George Soros (Jhg. 1930)

George Soros


George Soros (Jhg. 1930)

Amerikanisch-ungarischer Großinvestor und erfolgreichster Spekulant der Welt



Biografie


Nachname: Soros
Vorname: George
Geburtsdatum: ca. 1930
Geburtsort: Budapest (H)
Sternzeichen: Steinbock 22.12 - 20.01

George Soros wurde im August 1930 als Sohn eines jüdischen Anwalts in Budapest geboren.

George Soros wuchs unter armen Verhältnissen in Budapest auf, dennoch besuchte er die höhere Schule, die er mit dem Abitur beendete. Während der Verfolgung durch die Nationalsozialisten versteckt er sich im Speicher des Elternhauses.

Im Jahr 1947 emigrierte der Siebzehnjährige aus dem kommunistischen Ungarn nach England. Dort begann er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Prestigeuniversität London School of Economics, das er im Jahr 1955 abschloss.

Im Jahr 1956 reiste er nach New York und arbeitete zunächst bei einem Reinigungsdienst der Wall Street, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Schon kurze Zeit später fand er eine Anstellung bei einer kleinen Handelsbank, bei der er erste Erfahrungen im Finanzgeschäft sammelte.

Soros, der überaus ehrgeizig war und komplexe Zusammenhänge in kürzester Zeit lernen und weitergeben konnte, wurde schon nach wenigen Monaten in die Abteilung der Wertpapieranalyse berufen. Dort lernte er auch seinen späteren Partner Jim Rogers kennen, mit dem er sich im Jahr 1968 selbstständig machte.

Im Jahr 1969 kauften sie mit einem Startkapital von vier Millionen Dollar einen Vermögensfonds, der den Namen "Quantum" erhielt. Durch die extreme Risikobereitschaft und die Kompetenz der Betreiber entanden nach kurzer Zeit überdurchschnittliche Renditen, die den "Quantum-Fonds" schon nach wenigen Monaten an die Spitze der erfolgreichsten Investments der USA brachte. Der "Quantum-Fonds" verwaltete im Jahr seiner Auflösung im Jahr 1988 über 15 Milliarden US-Dollar.

Seit Anfang der 80er Jahre galt Soros Interesse dem Ostblock. Dort gründete er zahlreiche Stiftungen wie die "Open Society Foundation", die er regelmäßig mit gigantischen Summen unterstützt und fördert.

Im September 1992 handelte George Soros das britische Pfund gegen die englische Zentralbank. Bei diesem riskanten Währungsgeschäft gelang es ihm, die Währung buchstäblich aus den Angeln zu heben. Soros verdiente in einer Nacht über 1,4 Milliarden US-Dollar.

Als Fonds-Manager gelangte Soros 1994 auf den Gipfel seines Ruhms. Wer dem Hedge-Fonds-Manager 1969 bei der Gründung des Quantum Fund 100,000 Dollar anvertraut hatte, besaß 25 Jahre später 150 Millionen Dollar.

"Das Spekulieren ist eine äußerst kraftraubende, anstrengende und ermüdende Tätigkeit."
"Ich gehe gewaltige Risiken ein, ich muss enorme Spannungen und viel Stress aushalten. Das ist keinSpaß."
"Ich war ein menschliches Wesen, bevor ich Hedge-Fonds-Manager wurde."

Seither wird Soros Einfluss auf Indices und Währungen genau beobachtet. Vor allem Soros Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind dabei von höchstem Interesse.

In Argentinien kaufte er ein Grundbesitz von rund 400.000 Hektar zur Viehzucht von über 100.000 Rindern. Darüber hinaus ist er an einigen Hotels und zahlreichen internationalen Unternehmen beteiligt. Soros investierte in Mexiko-City 1,3 Milliarden US-Dollar in den Bau eines gigantischen Geschäfts- und Wohnkomplexes.

Georges Soros Unterstützungen und soziale Einrichtungen haben sich mittlerweile auf über 25 Länder und Staaten ausgeweitet und beinhalten neben der Welthungerhilfe auch Themen wie die Krebs-Forschung oder die aktive Sterbehilfe. Soros wurde durch seine Finanzaktionen der Verfall mehrerer nationaler Währungen und die Schädigung ganzer Volkswirtschaften zugeschrieben. In Malaysia sehen Beobachter Soros beispielsweise als Urheber der Asienkrise im Jahr 2000.

In den letzten Jahren trat George Soros verstärkt auch publizistisch in Erscheinung. In einem seiner Schriften warnt er sogar vor der "Krise des globalen Kapitalismus". Soros` Fund Management verwaltete im Jahr 2002 rund zwölf Milliarden Dollar.



Karriere


Der Ungar studierte nach seiner Flucht vor den Kommunisten aus Budapest in London Karl Poppers "Offene Gesellschaft und ihre Feinde". Als Broker und Analyst verschiedener Effektenhäuser faßte der 26jährige in den USA fuß. Er macht sich mit seinem Partner Jim Rogers selbständig und übernahm einen Vermögensfonds, den er als "short-seller" zum Quantum Fonds, der schon damals durch seine stürmische Wertentwicklung beeindruckte. Mit seinen hochriskanten Hedge-Funds spekulierte er auf kurzfristige Entwicklung. Heute verwaltet die Soros Fund Management sechs 70 Milliarden schwere offshore Hedge-Funds.

Bei einem Hearing über die internationale Wirtschaftskrise vor dem Komitee für Banken des amerikanischen Kongresses forderte der gefürchtete Investor und Spekulant Eingriffe in den Kapitalmarkt, warnte vor einem Zusammenbruch des globalen Finanzsystems und - als dessen Folge - vor dem des internationalen freien Handels, wenn man weiterhin der kapitalistischen Ideologie des freien Marktes folgt. "Täglich werden auf den weltweiten Finanzmärkten Hunderte Milliarden Dollar hin- und herbewegt. Keine Regierung kann das Treiben kontrollieren."



Erfolgsstrategien:

"Short-Seller" - verkauft Aktien, die er nicht besitzt auf Termin, in der Hoffnung, sie am Stichtag billiger als zu seinem Verkaufskurs erwerben zu können. Scharfer Sinn für Marktenwicklung, glückliches Timing Risikobereitschaft. Blitzschnelle Korrekturen bei Fehleinschätzungen.

Devise: "Es zählt nicht, ob du richtig oder falsch liegst, sondern wieviel du verdienst, wenn du richtig liegst."

Handelte gegen den Grundsatz: "spekuliere nie gegen die Zentralbank" und verdiente auf eine Abwertung des britschen Pfund im Europäischen Währungssystem 1992 eine Milliarde Dollar.

Soros warnt: "Wenn Leute wie ich ein Währungsregime stürzen können, stimmt etwas mit dem System nicht ... Die Zentralbanken müssen reagieren, und oft sind sie damit überfordert."



Zitate:

"Ich glaube nicht, daß der Euro genauso stark sein wird wie die D-Mark."

"Die Summen, die an den Börsen täglich bewegt werden, sind fast doppelt so hoch wie die Währungsreserven aller Zentralbanken. Staaten müssen sich dieser Macht beugen, ob sie wollen oder nicht; schließlich finanzieren sie über den Kapitalmarkt ihre Schuldenlast. Die Staaten sind erpreßbar geworden."

Wer ist der Megaspekulant, der die Bank von England auf die Knie gezwungen hat? Er ist Philanthrop und Philosoph, Großinvestor und Manager, Akteur in der Wirtschafts- und Finanzkrise Asiens (außer Malaysia, nachdem er von Malaysias Premierminister Mahathir für die asiatische Finanzkrise verantwortlich gemacht wurde). Die Auslösung der Rubelkrise 1998 soll auch auf seine Kappe gehen. Er unterbreitete Margret Thatcher und George Bush Vorschläge zur Gestaltung der weltwirtschaftlichen, Finanzbeziehungen; er sprach vor dem US-amerikanischen Kongreß. »Das kapitalistische Weltsystem ist von Finanzkrisen erschüttert und buchstäblich am Auseinanderbrechen. ... ich bin fest überzeugt, daß wir grundlegende Veränderungen brauchen.«

Als erster kapitalistischer Dissident machte Soros auf westlichen Finanzmärkten Milliarden und investierte sie in die postkommunistischen "Red Empire"-Länder. Über verschiedene Stiftungsnetzwerke und -organisationen versucht der "Mann mit der Midas-Hand" fast die halbe Erdkugel zu einer neuen Marktwirtschaft zu reformieren. Die Stiftung unterstützt Ausbildung in Recht, Medien, Kultur und Internet. George Soros hat Visionen - "weil die Welt ohne solche Träume ein trostloser Ort wäre". Man denkt, daß er mit seinen Stiftungen allmählich und heimlich ein osteuropäisches Medienmonopol errichten will und wundert sich über soviel Menschenfreundlichkeit und Sendungsbewußtsein.

Es scheint, als wolle der mächtige Soros mit seinem pragmatisch-philantrophischen Engagement seine eigene Gesellschaftsordnung gründen. Im ukrainischen Czernowitz lehren englische, deutsche und österreichische Professoren die Mechanismen der "offenen Gesellschaft", in Riga wird ein baufälliger Jugendstilbau bald ein westliches Institut: Soros 500 Millionen schwere Spenden-Handschrift. Diese Investitionen machen Soros mächtiger. Als Manager stellte er meist die härtesten kommunistische Parteiführer an "Manchmal waren diese Leute - wie in Slowenien - die besten, weil sie am stärksten marktorientiert, demokratisch gesinnt und modern waren".

"Da ich mit Derivaten und anderen künstlichen Produkten eine erhebliche Hebelwirkung entfalten kann, könnte es passieren, daß ganz automatisch eine Kettenreaktion in Gang kommt und der Markt zusammenbricht", ist Soros überzeugt. George Soros kaufte auch Lateinamerika. Er ist Argentiniens größter Grundbesitzer (etwa 400.000 Hektar) und Viehzüchter (160.000 Stück), besitzt die größten Einkaufszentren in Buenos Aires, Hotels und Firmenbeteiligungen. In Mexiko investierte er 1,3 Milliarden US-Dollar in den Bau eines Büro-, Hotel- und Appartmentkomplexes... Der Börsenmanager stellte 1992 dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen 50 Millionen Dollar für die Einwohner von Sarajewo zur Verfügung. 1996 war er der großzügigste amerikanische Spender, als er 360 Millionen US-Dollar für legale Einwanderer spendete.



Lebensstil:

Soros hat keine privaten, extravaganten Vorlieben. Anfang der 80er Jahre hatte er 25 Millionen Dollar. Das reichte ihm. Und als sein Quantum-Fonds 100 Millionen Dollar schwer war, beschloß er, daß er genug Geld habe. Kurz vor der Jahrtausendwende besitzt Soros geschätzte fünf Milliarden US-Dollar.


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