Future - Handel



Futures sind Finanzinstrumente, die dem Inhaber das Recht und die Pflicht geben, einen zugrundegelegten Handelsgegenstand zu einem vorab vereinbarten Preis am Ende der Laufzeit zu kaufen oder zu verkaufen. Man unterscheidet, ob die Futures zum Kauf (Long-Futures) oder zum Verkauf (Short-Futures) eines bestimmten Handelsgegenstands berechtigen und verpflichten.

Futures gehören zu den Finanzinstrumenten, die als Derivate bezeichnet werden und deren Wert sich von dem zugrundegelegten Handelsgegenstand ableiten. Der Handel mit Futures findet an den Terminbörsen statt, zum Beispiel in Deutschland an der Deutschen Terminbörse (DTB).

Je nachdem, ob es sich bei dem vereinbarten Lieferungsgegenstand eines Futures um einen Finanztitel, einen Wertpapierindex, um Devisen (Dollar, Yen, Euro) oder um Rohstoffe (Öl, Silber, Gold), Vieh (Schweinebäuche), Nahrungsmittel (Weizen, Zucker) etc. handelt, unterscheidet man Financial-Futures oder Commodity-Futures.

Ein Future ist eine verbindliche Vereinbarung zwischen zwei Geschäftspartnern, eine bestimmte Anzahl oder Menge eines zugrundegelegten Handelsgegenstands zu einem bestimmten künftigen Zeitpunkt zu einem vorab vereinbarten Preis zu kaufen und abzunehmen (Käufer des Futures) oder zu verkaufen und zu liefern (Verkäufer des Futures). 

Der Unterschied zwischen Futures und Optionen besteht darin, daß beim Future Käufer und Verkäufer eine Verpflichtung eingehen, wohingegen bei der Option nur der Verkäufer einer Option sich verpflichtet zu liefern oder zu zahlen.

Futures-Kontrakte sind von Terminkontrakten zu unterscheiden. Bei Terminkontrakte wird der Preis, die Menge und das Lieferdatum des zugrundegelegten Wertes frei ausgehandelt. Terminkontrakte werden nicht an der Terminbörse gehandelt. Bei Futures-Kontrakten hingegen findet ein standardisierter Handel statt. Das bedeutet, daß nur bestimmte Mengen, Preise, Laufzeiten etc. zugelassen sind. 

Der Geschäftspartner bei einem Futures-Geschäft ist immer die sogenannte Clearing-Stelle, eine Institution die Käufer und Verkäufer bei Future- und Optionsgeschäften zusammenbringt, ohne daß die Kontrahenten direkt in Kontakt treten. Die Clearing-Stelle sorgt zudem dafür, daß diese Termingeschäfte ordnungsgemäß ablaufen und die Geschäftsteilnehmer ihren Verpflichtungen nachkommen.

Käufer und Verkäufer von Futures haben entgegengesetzte Erwartungen hinsichtlich der künftigen Preisentwicklung des zugrundegelegten Handelsgegenstandes. Der Käufer eines Futures erwartet, daß der Preis des Lieferungsgegenstandes innerhalb der Laufzeit steigen wird, während der Verkäufer erwartet, daß der Preis signifikant fällt.

Möchte der Erwerber eines Futures sich während der Laufzeit seiner Verpflichtung zum Kauf 
oder Verkauf des zugrundegelegten Wertes entledigen, beispielsweise weil er seine Meinung über die Preisentwicklung geändert hat oder weil er entstandene Gewinne absichern will, so kann er dies durch ein identisches Gegengeschäft tun. Der Käufer eines Futures verkauft also einen hinsichtlich Handelsgegenstand, Menge und Liefertermin identischen Future. Da sich diese Verpflichtungen gegenseitig ausgleichen, besteht per Saldo also keine Verpflichtung mehr. 

Futures-Geschäfte werden aus unterschiedlichen Gründen abgeschlossen. Sie dienen zum einen der Risikoabsicherung z.B. in der Luftfahrt und zum anderen der Spekulation.

Der Handel mit Futures ist in Deutschland erst seit kurzer Zeit möglich, nimmt seitdem aber in seiner Bedeutung ständig zu. Bis heute werden an der deutschen Terminbörse (DTB) Futures auf Bundesanleihen (sogenannte Bund-Futures) und auf den Deutschen Aktienindex DAX (sogenannte Dax-Futures) gehandelt. Eine Erweiterung des Handels mit Futures auf Waren und Rohstoffe ist geplant.

 


Standardisierte, unbedingte Terminkontrakte, dass heißt sie müssen erfüllt oder durch Gegengeschäfte (Hedging) glattgestellt werden. Man unterscheidet zweierlei Arten von Futures: Ein Terminkontrakt verpflichtet den Verkäufer und den Käufer, den Handel zu einem festgelegten Termin in der Zukunft zu tätigen. Hierzu muß eine Lieferung des Underlyings z.B. Aktien stattfinden, außer der Kontrakt wird vor Ablauf der Zeit glattgestellt.


Der Future-Handel
Euwax
Eurex

Da die Finanzmärkte gut organisiert und die Waren und Finanzinstrumente
standardisiert sind, können Kauf- und Verkaufsaufträge heute abgeschlossen werden, während die gekaufte Ware erst in der Zukunft geliefert und bezahlt werden muß. Aufgrund der Standardisierung der Kontrakte, sind diese austauschbar. Das bedeutet, wenn Sie eine Position eingehen, können Sie jederzeit diese mit einem Gegengeschäft ausgleichen bzw. glattstellen.
Ein Kaufkontrakt wird verkauft, ein Verkaufskontrakt wird gekauft.

Der Käufer (Long-Position)
verpflichtet sich, eine Ware zu einem bestimmten Umfang zu einem vorher
vereinbarten Preis, zu einem Termin in der Zukunft (dem Ablauf- oder Verfallstag)
zu kaufen und abzunehmen.

Der Verkäufer (Short-Position)
verpflichtet sich, zu diesen Bedingungen zu liefern. Kauf- oder Verkaufspositionen
können jederzeit an der Börse eingegangen werden. Der Spekulant ist nicht an der
Lieferung der Ware interessiert und wird vor Ablauf- oder Verfallstag seine
eingegangene Position glattstellen. Die Saldierung der Ergebnisse beider Positionen
ergibt seinen finanziellen Verlust oder Gewinn.

Beispiel:
Sie nehmen an, daß der DAX-Index in absehbarer Zeit steigen wird.
Sie kaufen einen Kontrakt DAX z.B. bei 3100 Pkt.

Der DAX steigt wie angenommen z.B. auf 3120 Pkt.

Sie möchten den Gewinn realisieren und stellen Ihre Kaufposition glatt,
indem Sie den einen Kontrakt DAX jetzt verkaufen
(Kauf bei 3100 und Verkauf bei 3120).

Jeder Punkt beim DAX-Kontrakt - bedeuten 25,- €.
1 DAX-Punkt = 25,- Euro

Die Differenz von Kauf und Verkauf (bei 3100 und Verkauf bei 3120) beträgt 20 Pkt.
20 mal 25,-€ = 500.- € Gewinn

Weitere Beispiele:
Sie nehmen an, daß der DAX-Index in absehbarer Zeit steigen wird.
Sie kaufen einen Kontrakt DAX z.B. bei 3100 Pkt.

Der DAX fällt aber z.B. auf 3080 Pkt.

Sie möchten den Verlust realisieren und stellen Ihre Kaufposition glatt,
indem Sie den einen Kontrakt DAX jetzt verkaufen
(Kauf bei 3100 und Verkauf bei 3080).

Jeder Punkt beim DAX-Kontrakt - bedeuten 25,- €.
1 DAX-Punkt = 25,- Euro
Die Differenz von Kauf und Verkauf (bei 3100 und Verkauf bei 3080) beträgt 20 Pkt.
20 mal 25,- € = 500.- € Verlust.

Sie können Kauf- oder Verkaufspositionen jederzeit eingehen oder glattstellen. Theoretisch ist es möglich innerhalb weniger Sekunden zu kaufen und zu verkaufen (Sino). Sie können aber auch Positionen über Wochen halten, spätestens aber zum Deklarationstag müssen offene Positionen glattgestellt werden.

Weitere Beispiele:
Sie nehmen an
, der DAX wird in absehbarer Zeit fallen.
Sie verkaufen einen Kontrakt DAX z.B. bei 3110 Pkt.

Ihre Spekulation geht auf und der DAX fällt um 60 Pkt. auf 3050 Pkt.

Sie möchten den Gewinn realisieren und stellen Ihre Verkaufsposition glatt, 
indem Sie den einen Kontrakt DAX jetzt kaufen 
(Verkauf bei 3110 und Kauf bei 3050).

Jeder Punkt beim DAX-Kontrakt - bedeuten 25,- €.
Die Differenz von Verkauf und Kauf beträgt 30 Pkt.
60 mal 25,- € = 1500,- € Gewinn
.

Wäre aber der DAX nicht gefallen sondern gestiegen, z.B. auf 3170
und Sie würden dann Ihre Position glattstellen, wäre der Verlust bei 60 Pkt.

60 mal 25,- €= 1500,- € Verlust.

Wie Sie bereits gemerkt haben, können Sie sowohl auf steigende als auch
auf fallende Märkte spekulieren
. Einige sind verwirrt darüber, wie es einem
möglich ist, eine Ware zu verkaufen, die er nicht besitzt.

Die Antwort liegt in der Tatsache, daß der Spekulant einen Futures-Kontrakt und nicht die physische Ware verkauft.

Selbstverständlich ist es Ihnen überlassen, wieviel Kontrakte Sie handeln möchten.
Sie können also 2 Kontrakte DAX kaufen und später z.B. nur 1 wieder verkaufen.
Sie haben dann noch einen Kaufkontrakt. Diesen können Sie zu einem späteren
Zeitpunkt glattstellen.

Wenn Sie zwei Kontrakte besitzen erhöht sich Ihr Gewinn oder Verlust um 
das zweifache. 1 Pkt. sind 25,- € mal 2 Kontrakte sind dann 50,- € usw.

Das Beispiel vom DAX-Index kann man auf alle Future-Märkte übertragen.
Sie können also mit Gold, Silber, Öl, Bund oder z.B. auf den Dow Jones spekulieren.

Achtung:
Bei einem Futures-Geschäft wird für den Kontrakt nichts bezahlt,
es wird auch nicht wie bei einer Option eine Prämie bezahlt.

Für den Handel mit Futures-Kontrakten verlangt die Börse von jedem Spekulanten eine Sicherheitshinterlegung (Initial-Margin). 
Abhängig von der Ware fallen diese unterschiedlich aus. 
Im Schnitt beträgt die Sicherheitshinterlegung 5% - 20% vom Kontraktwert.

Um z.B. den DAX-Index zu handeln, müssen derzeit 10.000,- € beim Broker 
hinterlegt werden. Gewinne und Verluste beim Handeln werden dem Konto addiert  bzw. subtrahiert. Angenommen Sie machen mit einer DAX-Spekulation 1000,- € Gewinn, wird dieser Gewinn sofort Ihrem Konto gutgeschrieben. 
Bei einem aktuellen Kontostand von z.B. 20.000,- € wäre der Stand nach dem 
Gewinn bei 21.000,- €. Bei einem darauf folgenden Verlust-Handel von z.B. 
750,- €, würde der Verlust Ihrem Konto abgezogen und Ihr Konto hätte dann 
ein Stand von 20.250,- €.

Wenn Verlust-Positionen eine bestimmte Grenze, gewöhnlich 75% der Sicherheits-
hinterlegung unterschreiten, wird vom Broker ein sogenannter Nachschuß-Zahlung
(Variation Margin) verlangt, um die ursprüngliche Deckung wieder herzustellen.
Der Spekulant ist nicht verpflichtet dieser Aufforderung nachzukommen.
Der Broker ist dann aber berechtigt, nicht aber verpflichtet, die Positionen des
Kunden mit Unterdeckung soweit zwangsweise zu liquidieren bzw. aufzulösen ,
daß wieder volle Deckung hergestellt ist.

Wie schon ausgeführt, wird die Höhe der Sicherheitshinterlegung von der Börse
vorgegeben. Der Broker ist aber befugt, die Sicherheitshinterlegung,
zur eigenen Sicherheit höher anzusetzen.

Den Gewinnmöglichkeiten an den Futures-Märkten, 
stehen immer die Verlustmöglichkeiten gegenüber.



Eurex
 
An Terminbörsen werden - wie der Name schon sagt - Produkte gehandelt, bei denen die Zeit eine Rolle spielt. In der Geschäfts- und Finanzwelt ist dieser Gedanke unmittelbar verbunden mit Zinssätzen. Die sind nicht viel mehr, als die rechnerische Verbindung zwischen dem Jetzt und dem Später - und spielen damit auch bei Futures eine Rolle.

Futures sind standardisierte Terminverträge zwischen zwei Parteien und beinhalten die Verpflichtung, ein bestimmtes Instrument in festgelegter Menge zu einem festgelegten Zeitpunkt zu einem im Voraus festgelegten Preis zu übernehmen oder zu liefern. Der Vertragsabschluss und die Vertragserfüllung sind also zeitlich getrennt.

An der Eurex gibt es vor allem Finanzkontrakte

Dabei können sich diese Kontrakte sowohl auf physische Güter beziehen, wie etwa Kaffee, Zucker, Gold, Silber oder Öl, oder aber auf Finanzinstrumente. An der Eurex werden vor allem Finanzkontrakte gehandelt. Das heißt, sie beziehen sich auf einen Börsenindex oder ein Zinsinstrument. Der Bund-Future etwa verhält sich wie eine synthetischen Bundesanleihe, während sich der Preis eines Dax-Futures an der Entwicklung des Dax-Index orientiert.

Wie aber berechnet der sich, und wie läuft der Handel eines Dax-Futures ab? Der Kauf entspricht einem Termingeschäft, bei dem für ein dem Dax-Index entsprechender Aktienkorb zwar jetzt schon ein Preis festgelegt wird, der aber erst später geliefert und bezahlt werden soll. Damit dürfte der Wert des Instruments genauso hoch sein wie die Kosten, die entstehen würden, wenn man die Aktien effektiv kaufen und halten würde.

Der Preis-Faktor

Der Preis setzt sich aus drei Faktoren zusammen. Eine bestimmende Größe sind die Aktienkurse der im Index enthaltenen Papiere selbst. Die zweite Größe resultiert aus der Überlegung, dass der Anleger, statt in Aktien zu investieren, die Mittel verzinslich anlegen könnte. Der Käufer eines Futures muss also dem Verkäufer entgangene Zinsen ersetzen, die dieser erzielt hätte, wenn er die Aktien sofort verkauft und das Geld gegen Zinsen geparkt hätte. Als dritter Faktor kommt die Dividende ins Spiel. Fällt der Zahlungstermin in die Laufzeit des Futures, so muss der Kontraktpreis um den Aktienabschlag korrigiert werden. Zweiter und dritter Faktor zusammen werden auch Cost of Carry genannt.

So wird der Preis bestimmt:

Future-Preis = Aktienkurs + Zinskosten - Dividende

oder:

Future-Preis = Aktienkurs + Cost of Carry

Ist die Summe der Dividenden größer, als die Zinskosten, dann liegt der Futurespreis unter dem Index, die Cost of Carry sind negativ. Sonst liegt er darüber. Dabei ist der Dax im Gegensatz zum schweizerischen SMI ein Performance-Index. Das bedeutet, bei der Berechnung wird so getan, als ob alle Dividenden reinvestiert würden. Der theoretische Unterschied zwischen Index und Future besteht also nur in der „Zinsdifferenz“. In der Praxis spielt natürlich auch Angebot und Nachfrage eine Rolle. Aus diesem Grund kann es durchaus zu größeren Abweichungen zwischen dem Preis eines Futures und dem Index selbst kommen.



Futures kaufen und verkaufen

Der Kurs eines Futures, beispielsweise des DAX-Futures, leitet sich aus dem Punktestand des dahinterstehenden Index ab. Zinskosten, die der Anleger hätte, wenn er statt des Derivats direkt in die zugrundeliegenden Papiere investieren würde, kommen dazu. In welcher Höhe diese Kapitalkosten sich im Kurswert widerspiegeln, hängt von der Laufzeit des Futures ab.

Die Frankfurter Terminbörse Eurex hat für den DAX-Future pro Indexpunkt einen Kontraktwert von 25 Euro festgelegt. Doch diesen muß der Kunde nicht zahlen, denn im Future-Geschäft werden lediglich Differenzen ausgeglichen, d.h. nur die Veränderungen des Future-Wertes.

Setzt der Anleger auf einen steigenden DAX, kauft er einen Future und stellt die Position später durch einen Verkauf wieder glatt. Erwartet er hingegen einen fallenden DAX, verkauft er den Future (obwohl er die zugrundeliegenden Papiere gar nicht hat) und stellt das Geschäft später durch einen Kauf glatt.

Wenn ein Anleger mit Futures handeln will, muß er bei seiner Bank eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Die Eurex hat sie bei DAX-Futures derzeit auf 8.500 Euro festgelegt, Kreditinstitute verlangen aber häufig noch mehr.

Fällt der DAX um 50 Punkte, werden noch am gleichen Tag von dem Konto des Anlegers 1.250 Euro (50 mal 25 Euro) abgebucht, der Kunde muss das Konto umgehend wieder auffüllen. Steigt der DAX dagegen um 50 Punkte, so verbucht der Anleger auf seinem Konto ein Plus von 1.250 Euro.


Futures

Derzeit kann mit folgenden Futures spekuliert werden:

  • Dax – Future


  • Bund- Future


  • Bobl- Future


  • Buxl- Future


  • Fibor- Future


  • Ein Dax Future Kontrakt kann sowohl gekauft (long position) als auch verkauft (short position) werden. Bei einer Spekulation auf steigende Kurse wird eine „long position“ eingegangen. Wenn der DAX um einen Punkt steigt erhält der Spekulant dafür einen Betrag von 25 Euro gutgeschrieben. Fällt der DAX um einen Punkt wird der entsprechende Betrag von 25 Euro vom Guthaben abgezogen.

    Wer sich für den Future Handel an der Eurex interessiert muß eine entsprechende Sicherheitsleistung bei seiner Bank (sogenannte Margin) hinterlegen. Bei negativen Entwicklungen kann es auch dazu kommen, dass eine Nachschuß-Zahlung verlangt wird.

    Wenn eine Future Position eingegangen wird sollte man auch hier nicht auf eine Limit bzw. Stoppkurse verzichten. Insbesondere an Terminmärkten kann es innnerhalb kürzester Zeit zu gehörigen Schwankungen (Volatilität) kommen. Diese führen eventuell zu schmerzlichen Verlusten. Wenn Sie dagegen ein Limit bzw. Stoppkurs setzen darf wie im Aktienhandel der Auftrag maximal zu diesem Preis ausgeführt werden. Zusätzlich können Limits mit den Gültigkeitsbestimmungen „Good-till-cancelled“(gültig bis Widerruf) oder „Good-till-date“(gültig bis zu einem bestimmten Datum) versehen werden. Fehlt eine Gültigkeitsbestimmung ist der Auftrag bis zum Ende des Tages gültig. Auch eingeschränkt limitierte Aufträge sind möglich. Bei Futures ist die Variante „Immediate-or-cancelled“ üblich. Das bedeutet, dass der Auftrag sofort so weit wie möglich durchgeführt und der unausgeführte restliche Teil gelöscht wird.

    Wer sich hierfür interessiert sollte aber zumindest einige Erfahrung im Optionshandel an der Eurex erworben haben. Wichtig ist vor allem, dass man durch die dementsprechende Fachliteratur sich das nötige Fachwissen erarbeitet.

    Man sollte sich immer vor Augen halten, dass das Verlustrisiko in diesem Falle nicht wie beim Kauf von Optionen auf den Einsatz beschränkt sondern unbegrenzt ist!

    In unterer Grafik wird am Beispiel von einem Future Kauf (Long Future) das Gewinn und Verlustpotential veranschaulicht.

    Die Gewinn oder Verlustsituation kann während der Laufzeit einer Future Position erheblich von den Darstellungen abweichen da die Preisbildung von Faktoren abhängig ist, welche in der Grafik nicht dargestellt sind. Diese dienen lediglich der Veranschaulichung der Funktion eines Futures. Ein Käufer einer Long- Position erwartet einen Kursanstieg. Den unbegrenzten Gewinnmöglichkeiten steht im Falle eines Kursrückgangs ein unbegrenztes Verlustpotential gegenüber.

    Im zweiten Beispiel wird ein Short Future grafisch illustriert.

    Durch den Abschluss dieses Kontrakts verpflichtet sich der Käufer den zugrundeliegenden Basiswert zu einem im voraus vereinbarten Preis zu liefern. Da wir uns auf das Beispiel eines Dax Futures beschränken wollten sei hier gesagt, dass Futures auf einen Index einen Barausgleich (cash settlement) vorsehen. Wer einen Future verkauft, also „short“ geht erwartet, dass der Kurs des Basisobjekts während der Laufzeit fällt. Auch beim Verkauf von Futures steht den unbegrenzten Ertragsmöglichkeiten ein unbegrenztes Verlustrisiko entgegen. Die Höhe des Verlusts oder Ertrags ist davon abhängig, wie weit der Future Kontrakt zum Zeitpunkt der Glattstellung oder Fälligkeit über bzw. unter dem Einstandspreis notiert. Auch hier besteht allerdings in der Regel kein Interesse an einer Ausübung des Geschäfts, so dass in 95% der Fälle keine effektive Lieferung des Basisguts stattfindet. Meist wird ein Future Kontrakt glattgestellt, um Gewinne zu realisieren oder Verluste zu begrenzen.

    Der Future Handel ist bedingt durch das große Risiko nur empfehlenswert für Daytrader, die die Möglichkeit haben den Wert ihres Kontraktes in Echtzeit zu verfolgen und die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Besonders an Börsentagen, die mit einer enormen Volatilität der Indizes verbunden sind ist das Risiko nicht mehr kalkulierbar.




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