsscheine "amerikanischen Typs", mit Ausnahme der Dresdner-OS, die den "europäischen Typ" verkörperten. Da der Basiswert (Gold oder Silber) in US$ gehandelt wird, haben die Währungsschwankungen auch Auswirkungen auf den Kurs des Optionsscheines.
Die Dresdner Bank bildet auch hier eine Ausnahme, da sie zusätzlich OS anbietet, die einen Basiswert "Gold in €" haben.

Die Spreads der Ask/Bid-Kurse (Differenz zwischen An-/Verkaufskurs des Emittenten) sind beachtlich hoch und werden gerne bei Kurssprüngen des Basiswertes ausgedehnt.
Überhaupt ist ein traden mit Edelmetall-Optionsscheinen nur in Zeiten von extremen Kursschwankungen sinnvoll, da sonst die Volatilität, der Zeitverlust und der Spread den Einsatz dahin schmelzen lassen.

Wie bei jedem Optionsschein ist die Laufzeit begrenzt und ein Totalverlust möglich!

Zusammenfassung:
• für Normalanleger nicht empfehlenswert
• hohes Risiko, da Totalverlust möglich
• jedoch auch überproportionale Gewinne möglich
• Termingeschäftsfähigkeit erforderlich

• auf die Laufzeit, Zeitverlust und den Basiskurs achten
• geringe Umsätze, daher mit Limit arbeiten
• bei einer Ausübung (nur Barausübung) auf die unterschiedlichen OS-Typen achten
• abweichende Handelszeiten der Emittenten berücksichtigen
• als Anlageform in Krisenzeiten nicht geeignet
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!

weiterführende Links:
http://zertifikate.onvista.de/  - Plattform für Optionsscheine (Basisdaten, Kurse, Infos...)
http://www.vwd.de/warrants/  - fortlaufende Realtimekurse vieler Optionsscheinemittenten
 
 
 
 

Physischer Besitz


Der physische Besitz eines Edelmetalls in Form von Münzen oder Barren sollte in keinem Anlagepotfolio fehlen.
Dabei liegt die Betonung auf "physischen" Besitz (tatsächlich als Metall vorhanden) und nicht in Form eines Metallkontos oder in sonstiger Papierform.

Eine Anlage kann in Barren und/oder Anlagemünzen erfolgen. Letztere sind zwar meist etwas teurer, dafür aber beliebter und bekannter. Anlagemünzen unterscheiden sich zu herkömmlichen Sammlermünzen darin, daß der Materialwert an erster Stelle steht. Motive, Auflagenhöhe spielen eine untergeordnete Rolle.

Zusammenfassung:
• physischer Besitz
• unabdingbarer Schutz in Krisenzeiten
• sollte in keinem Anlagedepot fehlen
• Anlageform hauptsächlich Gold & Silber in Münzform oder Barren
• Edelmetalle werden in US$ gehandelt, daher Umrechnungskurs beachten
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!

Sonstige Anlageformen


Edelmetalle, wie auch andere Wertpapierarten, können bei einer Bank in Einzelverwahrung (oft auch als  Streifband-Verwahrung bezeichnet) oder als Sammelverwahrung hinterlegt werden. Der Kauf/Verkauf stellt so für den Investor kein Problem dar, da der Transport-, Lagerung- und Sicherheitsaspekt, sowie eventuelle MWSt.-Beträge entfallen.

Die Siegfried Weigl Finanzdienstleistungen bietet diesen Service speziell für Silber oder auch für andere Edelmetalle an. Über einen New Yorker Edelmetallhändler wird Silber in den USA gekauft und dort gelagert. Je nach oben beschriebener Lagerart erhält der Kunde einen Silber-Lagerschein, den er jederzeit wieder verkaufen kann. Zusätzlich bietet die Gesellschaft eine Rückkaufpreisgarantie an.
Aufgrund der relativ hohen Spesen eignet sich dieser Art der Anlage nur für den Langfristinvestor. Eine Auslieferung des Silbers und dann noch nach Europa rechnet sich aufgrund des Aufwandes (Transportkosten, Zollformalitäten und MWSt.-Begleichung) in den allermeisten Fällen nicht.

Eine ähnliche Form der Anlage bietet die Popp AG an. Sie kauft zu gleichen Wertanteilen Gold-, Silber- und Platinbarren und deponiert diese bei einer deutschen Sparkasse. In Form von entsprechenden Fonds-Anteilen ist der Investor Teilbesitzer des Edelmetalldepots.
Aufgrund der relativ hohen Spesen eignet sich dieser Art der Anlage nur für Mittel- & Langfristanlagen.

Zusammenfassung:
Rückkaufpreisgarantie (nur bei S. Weigl)
• relativ hohe Gebühren beim Kauf, daher ist ein Traden nicht möglich/sinnvoll
• Kauf/Verkauf nur über einen Mittelsmann möglich
• Lagerung in den USA (bei Erbschaftsfällen und in Krisenzeiten sehr problematisch) (nur bei S. Weigl)
• als Anlageform (bei Sammelverwahrung) in Krisenzeiten nicht geeignet (nur bei S. Weigl)
• als Anlageform (bei Einzelverwahrung) in Krisenzeiten nur bedingt geeignet (nur bei S. Weigl)
• als Anlageform in Krisenzeiten nur bedingt geeignet (nur bei Popp AG)
• Alternativen stellen Zertifikate und Metallkonten dar
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!
 
 
 
 

Zertifikate
(Stand: 16.10.2002) 


Die in letzter Zeit immer beliebter werdenden Zertifikate auf Dax & Co oder Einzelaktien in Form von Discount-, Index- und Basket-Zertifikaten stellen seit Herbst 2001 auch für den Edelmetallinvestor eine Alternative dar.

Zertifikate sind einfach ausgedrückt börsennotierte Schuldverschreibungen. Dabei gewährt der Anleger der Bank (Emittent) einen Kredit, wobei die Forderung an die Bank durch das Zertifikat verbrieft wird.

Begonnen wurde mit der Ausgabe von "Open End"-Zertifikaten auf die Feinunze Gold und auf den Goldminen-Index (HUI). Die "Open End"-Zertifikate bilden den Basiswert (unter Berücksichtigung eines möglichen Bezugsverhältnisses) 1:1 ab. In Verbindung mit der unbegrenzten Laufzeit eleminiert der Anleger so ein zuzätzliches Risiko, außer dem Risiko der Kursschwankung des Basiswertes (einschließlich eventueller Währungsschwankungen) und partizipiert zu 100% an dessen Kursverlauf. Ferner erweisen sich unter steuerlichen Aspekten (Spekulationsfrist) und beim "Aussitzen" von möglichen Zwischenverlusten die "Open End"-Zertifikate als vorteilhafter - gegenüber Produkten mit einer begrenzten Laufzeit. Allerdings darf der Anleger nicht verkennen, daß der Emittent bei den Open End Zertifikaten ein Kündigungsrecht hat und unter der Einhaltung einer Kündigungsfrist (meist jährlich) dieses auch anwenden darf/kann.

Für besonderen Nervenkitzel sorgen die "Turbo"-Zertifikate, bei denen der Basispreis größer Null ist. Diese Umstand entfaltet einen sogenannten Hebel (analog einer Option/Optionscheines), der den Kurs des Zertifikates um einen Faktor "x" schneller ansteigen bzw. fallen läßt, als den Basiswert selbst. Das betrifft sowohl die Short, als auch die Long-Zertifikate.
Verläuft die Spekulation in die falsche Richtung und unterschreitet der Index-Kurs den festgelegten Basispreis, verfällt das Zertifikat. Damit der Investor nicht "leer" aus geht, kann (!) der Emittent vor dem Basispreis eine "Stop Loss Marke" definieren. Wird diese Marke erreicht, erhält der Anleger den Differenzbetrag (Basispreis abzgl. Stop Loss Marke) erstattet. Die Stop Loss Marke ist daher für den Investor die allerwichtigste Kennzahl.

Nachteilig für den Investor ist die Vergleichbarkeit der einzelnen Zertifikate untereinander, da leider jeder Emittent seine eigenen Gebilde kreiert. Daher muß ein Anleger im Vorfeld einer Kaufentscheidung genausten die Verkaufsunterlagen des jeweiligen Emittenten studieren.

Zertifikate sind börsennotiert und können meist in Stückelungen von einem oder einem Vielfachen davon börsentäglich (in Stuttgart, Frankfurt...) mit oder ohne Limitvorgabe spesengünstig ge-/verkauft werden. Die oftmals akzeptablen Ask/Bid-Kurse, sowie der bequeme und schnelle Onlinehandel lassen theoretisch sogar (bei größeren Schwankungen des Basiswertes) einen Intraday-Handel zu.

Zur Wertanlage für Krisenzeiten sind Zertifikate nicht geeignet, da sie laut Verkaufsprospekt keinen Lieferanspruch auf das Metall, auf die Aktie bzw. auf den Index besitzen, sondern nur einen Barausgleich (in Geldform) vorsehen. Ferner ist auch das Ausfallrisiko des Emittenten (siehe Argentinien oder Japan) gegeben, wobei bei Zahlungsunfähigkeit der Bank der Anleger leer ausgeht, da die Zertifikate nicht über den Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken abgesichert sind.

Edelmetall-Zertifikate
Der Basiswert eines Gold-, Silber- und Platinzertifikates lautet auf eine Feinunze des Metalls in US$, der am Londoner Kassamarkt ermittelt wird. Die Währungsschwankungen (Umrechnungen in Euro), sowie das Bezugsverhältnisse sind zu berücksichtigen.
Aufgrund der erwähnten Flexibilität stellen Gold-, Silber- und Platin-Zertifikate (ohne Hebeleffekt) eine interessante Alternative zu Metallkonten und ähnlichen Anlageformen dar, wobei die "end loss" Zertifikate zu bevorzugen sind.
Abweichungen in den hier beschriebenen Daten, Kennzahlen sowie Funktionsweisen können auftreten und müssen daher dem jeweiligen Verkaufsprospekt entnommen werden.

Index-Zertifikate
Bei den Index-Zertifikaten partizipiert der Anleger von der Kursschwankung des HUI-Index, der in den USA in US$ gehandelt wird. Auch hier sind Währungsschwankungen und Bezugsverhältnisse zu berücksichtigen.
Die "end loss" laufenden Index-Zertifikate sind eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu den bekannten Minenfonds und zu manch "lahmer" Aktie.
Abweichungen in den hier beschriebenen Daten, Kennzahlen sowie Funktionsweisen können auftreten und müssen daher dem jeweiligen Verkaufsprospekt entnommen werden.

Aktien-Zertifikate
Bei den Aktien-Zertifikaten partizipiert der Anleger von den Kursschwankungen der zugrundeliegenden Aktie. Neben den bereits beschriebenen Zertifikatformen, werden hier sogenannte Discount-Zertifikate, die einen "Höchstbetrag" (Cap) vorsehen, der das Kurspotential nach oben beschränkt, angeboten.
Abweichungen in den hier beschriebenen Daten, Kennzahlen sowie Funktionsweisen können auftreten und müssen daher dem jeweiligen Verkaufsprospekt entnommen werden.
 

Übersicht Zertifikate
(Angaben: ohne Gewähr, unvollständig)
Zertifikate auf...
 
ABN AMRO
BHF Bank
BW Bank
Commerzb.
Deut. Bank
Dresd. Bank
DZ Bank
UBS Warburg
Gold
long
-
657 714, 721 279
-
812 587
-
734 506
-
722 373
-
635 197
-
-
698 560
574 498
-
 
short
721 283
-
-
-
-
-
-
-
 Silber
long
-
-
812 588
-
-
-
-
637 503
 
short
-
-
-
-
-
-
-
-
Platin
long
-
-
-
-
-
684 651
-
-
 
short
-
-
-
-
-
-
-
-
Brent Crude Oil
long
-
609 085, 609 084
720 721, 721 282
-
-
-
-
-
-
-
 
short
720 722, 721 284
-
-
-
-
-
-
-
AMEX
Gold Bugs Index
(HUI)
long
687 480
528 522, 550 551
721 275, 721 276
720 538
-
-
-
-
-
-
-
 
short
622 204, 622 205
-
-
-
-
-
-
-
AMEX
Oil Index
long
687 482
721 277, 721 278
-
-
-
-
-
-
-
 
short
550 548
-
-
-
-
-
-
-
AMEX
Natural Gas Index
long
687 481
-
-
-
-
-
-
-
 
short
-
-
-
-
-
-
-
-
Goldminen-Basket
long
-
679 365
-
-
-
-
-
-
 
short
-
-
-
-
-
-
-
-
Anglogold
long
-
-
-
627 021
-
-
-
-
 
short
-
-
-
-
-
-
-
-
 Barrick Gold
long
-
-
-
627 023
-
-
-
-
 
short
-
-
-
-
-
-
-
-
 Gold Fields
long
-
-
-
-
-
-
-
-
 
short
659 873, 609 094
-
-
-
-
-
-
-


Zusammenfassung:
• einfache Handelbarkeit, enge Handelsspannen, Verwahrung im normalen Wertpapierdepot
• jedes Zertifikat hat seine speziellen Besonderheiten/Eigenschaften
• daher ist ein direkter Vergleich untereinander nicht immer möglich
• auf die Laufzeit achten (begrenzt, endlos)
• die Laufzeit der Turbo-Zertifikate ist meist sehr kurz
• der Basiswert des Zertifikates ist meist in US$, daher Umrechnungskurs beachten
• auf Stop Loss Marken, Basispreis und Cap-Grenzen achten
• als Anlageform in Krisenzeiten nicht geeignet
• Beachten sie bitte, wie bei jeder Art der Wertanlage, unsere unten stehenden Risikohinweise!

weiterführende Links:
http://zertifikate.onvista.de/  - Plattform für deutsche Zertifikate (Basisdaten, Kurse, Infos...)
http://www.zertifikateweb.de/  - Plattform für deutsche Zertifikate (Basisdaten, Kurse, Infos...)
 
 
 
 

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Wissenwertes über Geld und Edelmetalle


Geld
...ist der gemeinsame Maßstab aller wirtschaftlichen Transaktionen. Es dient als Tauschmittel, das von allen Teilnehmern einer Tauschgesellschaft als Bezahlung ihrer Güter und Dienstleistungen akzeptiert wird. Die Existenz des Geldes ist Voraussetzung für eine arbeitsteilige Wirtschaft.

Welches Geld von allen Wirtschaftsteilnehmern akzeptiert wird, wie das Geld im Detail definiert wird, ob und welchen inneren Wert es besitzt, soll hier nicht weiter untersucht werden.

Zurück zum Tauschmittel. Ein Tauschmittel sollte zunächst dauerhaft und wertbeständig sein. In einer primitiven Gesellschaft mit geringem Wohlstand könnte Weizen ausreichend "dauerhaft" sein. Sobald aber die Wertaufbewahrung bedeutsam wird, wie in einer zivilisierten und reichen Gesellschaft, muß das Tauschmittel langfristig dauerhaft sein. Diese Eigenschaften erfüllen beispielsweise Metalle.

...weitere Infos zum Thema Geld: FutureMoney.de Metalle


...werden neben ihrer Beständigkeit deshalb gewählt, weil sie gleichartig und beliebig teilbar sind. Sie können beliebig verformt, geteilt, vermischt und wieder zu einem Ganzen eingeschmolzen werden.
Silber- und GoldbarrenWertvolle Edelsteine (z.B. Diamanten und Rubine) sind zwar dauerhaft und beständig, jedoch nicht gleichartig oder beliebig teilbar. Jeder Stein stellt ein Unikat dar.

Metalle kann man in jeder gewünschten Größe transportieren. Sie verursachen keine weiteren Kosten zur Werterhaltung, sie sind weltweit bekannt und werden überall zum selben Wert akzeptiert .
Eine Immobilie hat zwar einen Wert, jedoch ist ein Transport unmöglich, eine Veräußerung nur im Ganzen möglich, kostet Unterhalt und nach 50-100 Jahren ohne Rekonstruktion fast wertlos.

Sind Metalle relativ selten, steigt der Wert pro Einheit an. Die Kombination Knappheit und hoher Wert pro Einheit erzeugt einen Luxus-Gegenstand.
Das menschliche Bedürfnis nach Luxus ist unbegrenzt und deswegen werden Luxusgüter immer nachgefragt und auch immer akzeptiert.

Ein bestimmter Luxus-Gegenstand stellt aber nicht in jeder Epoche der Menschheit ein Luxusgut dar. Weizen ist ein Luxusgut in einer unterernährten Gesellschaft, aber nicht in einer Wohlstandsgesellschaft. Zigaretten sind heute kein Luxusgegenstand, aber nach dem 2. Weltkrieg schon, denn sie waren in Europa nur begrenzt verfügbar.
 
 
 

Edelmetalle


...nur Gold, Silber und die Platinmetalle werden als Edelmetalle bezeichnet. Die Haupteigenschaft der Edelmetalle ist ihre große Beständigkeit gegenüber allen bekannten Elementen auf der Erde. Sie besitzen eine hohe Widerstandskraft gegen Korrosion und Oxydation, durch die gewöhnliche Metalle geschwächt und aufgelöst werden, sie sind dauerhaft und schwer, sowie leicht verformbar.
Die Berührung mit diesen Metallen ist angenehm, und sie erfreuen das Auge durch ihren schönen Glanz.
Goldmünzen und Goldbarren Das auf das Auge so angenehm wirkende Glänzen der Edelmetalle geht auf ein Zusammenwirken von Licht und freien Elektronen (winzige Elementarteilchen) zurück. Wird ein Elektron von Licht getroffen, nimmt es Energie auf und kann dadurch auf einer höheren, schnelleren Bahn um seinen Kern kreisen. Die neue Umlaufbahn kann jedoch nicht dauernd beibehalten werden, da sich immer wieder die Anziehungskraft des Kerns durchsetzt. Wenn das Elektron zu seiner ursprünglichen Bahn zurückkehrt, wird die von ihm aufgenommene Energie in Form von Licht abgestrahlt, was vom Auge als Glanz wahr genommen wird. Je heller die Lichtquelle ist, um so stärker erscheint der Glanz.
Die Kombination von Schönheit und Seltenheit bescherte den Edelmetallen, vor allem Gold, aber auch eine häßliche Seite. Der Kampf und die Gier nach immer mehr Gold machte auch vor einem Menschenleben nicht halt.
Mit Gold wurden Weltreiche errichtet, der Mangel an Gold brachte sie zu Fall. Ohne Gold erreichte keine Kultur eine Blütezeit.

 
 
 

Gold


...Im 4. Jahrtausend vor Christus machten ein paar ägyptische Arbeiter eine Entdeckung: Unter einer Feuerstelle war durch Zufall ein wenig im Boden enthaltenes Gold geschmolzen und hatte sich nach seiner Abkühlung in einen funkelden Brocken verwandelt. Seitdem hat sich der Reiz des gelblichen Edelmetalls - begleitet von vielen Mythen - durch die Jahrtausende bewahrt: Vom Kultgegenstand und als Totenbeigabe über Zahlungsmittel bis hin zum Mordmotiv hat Gold eine bewegte Bedeutungsgeschichte hinter sich.

Der Name Gold wurde vermutlich abgeleitet vom indogermanischen "ghel", was soviel heißt wie "blank" oder "schimmernd". Verwandte Wörter wären auch "glänzend", "gelb" und "glühend". Der griechische Begriff für Gold "chrysos" taucht heute noch in vielen Edelsteinnamen auf  (z.B.: Chrysokoll, Chrysopras,...)

Gold ist überall auf der Welt vorhanden und noch nicht mal selten. Ob auf den Kontinenten, im Meer und in uns selbst. Die Konzentrationen und die Form des Goldes sind jedoch recht unterschiedlich. Normalerweise findet man Gold in der 15 km starken Erdkruste mit nur 0,0000005 Gew. % - das entspricht einer Konzentration von 0,005 g/t. Das sind zwar schätzungsweise insgesamt 30 Milliarden (!) Tonnen Gold, jedoch lohnt sich ein Abbau aus dem wirtschaftlichen Aspekt nicht.
An der Spitze der von der Natur begünstigten Staaten steht Südafrika mit etwa 600 Tonnen geförderten Gold jährlich. Die weltweite Nachfrage pro Jahr schwankt zwischen 3.400 - 3.600 to, Tendenz steigend. Die Fördermenge von Gold, ca. 2.700 to im Jahr 2000, liegt jedoch darunter. Das Defizit an Gold kann z.Z. nur durch den Verkauf von Zentralbank-Gold ausgeglichen werden.

Edelmetall-Barren
Metallart
 jährliche Förderung (Stand: 1994)
   Gold    1.500 bis 2.000 Tonnen
   Silber    10.000 bis 15.000 Tonnen
   Platin    100 Tonnen 
   Palladium    100 Tonnen
   Eisen    500 Millionen Tonnen
   Kupfer    8 Millionen Tonnen
   Blei    3,5 Millionen Tonnen
(Daten sind nicht aktuell, nur als Vergleich dienlich)

Man schätzt, daß alles bis heute weltweit geförderte Gold (in etwa 95.000 Tonnen) noch zu über 90 % vorhanden ist. Alles Gold der Welt ergebe einen Würfel mit einer Kantenlänge von ca. 18 m.

Von der jährliche Goldförderung werden fast 80 Prozent zu Schmuck verarbeitet. Weitere Verwendung findet Gold in der Industrie, zur Münzprägung, zur Geldanlage (Notenbanken) und im Gesundheitswesen.

So betrug beispielsweise Anfang der 80-ziger Jahre der zahnärztliche Goldverbrauch in der alten BRD 32 Tonnen Gold. Dies entsprach 1/4 des auf der ganzen Welt von Zahnärzten verwendeten Goldes. Diese Zahl ist in den letzten Jahren rapide gefallen, denn es werden nicht mehr alle zahnärztlichen Leistungen voll bezahlt und zum anderen begann Keramik/Porzellanersatz Gold den Rang abzulaufen. (Goldkronen und -füllungen können bis zu 30 Jahre im Gebiss verbleiben.)

Goldhaltiges GesteinWie alle Ressourcen ist auch Gold nicht unerschöpflich. Professor Rudolf Saager von der ETH Zürich schätzt, dass mit den heute bekannten technischen Mitteln 45.300 Tonnen Gold abgebaut werden könnten. Der Löwenanteil liegt mit 18.000 Tonnen wiederum in Südafrika. Die Gesamtmenge an Gold, die überhaupt noch bergbaulich gewinnbar sein wird, schätzt Rudolf Saager auf 100.000 Tonnen.

GoldnuggetGold selbst findet man meist nicht in Rheinform an, sondern in Form von Legierungen. Bei der Verarbeitung des Goldes nutzt man die Vorteile von Legierungen aus. Die geringe Härte des Gold kann man so umgehen und erreicht eine Veränderung der Farbe, des Schmelzpunktes, der Dichte und der Zugfestigkeit.

Wichtigste Legierungsmetalle des Goldes sind sogenannte "Buntmetalle" wie Kupfer und Nickel. Legierungen mit Palladium- und Nickelanteil ergeben dann das sogenannte Weißgold.
Das chemische Symbol "Au" stammt aus dem lateinischen und bedeutet "aurum" (= Gold). Im Periodensystem steht Gold als Element in der ersten Nebengruppe, mit der Ordnungszahl 79.

 

Eigenschaften von Gold:

chemische Symbol   Au
Ordnungszahl 
 79 
relative Atommasse   196,96655
Bruchdehnung   24 - 50%
Schmelzpunkt   1064,43 °C
Siedepunkt 
 2808 °C
Dichte   19,32 g/cm³
Hauptwertigkeit   lit
Härte (Mohs)   2,5 - 3
Brinellhärte   18,5
Zugfestigkeit   131 N/mm2
 Atomradius   144,2 pm

Gold ist sehr beständig gegenüber Chemikalien (Säuren, Laugen).
Es gibt jedoch Ausnahmen, wie Königswasser (Gemisch aus Salzsäure & Salpetersäure). Weitere Eigenschaften von Gold ist die sehr gute elektrische Leitfähigkeit und Dehnbarkeit. Es läßt sich auf Grund seiner geringen Härte (2,5 bis 3) sehr leicht bearbeiten und ist auch extrem dehnbar.

Ein kleines Beispiel:
· Gold kann zu einem Goldblatt von 1/10.000 mm Stärke verarbeitet (gehämmert) werden.
· 1 Unze Gold (31,1 g) kann, ohne zu reissen, zu einem Faden von 56 Kilometer Länge ausgezogen werden.

Blattgold

Maßeinheit von Gold:
Das Goldgewicht wird in "Troy Unzen" angegeben (1 Troy Unze = 31,1035 Gramm). Im asiatischen Ländern gibt es noch die Maßeinheit "Tolas" bzw. "Tael".
Außer dem Gewicht wird noch die Reinheit des Goldes angegeben. In der Fachsprache nennt man dies "Feinheit". Die Feinheit gibt den Anteil des reinen Edelmetalls am Gesamtgewicht in Tausendstel an.

Die Farbgebung des Goldes sagt dabei nichts über den Feingehalt aus, da dies durch den Einsatz unterschiedlicher Legierungen beeinflußt werden kann.

Eine 2 Möglichkeit die Feinheit anzugeben ist die Angabe in Karat. Die Karat-Angabe (nur) bei Gold ist jedoch nicht identisch mit der Karat-Angabe bei Edelsteinen, da es sich hierbei um eine Gewichtsangabe (1 Karat = 0,2 Gramm) handelt.

Feinheit
Goldanteil
entspricht Karat
 999,9 (= 1000)  = 99,9% reines Gold  = 24 Karat
 917  = 91,7% Gold  = 22 Karat
 750   = 75,0% Gold   = 18 Karat
 585  = 58,5% Gold  = 14 Karat
 416  = 41,6% Gold  = 10 Karat
 375   = 37,5% Gold   =  9 Karat
 333  = 33,3% Gold  =  8 Karat

 

Legierungen
Durch die Beimischung anderer Metalle erhält man Legierungen, die eine höhere Härte besitzen und billiger sind:


Rotgold:   33,3-58,5% Gold, bis 30% Kupfer und 35% Silber 
 Weißgold:   65-80% Gold und 35-20% Palladium, oder 
 33,3-75% Gold, bis 66,7% Nickel, bis 10% Kupfer und Zinn 
Münzgold:   enthält in der Regel 90% Gold und 10% Kupfer. 
 Es gibt aber auch Münzen aus reinem Gold (99,99%)

Ferner gibt es vorallem in der Zahnmedizin unzählige Legierungsformen. Eine gute Übersicht findest man auf der Homepage von DegussaDental.de.
 

Goldauflagen
Gold ist nicht gleich Gold. Oftmals werden weniger wertvolle Materialien mit einer Auflage aus Gold versehen, sie werden "vergoldet". Die Kunst des Vergoldens geht bis ins Altertum zurück.
Es werden zwei Verfahren angewendet: die mechanische und die galvanische Aufbringung von Goldauflagen.

A.) Das mechanische Plattieren und Vergolden
Beim mechanischen Plattieren wird eine dünnere Goldplatte auf eine dickere Trägermetallplatte aufgewalzst. Daher kommt auch der Name "Walzgold".
Beispiel: Bei Schreibgeräten besteht das Trägermetall meistens aus Messing. Durch Hitze und Druck verbindet sich das Gold bzw. die Goldlegierung untrennbar mit dem Trägermetall.

B.) Das galvanische Plattieren und Vergolden
Beim Galvanisieren wird das fertig geformte und bearbeitete Teil in eine wäßrige Metallsalzlösung (Elektrolyt) getaucht und mit dem negativen Pol einer Gleichstromquelle verbunden. Das Teil ist damit "kathodisch" geschaltet und wird "Kathode" genannt. In einem bestimmten Abstand von der Kathode wird das Gold in den Elektrolyten getaucht und mit dem positiven Pol einer Gleichstromquelle verbunden. Es ist damit "anodisch" geschaltet und heißt "Anode". Wenn jetzt der Gleichstrom angeschlossen wird und fließt, geht das Metall der Anode als Metall-Ion in Lösung und wird von der Kathode angezogen. Dort nimmt es Elektronen auf und setzt sich als Metall auf der Kathode ab. Die Auflagenstärke ist überall gleichmäßig stark und läßt sich genau steuern.

 

Golddoublé
Goldplattiert
Vergoldet
Der Feingoldgehalt (999,9) beträgt mind. 10 Tausendstel des Gesamtteiles.
Auf 1 kg entfallen mind. 10 g Feingold.
Der Feingoldgehalt (999,9) beträgt mind. 3 Tausendstel des Gesamtteils.
Auf 1 kg entfallen mind. 3 g Feingold.
Der Feingoldgehalt (999,9) beträgt weniger als 3 Tausendstel des Gesamtteils.
Auf 1 kg entfallen weniger als 3 g Feingold.

Der Feingoldgehalt wird in "Millième" (1 Millième = 1/1000 der Gesamtmasse) gemessen.
Die Auflagenstärke (Gold oder Goldlegierung) wird in "Mikron" (1 Mikron = 1/1000 mm) gemessen.
Laut Gesetz darf der Feingoldgehalt von Auflagen weder in Tausendstel noch in Karat gestempelt werden.
 

Gewinnung/Förderung
Der Fachmann unterscheidet bei Gewinnung/Förderung von Gold zwischen Berggold und Seifengold.
Das Berggold findet man in Quarzgängen, begleitet von Flyrit FeS, und anderen Sulfiden. Diese Lagerstätten bezeichnet man als  primärer (= ursprünglich). Die Quarzgänge weisen in der Regel einen Goldgehalt von ca. etwa 0,001 % auf. Ein Abbau der Goldvorkommen ist in der Regel bei einer Goldkonzentration >2,5 g/t wirtschaftlich sinnvoll. Die Goldkonzentration von maximal 5-25 g/t erreicht man, indem man das Gestein um die Quarzbänder mit abbaut. Große primäre Goldvorkommen findet man in: Australien, USA, Rußland, Rhodesien, Mexiko und Neuguinea.
Den technischen Ablauf der Goldförderung kann man auf der Seite "Gewinnung von Gold" nachlesen.

Das Seifengold entsteht bei der Verwitterung des primären Goldvorkommen. Durch die naturbedingten Witterungseinflüsse wird das Geröll hautsächlich durch Wasser weggespült und lagert sich entweder in reiner Form oder in Verbindung mit anderen Substanzen in Bäche und Flüssen ab.
Diese Lagerstätten bezeichnet man als sekundäre (= zweite) Lagerstätte.
Goldseife oder Waschgold sind zwei weitere Bezeichnungen für Seifengold.
Das Gold findet man in Form von Staub oder Körnern (= Nugget) vor.

Riesennuggets sind der "Holtermann Nugget" aus Australien, der im Oktober 1872 gefunden wurde und 214,32 kg wog. Den zweiten Platz nimmt ein Nugget aus Chile ein, der über 153 kg wog.

Große sekundäre Goldvorkommen findet man in: Alaska (Clondike-Distriktin), Rußland (Sibirien, Ural) und Australien. Klangvolle Namen in der Vergangenheit waren auch Vorkommen im Rhein und in Sacramento (USA).

Eine Sonderform des Seifengoldes findet man in Südafrika (Transvaal) vor. Die losen Gold- und Geröllablagerungen haben sich wieder zu Konglomeraten von Gesteinscharakter verhärtet. Der vorhandene Sand ist durch Schwefelzufuhr in Pyrit verwandelt.
Die Ausbeutung dieser sekundären Goldvorkommen ist nur im Bergbau möglich. Dabei wird Gold mit modernsten Bergwerkstechniken gewonnen. Um etwa 10 Gramm Gold zu gewinnen, müssen ca. 1.000 kg Gestein aus der Tiefe gefördert werden. Durch Zermahlen und Hinzufügen von Wasser entsteht ein feiner Schlamm, dem auf chemischem Wege (Cyanidlösung) das Rohgold entzogen wird.
Es folgen noch Schmelzvorgänge und ein elektrochemisches Verfahren, bevor das Gold den für technische Anwendungen üblichen Reinheitsgrad von 99,99% erreicht.

Erwähnenswert wäre noch, daß die Bergwerkstollen in Südafrika zu den tiefsten der Weit gehören. Den Rekord stellt derzeit die Mine von "Western Deep Levels" in Caritonville mit einer Schachtsohle von 3.840 m auf.
 

Erzförderung vor 100 Jahren Goldmine heute

 

Weiterverarbeitung & Handel

Das Edelmetall wird zur Verarbeitung in Metallbarren gegossen.
Ein Standardbarren Gold wiegt rund 400 Unzen, also ca. 12.5 kg. Auf den Barren werden die Feinheit, die Marke des Herstellers und die Barrennummer eingestanzt sein.
Die Feinheit muss bei Gold mindestens 995 erreichen, bei Silber 999 und bei Platin und Palladium 999.5. Die Barrennummer dient zur Identifikation jedes Barrens und wird vom Produzenten in einem Verzeichnis eingetragen.
Einige Standardbarren landen in den Tresoren der Notenbanken, die meisten werden jedoch zur Weiterverarbeitung eingeschmolzen.
Es entstehen Kleinbarren (mit 1 kg, 100 g, 1 oz... Gewicht), Plättchen für die Münzprägung und Granulate für die Schmuckindustrie.

(Granulatherstellung: Das flüssige Metall wird durch ein Sieb ins Wasser gegossen. Dadurch entstehen kleine Granulate mit einem Durchmesser von einigen Millimetern.)

Gießen eines Barrens
Granulate, Plättchen und Barren
Barrengold
Goldbarren im Tresor der Zentralbank

 

Handel
Die Preise für Edelmetalle werden täglich an den Finanzmärkten der Welt ermittelt. Die wichtigsten Handelsplätze für Gold sind Zürich, London (International Financial Futures Exchange = Liffe), Hongkong und New York. In New York befinden sich vier unabhängige Terminbörsen in einem gemeinsamen Börsensaal im World Trade Center. Von Bedeutung sind hier die Commodity Exchange "COMEX", die grösste Edelmetallbörse der Welt (Gold und Silber) und die New York Mercantile Exchange "NYMEX" (Energiekontrakte und Platin).
 
Goldmarkt
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
Industrieverbrauch
2.823
3.157
3.004
3.034
3.280
3.322
3.890
3.709
3.970
 
Minenproduktion
2.168
2.251
2.309
2.296
2.273
2.357
2.464
2.555
2.550
 
Angebot aus Recycling
463
467
553
593
623
640
611
1.098
650
 
Defizit**
-192
-439
-142
-145
-384
-325
-815
-56
-770
 

Anmerkung: alle Angaben in Tonnen, Industrieverbrauch = Schmuck, Elektronik usw.

  * 1998: staatliche Goldsammelprogramme Südkoreas, Thailand und Indonesiens
** Daneben besteht ein Grauer Markt mit einem Nachfragevolumen von ca. 300 t pro Jahr.
Nicht berücksichtigt ist die private Nachfrage für Investitionszwecke, z.B. Goldbarren, Krügerrand usw.
Quelle: GFMS, London

Silber


Silber (chemische Symbol Ag) ist das am häufigsten vorkommende Edelmetall, jedoch ist es mit nur 0,00001 Gew. % am Aufbau der Erdkruste beteiligt (= Konzentration von 0,1 g/t). Der Name "Silber" (lateinisch "argentum") kommt aus dem altnordischen Sprachraum und bedeutet "licht", "hell", "weiß".

Wie Gold so ist auch Silber ist seit vielen Jahrtausenden der Menschheit bekannt. Es ist weicher als Kupfer, aber härter als Gold, sehr dehnbar, und es läßt sich gut polieren. Von allen Metallen leitet es Wärme und Elektrizität am besten.
 

Förderung
Silber wird im Bergbau zu ungefähr 75 % als Nebenmetall (zum Beispiel bei der Goldförderung) gewonnen und kommt daher fast nie in Reinform, sondern immer in Form einer Legierung mit anderen Metallen vor.

Das häufigste Silbererz ist der Silberglanz, auch Argenit genannt (Ag2S). Andere Zusammensetzungen wären Dycrasit (Ag3Sb), Proustit (Ag3AsS3), Tennantit ((Cu, Fe, Ag)12 As4S13), Stephanit (Ag5SbS4) und Pyrargyrit (Ag3SbS3). Bleierze, z.B. der Bleiglanz enthalten immer geringe Mengen Silber.

Die weltweite Nachfrage pro Jahr beträgt ca. 800 Millionen Unzen Silber. Dem gegenüber steht ein Silberangebot von etwa 650 Millionen, das sich grob aus 3 Teilbereichen zusammensetzt. 200 Mio. Unzen werden aus dem recyelfähigen Material (das vorallem aus der Fotoindustrie stammt) wiedergewonnen, 300 Mio. Unzen werden bei der Erzförderung (Kupfer, Blei, Gold, Zink) als Kuppelprodukt (Beiprodukt) gefördert und die restlichen 150 Mio. Unzen stammen aus reinen Silberbergwerken.

Das seit ca. 1990 bestehende jährliche Defizit von etwa 150 Millionen Unzen (schwankend) kumuliert, ergibt etwa 1 Milliarde Unzen Silber. Dieses fehlende Silber ist in den letzten 11 Jahren aus Lagerbeständen definitiv verbraucht worden.
Amerika hatte aus der Zeit der Silberdeckung des Dollar noch eine Reserve von 3 Milliarden Unzen Silber, die in den letzten 30 Jahren aufgebraucht worden. Im Herbst 2000 wurden angeblich die letzten Unzen Silber aus der Reserve an die Münzprägestätte (für den American Silber Egale) geliefert.

Die Silbernachfrage steigt mit etwa 4-5% p.a. Das Angebot stagniert bzw. geht zurück, die Lücke bleibt also bzw. wird größer. Bei der Comer liegen noch etwa 90 Millionen Unzen (Jahr 2000), ansonsten sind die Lager leer und physisches Material müsste eigentlich im Jahr 2001 knapp werden.
 

Top 10  Produktion 2000 - Länder
(in Millionen Unzen)
   1.   Mexiko 88.2 
   2.   Peru 78.4 
   3.   Australien 66.2 
   4.   Untief Staates 63.3 
   5.   IS 51.3 
   6.   China 48.2 
   7.   Canada 37.7 
   8.   Chile 37.6 
   9.   Roland 36.7 
  10.   Bolivien 14.1 
Top 10  Produktion 2000 - Firmen
(in Millionen Unzen)
  1.    Industrie Peñoles   Mexiko   44.7 
  2.   KGHM Polka Miez   Roland 36.0 
  3.   BH Minerals   Australien 32.5 
  4.   Gruppe Mexiko   Mexiko 23.2 
  5.   Homestake Mining   USA 14.7 
  6.   Rio Tinte Pl.   Untief Kingdom 14.4 
  7.   Cominco Ltd.   Canada 13.3 
  8.   MIM Holdings   Australien 12.7 
  9.   Echo Ba Minis Ltd.   USA 12.3 
 10.   Cour d'Alene Minis   USA 11.7 

 

Maßeinheiten und Legierungen
Das Silbergewicht wird in Trog Unzen angegeben: 1 Trog Unze = 31,1035 Gramm

Analog wie beim Gold gibt die "Feinheit" den Anteil des reinen Edelmetalls am Gesamtgewicht in Tausendstel an. Allerdings spricht man bei Silber nicht von Karat.
Die Legierung 925/000 wird auch als Sterling-Silber bezeichnet.
Feinheit Silberanteil (Legierungsmetall meist Kupfer)
 999 (=1000)  = reines Feinsilber 
 925  = 925 Teile Feinsilber und 75 Teile Legierungsmetalle
 835  = 835 Teile Feinsilber und 165 Teile Legierungsmetalle
 800  = 800 Teile Feinsilber und 200 Teile Legierungsmetalle

 

Eigenschaften von Silber
Durch das Legieren mit Zusatzmetallen (z.B. mit Kupfer) erlangt das verhältnismäßig weiche Silber seine bekannte Härte und Widerstandsfähigkeit bei Gebrauchsgegenständen.
In früheren Jahren waren die in Deutschland erzeugten Silberwaren fast ausschließlich in 835 ausgeführt. Im Allgemeinen werden die Silberwaren (z.B. Bestecke) heute überwiegend in 925 ("Sterling-Silber" oder "Massiv-Silber") gefertigt.
 

chemische Symbol   Ag
Ordnungszahl 
 47
relative Atommasse   107,8682
Schmelzpunkt   961,93 °C
Siedepunkt 
 2163 °C
Zugfestigkeit   137 N/mm2
Dichte   10,5 g/cm³
Atomradius   144,5 pm
 Härte (Moos)   2,7

Die markanten Eigenschaften von Silber machen es praktisch unmöglich, dieses in der Industrie durch ein anderes Metall zu ersetzen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, daß die industrielle Nachfrage seit 1950, aber besonders in den neunziger Jahren, stark angestiegen ist.
 

  gut verformbar (bis zu 0,0002 mm Dicke)
  beständig gegenüber Metallermüdung
  Korrosionbeständig
  katalanische Eigenschaften
  bester Wärmeleiter unter den Metallen
  bester ekelt. Leiter unter den Metallen
  hohe Dehnfestigkeit
  beständig gegen Abnutzung
  hohe Funktionslebensdauer; 
  reflektiert Licht zu 98%
  Legierungen möglich
  medizinische Infektionverwendung 

Anwendungsbereiche sind die Fotoindustrie (Kameras, Filmentwicklung,..), die Elektroindustrie (Batterien, Kondensatoren, Chips,...), die chemische Industrie (Katalysatoren,...) und in anderen Bereichen (Legierungen, Beschichtungen,...) verwendet.
Der prozentuale Silberanteil eines Produktes ist jedoch sehr gering. Das hat zur Folge, daß ein Preisanstieg bei Silber, egal wie hoch, prozentual gesehen eine sehr geringe Auswirkung auf den Endpreis eines Produktes hat. Auf der anderen Seite verhindert der geringe Silberanteil eine sinnvolles recyceln von Silber und so geht ein Großteil des Silbers (ähnlich wie bei Platin und Palladium) für immer verloren.
Dieser Umstand unterscheidet uns ganz wesentlich zum Gold. Gold wird zwar ebenfalls in der Industrie verarbeitet, praktisch ist jedoch fast alles geförderte Gold seit der Antike noch vorhanden.
 

Silber in der Medizin
In der Medizin wird Silber vor allem wegen seiner bakterientötend und hygienischen Eigenschaften verwendet.
Die bakterientötende Wirkung beruht auf der Bildung einer dünnen Silberoxydschicht, die beim Kontakt von Silber mit dem Sauerstoff in der Luft zu entsteht. Diese mit bloßem Auge unsichtbare Schutzschicht (AgO2) ist in geringen Mengen wasserlöslich und nur ein Molekül dick. Die dabei freiwerdenden Silber-Ionen haben eine fungizide (pilz- und sporentötende), sowie antiseptische (erregertötende) Wirkung. Bakterien und Keime aller Art werden dadurch völlig unschädlich.
Der Kenntnis dieses Phänomens bedient sich Wissenschaft und Medizin bereits seit langer Zeit, z.B. für Chirurgische Instrumente. Verblüffend ist auch, daß sich mit 2 Gramm Silber etwa 1 Million Kubikmeter Wasser sterilisieren lassen.
 

nachteilige Eigenschaften von Silber
Schwefelwasserstoff H2S und andere Schwefelverbindungen, die in unserer Luft enthalten sind, greifen Silber an. Dies führt bei Zimmertemperaturen zu einer allmählichen Schwarzfärbung des Silbers, das sogenannte "Anlaufen von Silber". (2 Ag + H2S   =>   Ag2S + H2)
Aufgrund der hohen Polierfähigkeit von Silber kann dieser Nachteil durch das Abreiben mit einen Tuch beseitigt werden.
Das Anlaufen von Silber kann durch luftdichtes lagern oder mit dem Überziehen einer Schutzschicht verhindert werden. Ein bekanntes Verfahren ist das "Rhodinieren", bei dem das Silber mit einer dünnen Rhodiumauflage versehen wird. (Nachteil: der typisch weiche Schimmer geht zum Teil verloren.)
Wird Silber dagegen täglich gebraucht (Münzen, Besteck, Schmuck,...), dann wird es immer heller und strahlender.
 

Neusilber (Alpaka)
Die Legierung Neusilber verdankt ihren Namen dem silberartigen Aussehen, das durch den Nickelanteil erreicht wird. Ansonsten hat Neusilber überhaupt nichts mit Silber zu tun, besteht es doch zu 45-67% aus Kupfer, 10-26% aus Nickel und 12-45% aus Zink.
 

Der Silberhandel
Silber wird fast rund um die Uhr gehandelt.

Handelsplätze für Silber

 

Spekulanten?
Einer der erfolgreichsten Anleger aller Zeiten, Warren Buffett, begann am 25. Juli 1997 Silber aufzukaufen, eine Woche nachdem der Preis auf den tiefsten Wert seit vier Jahren bei 4,145 Dollar die Unze abgesackt war. Bis Januar 1998 hatte er so 129,71 Mio. Unzen Silber (entspricht ca. 20% der weltweiten Jahresproduktion) Silbermünzenerworben. Buffett offenbarte sich als Aufkäufer am 3. Februar 1998. Am nächsten Tag schoß der Silberpreis in die Höhe, zunächst auf den höchsten Stand seit neun Jahren bei 6,615 Dollar und zwei Tage später bis auf 7,50 Dollar je Unze.
Neben Buffett haben auch Georg Soros und Microsoft-Gründer Bill Gates bis heute beachtliche Summen in Silber bzw. Silberaktien (z.B. Apex Silber, Pan American Silver) investiert.
Interessant ist ferner, das Buffett über seine Investmentgesellschaft "Berkshire Hathaway Inc." stets langfristige und sehr erfolgreiche Transaktionen tätigte. Die alljährlichen Defizite in der Silbernachfrage und die nunmehr leeren Silberlager der Metallhändler (z.B. der New York Mercantile Exchange, die aus Tradition noch immer als "Comex Bestände" bezeichnet werden) könnten Buffett & Co. recht geben.

 

...weitere Infos zum Thema Silber:
     - allgemein: Medizin/Zahntechnik:
     - in englischer Sprache: http://www.silverinstitute.org/

 
 
 
 
  Platin


Platin ist heutzutage das teuerste Edelmetall. Der Wert des Platins ist jedoch erst seit knapp 200 Jahren bekannt; vorher konnte man mit den silbrig weißen Metallfunden nichts anfangen. Mehr noch, die Goldsucher in den südamerikanischen Anden ärgerten sich darüber, daß "platina" (kleines Silber) ihre Goldfunde verunzierte, und sie warfen das ihnen unbekannte Metall in die Erde zurück.

Fälscher nahmen das, wie sie meinten, "unnütze", aber schwere Metall, um Münzen und Barren herzustellen, die dann mit einem Goldüberzug versehen als reines Gold verkauft wurden. Als der Schwindel aufflog, rollten einige Köpfe, und die vermeintlich "wertlosen" falschen Münzen wurden kurzerhand im Meer versenkt.

Erst als um 1800 Chemiker herausfanden, daß Platin ebenso unzerstörbar wie Gold und Silber ist, erkannte man in dem bis dahin wenig geschätzten Metall das hochinteressante und sehr seltene Edelmetall.

Platin kam in Mode. Die schönsten Edelsteine und Kronjuwelen erhielten mit einer Fassung aus Platin einen edlen Rahmen; 1908 wurde der berühmte 516 Karat schwere "Star of Africa" in einer Platinfassung am britischen Königszepter angebracht; ebenso ruht der legendäre "Kohinoor" des englischen Kronschatzes in Platin. Platin ist das seltenste Metall auf der Erde und ca. fünfmal so teuer wie Gold. Es wird als kleine Nuggets gefunden oder in Verbindung mit anderen Erzen. Platin ist extrem schwer. Ein Würfel mit 10 cm Kantenlänge - das entspricht der Form eines Notizwürfels - wiegt 21,5 kg, also fast einen halben Zentner.

Platin ist ein sehr geheimnisvolles Edelmetall, und es dauerte lange, bis Wissenschaftler allen Geheimnissen auf die Spur kamen. Sie fanden heraus, daß im Platin selbst andere Metalle verborgen sind, die wir heute als "Platinmetalle" kennen. Aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften werden auch die Platinmetalle zu den Edelmetallen gezählt.

Platin in reiner Form ohne Bestandteile von Platinmetalle ist sehr weich. Damit Platin seine extreme Festigkeit erhält, braucht es "seine" Platinmetalle. In der Legierung reichen bereits 50 Teile von 1000 aus, um Platin z.B. zu Schmuck verarbeiten zu können. Ein Schmuckstück aus "echtem" Platin trägt den Stempel 950 Pt.

Jährlich werden heute ca. 30 Tonnen Platin gefördert. Wegen seiner Fähigkeit, große Mengen Wasserstoffgas aufzunehmen, hat es große Bedeutung in sogenannten Hydrierkatalysatoren (Fahrzeugindustrie).
Zusammen mit Iridium bildet es ausgesprochen harte und temperaturresistente Legierungen. Aus einer Platin-Iridium-Legierung bestehen beispielsweise wichtige Eichmaße wie das Pariser Urmeter oder das Prototyp-Kilogramm. Platinlegierungen werden unter anderem auch für Schmelztiegel, Elektroden, Spinndüsen oder in der Zahntechnik verwendet.

 

Palladium


Sein Name verdankt Palladium dem ebenfalls 1802 entdeckten Planetoiden "Pallas". Man findet es als Beierz bei Platin- und Silbererzen, teilweise auch bei Golderzen an. Hauptförderländer sind Rußland und Südafrika.

Der Umstand, daß alle Metalle der Platingruppe ähnliche chemische Eigenschaften aufweisen, war es in der Vergangenheit sehr schwer, Palladium in Reinform zu gewinnen. (Im Jahre 1913 wurden ganze 67 kg gewonnen.)
Palladium besitzt das chemische Symbol Pd im Periodensystem, ist das leichteste aller Edelmetalle, besitzt einen helleren Glanz als Silber, eine Dichte von 12 g/m³, ist sehr weich, hat mit 1.555°C den niedrigsten Schmelzpunkt und findet hauptsächlich in der Elektronikindustrie Verwendung.

Heutzutage werden zwischen 25 und 100 Tonnen Palladium weltweit gefördert. Palladium bildet sehr leicht Legierungen und wird als Silber-Palladium-Metall in der Zahntechnik eingesetzt. Hauptsächlich wird es wegen seines Verhaltens gegenüber Wasserstoff in sog. Hydrierungskatalysatoren (siehe auch Platin) verwendet.
 

Rhodium


Rhodium wurde nach dem griechischen Wort "rhodon" = Rose benannt. Das 1802 entdeckte Metall ist das seltenste und teuerste aller Metalle überhaupt. Es dient z.B. als Oberflächenschutz von anderen Metallen, um sie vor dem Anlaufen zu schützen. Man nennt dieses Verfahren "Rhodinieren".
 

Iridium, Osmium, Ruthenium


sind weiter Metalle die zur Platingruppe gehören...
 

Edelsteine


sollen nur der Vollständikeit erwähnt werden...
 
 

 
 





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