Depot - Aufteilung


Die Aufteilung eines Depots ist sehr wichtig!


Aufteilung - Grafiken


Börse


Anleger - Typen


Dynamisches Depot: Der risikofreudige Anleger sucht überdurchschnittliche Wertentwicklungschancen und nimmt dabei auch hohe Kursschwankungen in Kauf. Der Anlagehorizont sollte nach Möglichkeit nicht unter 5 Jahren liegen. Ziel ist eine höchstmögliche Rendite.

Ausgewogenes Depot: Der wachstumsorientierte Anleger möchte vom Kurspotenzial an den Aktienmärkten profitieren ohne hohe Risiken einzugehen. Die ausgewogene Aufteilung in Aktien,Renten- und Aktienfonds bietet das gewünschte Sicherheits-Risiko-Verhältnis.

Defensives Depot: Der konservative Anleger erwartet eine kontinuierliche Wertentwicklung bei nur geringen Schwankungen. Eine sichere Rendite - wie gering sie auch sein mag - steht im Vordergrund. Daher bilden Aktien,Renten- und Geldmarktfonds den Anlageschwerpunkt.



Dynamisches Depot


Chancen-01 Für risikofreudige und spekulative Anleger. In Erwartung höherer Renditechancen geht die Fürst Fugger Privatbank bei diesem Aktien und Fonds-Mix bewusst höhere Risiken ein, die zu Verlusten - in kurzen Zeiträumen auch zu erheblichen Verlusten - führen können. Der Anlagehorizont sollte daher mindestens 4 Jahre, idealerweise 7 Jahre betragen. Je nach Marktlage (Aktienfonds 70% oder 100%) und Entwicklung des Fonds sollte das Depot regelmäßig überprüft und angepasst werden.


Ausgewogenes Depot


Wachstum Für wachstumsorientierte Anleger, die das Vermögen renditestark anlegen möchten, ohne ein übermäßig hohes Risiko eingehen zu wollen. Der Aktienfondsanteil liegt bei höchstens 70% (derzeit ca. bei 50%), der Rest wird in Aktien,Renten-, Geldmarkt- und Immobilienfonds investiert. Diese ausgewogene Aufteilung gibt dem Depot die erforderliche Stabilität. Der Anlagehorizont sollte mindestens 4 Jahre betragen.


Defensives Depot


Ertrag-01 Für konservative Anleger, die eine überwiegend kontinuierliche Wertentwicklung bei nur moderaten Schwankungen anstreben. Es dient als jederzeit ausflösbare Rücklage mit einem Zeithorizont von mindestens 2 Jahren. Der dem Depot beigemischte europäische Immobilienfonds dient als steueroptimaler Ersatz von Anlagen in Rentenpapieren, da bei niedrigem Risiko nur ein geringer Prozentsatz der Gesamtrendite zu versteuern ist.


Dynamisches Depot


Dynamisch Der risikofreudige Anleger: Er sucht überdurchschnittliche Wertentwicklungschancen und nimmt dabei auch hohe Kursschwankungen in Kauf. Der Anlagehorizont sollte nach Möglichkeit nicht unter 5 Jahren liegen. Ziel ist eine höchstmögliche Rendite.


Ausgewogenes Depot


Fondsmix ausgewogen Der wachstumsorientierte Anleger: Er möchte vom Kurspotenzial an den Akteinmärkten profitieren, ohne hohe Risiken einzugehen. Die ausgewogene Aufteilung in Aktie,Renten- und Aktienfonds bietet das gewünschte Sicherheits-Risiko-Verhältnis.


Defensives Depot


Defensiv Der konservative Anleger: Er erwartet eine kontinuierliche Wertentwicklung bei nur geringen Schwankungen. Eine sichere Rendite - wie gering sie auch sein mag - steht im Vordergrund. Daher bilden Anleihen,Renten- oder Geldmarktfonds den Anlageschwerpunkt.



Die optimale Anlage für jeden Lebensabschnitt
3 Kriterien für die Vermögensanlage:
- Die Sicherheit
einer Kapitalanlage ergibt sich aus den Risiken, denen sie unterworfen ist, wie zum Beispiel Kursrisiken.
- Die Liquidität hängt davon ab, wie schnell die Anlage wieder in Bargeld umgewandelt werden kann.
- Die jährliche Rendite ergibt sich aus dem Verhältnis von Ertrag und Kapitaleinsatz.
Wie diese Kriterien gewichtet werden, hängt von den Anlagezielen des Anlegers ab.



Anlageform
   
Vorteile/Nachteile
                                                                     
20-40 Jahre¹
40-50 Jahre¹
50-60 Jahre¹
60-80 Jahre¹
Tagesgeld-/ Festgeldkonten
Sehr flexible, kostengünstige Anlageform, die sich zum kurzfristigen Ansparen oder zum Parken überschüssiger Beträge eignet. In Niedrigzinsphasen wenig attraktiv.
Sicherheit: sehr hoch
Liquidität: sehr hoch
Rendite: niedrig (aktuell 3 bis 4 %)
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
Sparbriefe
Kostengünstige, berechenbare Anlageform, wenn kein Risiko eingegangen werden soll. Die meisten Sparbriefe können allerdings nicht vorzeitig verkauft werden. Anlagedauer deshalb genau abwägen.
Sicherheit: sehr hoch
Liquidität: gering
Rendite: mittelmäßig (aktuell 4 bis 6 Prozent)
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
Bundesschatzbriefe
Sichere und unkomplizierte Form der längerfristigen Geldanlage schon von 100 Mark an. Sparer ist nicht bis zur Endfälligkeit (7 Jahre) gebunden, sondern kann Anteile bereits nach einem Jahr ohne Zins- und Kursverluste zurückgeben. Zins steigt stufenweise, was sich in Phasen sinkender Zinsen auszahlt.
Sicherheit: sehr hoch
Liquidität: hoch
Rendite: mittelmäßig (aktuell 3,5 bis 4,25 %)
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
Bundesobligationen, Bundesanleihen, Pfandbriefe
Flexible Form der längerfristigen Geldanlage. Anleger kann unter verschiedenen Restlaufzeiten dieser festverzinslichen Wertpapiere wählen. Allerdings gibt es ein Zinsänderungsrisiko. Steigende Zinsen führen zu fallenden Kursen und umgekehrt. Kann bei vorzeitiger Rückgabe der Wertpapiere zu Verlusten führen.
Sicherheit: sehr hoch
Liquidität: sehr hoch
Rendite: mittelmäßig (aktuell 4 bis 6 %)
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
Unternehmens-, Fremdwährungsanleihen
Kann für erfahrene Anleger als Ergänzung zu Bundeswertpapieren dienen. Neben dem Zinsänderungsrisiko gibt es ein Bonitätsrisiko des Schuldners und bei Fremdwährungsanleihen ein Währungsrisiko.
Sicherheit: noch bis niedrig
Liquidität: hoch
Rendite: hoch (aktuell 6 bis 15 %)
*
*
*
*
*
*
*
*
Aktiendepot/ Aktienfonds
Flexible und substanzwertorientierte Anlage, die langfristig überdurchschnittliche Wertzuwächse ermöglicht. Kursgewinne sind nach einem Jahr steuerfrei, aber nicht kalkulierbar. Das Aktiendepot erfordert einen hohen Betreuungsaufwand. Beim Aktienfonds kann sich die Sicherheit durch eine breitere Risikostreuung und ein professionelles Management verbessern.
Sicherheit: mittelmäßig bis niedrig
Liquidität: hoch
Rendite: sehr hoch (langfristig 8 bis 14 %)
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
Immobilien
Wertbeständige Anlage, die steuerliche Vorteile (Vermietung) oder staatliche Zuschüsse (selbst genutzt) bietet. Ermöglicht mietfreies Wohnen im Alter. Hohe finanzielle Belastung in der Anfangsphase. Bei Vermietung: Unsicherheit in der Kalkulation durch die Veränderung von Abschreibungsvorschriften.
Sicherheit: hoch
Liquidität: gering
Rendite: mittelmäßig (langfristig 4 bis 7 %)
*
*
*
*
*
*
o
Geschlossene Fonds
Steueroptimierte Anlage in Immobilien, Schiffe oder andere Objekte. Erfordert eine sorgfältige Bewertung des Angebots durch einen unabhängigen Experten. Bindet hohe Beträge für lange Zeit.
Sicherheit: mittelmäßig bis niedrig
Liquidität: keine
Rendite: mittelmäßig
*
*
*
*
o
Kapital-Lebensversicherung
Sicherheitsorientierte Anlage mit steuerfreien Erträgen bei mehr als zwölfjähriger Laufzeit. Zwingt zu hoher Spardisziplin über Jahrzehnte. Risikoabsicherung der Familie für den Todesfall.
Sicherheit: sehr hoch
Liquidität: sehr gering
Rendite: mittelmäßig (5 bis 7 %)
*
*
*
*
*
o
Private Rentenversicherung
Sicherheitsorientierte Anlage mit kalkulierbaren Erträgen. Erfordert keinen langjährigen Sparvorgang, sondern kann auch gegen Einmalanlage eines größeren Betrags als Sofortrente erfolgen. Monatliche Rentenzahlung nicht voll steuerpflichtig. Verlust des Kapitals möglich bei frühem Tod nach Rentenbeginn.
Sicherheit: sehr hoch
Liquidität: sehr gering
Rendite: mittelmäßig (5 bis 7 %)
*
*
*
*
*
*
*
*
*


1) Die Einschätzung bezieht sich bei allen Altersgruppen auf den Anschaffungszeitpunkt

*** = Gut geeignet
** = Bedingt geeignet
* = Weniger geeignet
o = Nicht geeignet




Wie stelle ich ein Depot zusammen?



Bevor man sich mit der Zusammenstellung seines Depot auseinander setzt, sollte sich jeder Anleger auf einen Betrag festgelegt haben, den er investieren möchte. Was die Richtlinien für die Einstiegssumme angeht, so gehen die Empfehlungen der Experten weit auseinander. Oft heißt es, dass sich der Aktienhandel unter 5.000 Mark nicht rentiert. Besteht ein Depot aus vielen kleinen Werten, so sind Transaktionen mit den einzelnen Aktien natürlich teurer (vergleiche Kosten). Im Grunde genommen kann man aber mit fast jeder Summe (auch unter 5.000 Mark) in den Handel einsteigen, wichtig ist dabei nur die Zusammensetzung des Depots. Wer in den Wertpapierhandel einsteigen möchte sollte nicht nur in einen Wert investieren. Auf die richtige Mischung kommt es an.

Kleinanleger, die monatlich nicht mehr als 100 Mark investieren, sollten ihr Geld in Fonds anlegen. Aktienkäufe empfehlen sich erst ab einer Summen von 3.000 Mark. Ab einer Startsumme von 10.000 Mark ist eine Investition in festverzinsliche Wertpapiere lohnenswert.


Die Wahl der Wertpapiere

Wertpapiere werden in die Kategorien konservativ bis spekulativ unterteilt. An Hand der folgenden Definitionen soll ein Gesamtüberblick erstellt werden, welche Wertpapiere allgemein zu welcher Rubrik gehören.

Standard Werte

Zu konservativen Werten zählen jene Unternehmen, die im DAX oder MDAX geführt werden bzw. grundsätzlich alle Weltkonzerne. Aktien dieser Unternehmen gelten als sichere Anlage, ohne Gefahr eines Totalverlustes. Standard Werte werden auch Blue Chips genannt.

Spekulative Werte

Als spekulativ werden alle Werte bezeichnet die zu großen Kursschwankungen (zwischen 20 und 40 Prozent innerhalb eines Jahres) neigen. In der Regel handelt es sich dabei um Werte des Neuen Markts bzw. um deutsch Nebenwerte. Zyklische Aktien werden den spekulativen Werten zugeordnet. Auf lange Sicht sind die Gewinnchancen dieser Werte vielversprechend. Sie sollten aber nie ganz aus dem Blickfeld geraten.

Hochspekulative Werte

Sollten allenfalls als Beimischung für Anfängerdepots dienen. Hochspekulative Werte unterliegen, wie der Name schon sagt, extremen Schwankungen. Investiert man in diese Form von Werten sollte man sie täglich beobachten. Kurssprünge von plus oder minus 20 Prozent innerhalb eines Tages sind keine Seltenheit. Turnaround-Aktien und Neu-Emissionen zählen zu hochspekulativen Werten.

Extrem spekulative Werte werden auch als "heiße Eisen" bezeichnet und gehören in kein Anfängerdepot. Zu ihnen zählen zum einen ausländische Nebenwerte oder aber potentielle Konkursunternehmen. Bei extrem spekulativen Werten muss der Totalverlust einkalkuliert werden.




So könnte ihre Depotstruktur aussehen:

Die folgende Auflistung soll lediglich als Beispiel dienen.
Anleger, die ihr Anlageverhalten eher konservativ einschätzen sollten zwischen 10 und 40 Prozent in Aktienanteile und 60 bis 90 Prozent in Rentenanteile investieren. Bei einem spekulativen Verhalten werden zwischen 40 und 70 Prozent in Aktienanteile und 30 bis 90 Prozent in Rentenanteilen angelegt. Risikoorientierte Naturen hingegen investieren maximal 30 Prozent in Rentenanteile.

Bei der Zusammenstellung eines Depots sollte man Sorgfalt walten lassen.

Folgende Regel sind zu beachten:

  • Das Kapital sollte über verschiedene Anlageformen gestreut sein. (Also nicht nur in Aktien investieren).

  • Privatanleger sollten (je nach finanzieller Ausstattung) nie mehr als maximal 10 verschiedene Aktienwerte in ihrem Depot haben.

  • Grundsätzlich nie sein ganzes Geld auf einmal anlegen, auch wenn man dies auf verschiedene Anlagemöglichkeiten aufteilt. Reserven sollten immer vorhanden sein.


    Gebräuchliche englische Begriffe

    Die in der Tabelle durchgeführten Begriffsübersetzungen sollen dazu beitragen, um allgemein verwendete Begriffe, welche in der Wirtschaftswelt und speziell im Fondsbereich oft in englisch sind, besser zu verstehen und einordnen zu können.


    Deutscher Begriff:

    Gleichbedeutender englischer Begriff:

    Aktienfonds

    Stock Fund oder Equity Fund

    Aktienkörbe

    stock-basket

    Beteiligungskapitalfonds

    Venture-Capital-Fund

    Durchschnittskosteneffekt

    Cost-Average-Effekt

    Fonds ohne Ausgabeaufschlag

    Trading-Fund oder No-Load-Fund

    Gemischter Fonds

    Balanced Fund

    Geschlossener Fonds

    Closed-End-Fund

    Große Unternehmen

    Blue Chips

    Kleine Unternehmen

    Small Companies oder Small Caps

    Offener Fonds

    Open-End-Fund

    Optionsschein

    Warrant

    Rentenfonds

    Bond Fund oder "Yield" (für "Rendite")

    Schwellenländer

    Emerging Markets

    Wachstumsfonds

    Growth Fund

    Wertentwicklung

    Performance




    Was ist Asset Allocation?


    Unter Asset Allocation versteht man die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageformen, um die Risiken von Investments zu begrenzen.

      Aufteilung des Vermögens in z.B.:
    Aktien
    Renten
    Immobilien
    Geldmarktpapiere


      Auswirkungen und Vorteile Was ist für die Entwicklung eines Portfolios entscheidend?
    Die richtige Vermögensaufteilung (Asset Allocation) hat in der Vergangenheit durchschnittlich mehr als 90% zur Wertentwicklung eines Portfolios beigetragen. Lediglich ein geringer Teil des Anlageerfolgs war abhängig von anderen Einflüssen, wie z.B. dem richtigen Kaufzeitpunkt oder der gezielten Wertpapierauswahl (siehe Grafik rechts).
    Vermögensaufteilung
    Asset Allocation funktioniert, da sich die Renditen aus Aktien, Renten, Immobilien und Geldmarktpapieren häufig nicht parallel zueinander bewegen. Oft wird der Wertrückgang einer Anlageform durch die Wertsteigerung einer anderen gemäßigt.
    Durch Diversifikation (Streuung) innerhalb einer Anlageform auf verschiedene Wertpapiermärkte, z.B. Deutschland, Europa oder weltweit, verringert sich zudem das Gesamtrisiko gegenüber einer Anlage, welche das gesamte Vermögen in eine einzelne Anlageform bzw. einen einzelnen, geographisch begrenzten Markt investiert.

    Asset Allocation gewährleistet eine optimale Anlage gemäß Ihres Chancen-/Risikoprofils
     
    Konservatives Investmentfonds-Depot*

    Beispiel

    Ausgewogenes Investmentfonds-Depot*

    Beispiel

    Wachstumsorientiertes Investmentfonds-Depot*

    Beispiel

    In den abgebildeten Investmentfonds-Depots werden Immobilienfonds nicht einbezogen, da sie im internationalen Vergleich nahezu keine Rolle spielen. Wir empfehlen allerdings - je nach Anlagestrategie - eine Beimischung von Immobilienfonds in den folgenden Bandbreiten:


    Anlagestrategie Ca. Anteil Immobilienfonds
    konservativ bis 25 %
    ausgewogen bis 15 %
    wachstumsorientiert bis 5 %


    * Diese Portfolios dienen lediglich der Illustration und stellen keine Anlageempfehlungen dar. Die Zusammensetzung der Portfolios kann unterschiedlich hohe Schwankungen in der Wertentwicklung verursachen.


    Asset Allocation ist die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageformen.

    Um die Geldanlage Ihrer persönlichen Ertrags- und Risikobereitschaft anzupassen, haben wir für Sie folgende Übersicht zusammengestellt:
    Wertentwicklung








    Die Mischung macht's


    Dollar


    Aktien und Fonds sollten immer nur ein Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios sein. So verringern Anleger ihr Verlustrisiko. Trotzdem gilt: Investieren Sie nur Geld, das Sie mindestens 3 bis 5 Jahre nicht für Anschaffungen benötigen.

    Diversifikation.
    Ein gut geführtes Depot besteht immer aus verschiedenen Anlagen, die in puncto Risiko und Anlagedauer unterschiedlich sind.

    Tagesgeld.
    Die Liquiditätsquelle für Ihr Depot können Sie entweder in Geldmarktfonds oder auf Tagesgeldkonten anlegen. Vorteil: Das Geld ist jederzeit verfügbar. Aktuell empfiehlt sich eine Cash-Rate von mindestens 30%. Sollte die Börsensituation besser werden, könnte der Bestand bis auf 10% abgebaut werden. Das frei werdende Geld sollte dann in Aktien oder Aktienfonds fließen.

    Anleihen.
    Festverzinsliche Wertpapiere bilden das sichere Fundament für jedes Depot. Achten Sie darauf, nur Papiere bester Qualität zu kaufen. Die Renditen sind zwar geringer, aber Sicherheit geht vor.

    Aktienfonds.
    Mindestens 20% eines Depots sollten aus Aktienfonds bestehen. Dadurch verringern Sie das Risiko Ihres Aktienanteils. Sicherheitsbewusste Anleger sollten statt in volatile Branchenfonds (s. Lexikon) in internationale Länderfonds investieren.

    Aktien.
    Der Kauf einzelner Papiere ist besonders riskant, deshalb sollte der gesamte Depotanteil derzeit nicht mehr als 20% betragen. Auch in besseren Börsenzeiten sind Anteile von mehr als 40% nur für erfahrene Anleger zu empfehlen, da die Werte stark schwanken können.


    Auch wenn die vollkommene Zurückhaltung aus den Sektoren Technologie, Medien und Telekommunikation nicht für alle Investoren die richtige Taktik ist, so ist es in jedem Fall wichtig, streng auf die Qualität eines Unternehmens zu achten. Anleger, die jetzt über einen Einstieg in den Aktienmarkt nachdenken, müssen sich zunächst über das Risiko im Klaren sein. Die folgenden Branchen versprechen bei höherem Risiko ein dynamisches Wachstum: Telekommunikation, Biotechnologie, Hightech und Internet. Dagegen findet sich die Kombination aus niedrigerem Risiko und gemäßigterem Wachstum in diesen Sektoren: Rohstoffe / Chemie, Versorger / Energie, Banken / Versicherungen, Maschinen / Automobilbau und Konsum Unabhängig von der Branche ist die Bewertung der Aktie ein wichtiges Kriterium. Als erster Indikator für ein mögliches Investment gilt das Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV. Eine Faustregel besagt, dass ein KGV von unter 10 auf eine Unterbewertung der Aktie hinweist. Ein KGV zwischen 10 und 20 spricht für eine fair bewertete Aktie, und ein KGV, das deutlich über 20 oder 30 liegt, deutet auf eine zu teure Aktie hin. Wichtig ist hierbei der Vergleich innerhalb einer Branche. So weisen z. B. Biotechnologieunternehmen immer höhere Bewertungen auf als Automobilwerte, da sie auch ein wesentlich schnelleres Wachstum aufweisen. Als einziger Kaufgrund ist das KGV jedoch nicht geeignet.


    Zusätzlich sollte der Anleger mit 4 Fragen die Qualität eines Werts überprüfen:

    1. Gehört das Unternehmen zu den Marktführern der Branche?
    2. Verfügt die Firma über international bekannte Markennamen oder Produkte?
    3. Ist das Management erfahren und kompetent?
    4. Ist das Unternehmen erfolgreich bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen?
    Besonders schwierig ist die Beantwortung der 3. Frage. Nicht nur Privatanlegern, sondern auch Profis fehlt hierzu oft der nötige Einblick. Tipp: Meiden Sie Aktien von Unternehmen, die wegen Managementfehlern oder gar Betrugsvorwürfen in die Kritik geraten sind.


    Zur Beantwortung der übrigen Fragen ist die Investor-Relations-Abteilung des jeweiligen Unternehmens die erste Anlaufstelle. Die mit der Anlegerbetreuung beauftragten Mitarbeiter sind per E-Mail und Telefon erreichbar und stellen Informationen zur Verfügung. Einschätzungen zu Zukunftsaussichten beschaffen sich Anleger jedoch besser von unparteiischen Analysten. Entsprechende Berichte und Analysen halten gut informierte Anlageberater der Banken bereit. Im Internet finden Anleger z. B. unter aktien-check.de Sammlungen aktueller Analystenberichte.


    Hat sich der Anleger für ein viel versprechendes Investment entschieden, muss er den richtigen Einstiegskurs abpassen. Prinzipiell gilt: Der Trend ist dein Freund. Befindet sich eine Aktie in einem konstantem Abwärtstrend, ist der Kauf des Werts ungleich riskanter, als wenn sich bereits ein Aufwärtstrend herausgebildet hat. Verpasste Gewinnprozente werden dabei durch die gewonnene Sicherheit aufgewogen.


    Aber auch der Trend des Gesamtmarkts ist wichtig. Fällt ein ganzes Segment, wie die deutsche Wachstumsbörse Neuer Markt, ist es oft besser abzuwarten, bis die allgemeine Stimmung nachhaltig besser geworden ist. Ist die Entscheidung für eine oder mehrere Aktien gefallen, sollte der Investor noch darauf achten, dass das Portfolio nicht zu aktienlastig wird . Auf diese Weise kann der Traum vom Gewinn gegen den Trend für jeden Anleger eines Tages Realität werden.

    Warren Buffett, Investor

    „Nichts betäubt die Sinne wie leicht verdientes Geld“, so der legendäre US-Investor Warren Buffett (Foto). Wie Sie Verluste begrenzen, neues Potenzial erschließen und warum dividendenstarke Aktien dabei so wichtig sind.




    Goldene Börsenregeln


    Wer die wichtigsten Grundsätze konsequent beachtet, wird auch in stürmischen Börsenzeiten keinen Schiffbruch erleiden.

    Verluste begrenzen.
    Bevor Sie einen Wert kaufen, sollten Sie sich genau überlegen, wie viel Geld Sie maximal bereit sind zu verlieren. Ist dieser Betrag erreicht, sollten Sie die Aktie verkaufen. In ein Depot gehören Gewinner-Aktien und keine Luschen.

    Gewinne laufen lassen.
    Arbeiten Sie mit Stop-Loss-Kursen, um Ihre aufgelaufenen Gewinne abzusichern. Verkaufen Sie einen Wert jedoch nicht übereilt, nur weil er gut gestiegen ist. Denn schließlich ist das der Zweck jedes Investments.

    Langfristig investieren.
    Wer Aktien kauft, braucht Zeit. Mindestens 3 bis 5 Jahre sollte der Anlagehorizont betragen. Auch gute Unternehmen brauchen Jahre, um ihre Firmenstrategie zu verwirklichen.

    Die Mischung macht’s.
    Investieren Sie nie Ihr ganzes Geld in einzelne Aktien oder gar nur 1 Aktie. Eine Mischung aus Festgeld, Fonds, Anleihen und Einzelwerten bringt langfristig mehr Erfolg und ruhigere Nächte.

    Investieren mit freiem Kapital.
    Legen Sie in einzelnen Aktien nur Geld an, das Sie im Ernstfall auch entbehren könnten. Es gibt für keine Aktie eine hundertprozentige Sicherheit. Geld, das Sie in naher Zukunft fest eingeplant haben, gehört deshalb nicht an die Börse.




    In 21 Jahren 16-mal besser als der Dow-Jones-Index


    „Wer zuletzt lacht, lacht am besten.“
    Dieses Sprichwort dürfte in diesen Tagen vor allem einem Zeitgenossen häufig in den Sinn kommen - dem legendären US-Investor Warren Buffett. Er machte mit seiner Firma Bershire Hathaway, die seit Jahrzehnten ausschließlich in Standardwerte investiert, schon so manchen Aktionär zum Millionär.

    Buffett blieb auch in den vergangenen Jahren seinen Prinzipien treu. Der Boom der Internet- und Technologieaktien ließ das „Orakel von Omaha“, wie der alte Herr genannt wird, kalt. „Ich investiere nur in Geschäfte, die ich auch verstehe“, so Buffett. Als Kursblase der New Economy platzte, blieben die Bershire-Investitionen ungeschoren. Buffetts Aktien steigen und mit ihnen eine Reihe weiterer konservativer Werte, die den Anlegern als sicherer Hafen dienen.

    Doch wie geht es weiter? Die Auswirkungen einer weltweiten Konjunkturabschwächung werden auch die Werte der alten Ökonomie nicht unbeeinträchtigt lassen. Für konservative Investoren oder seit längerem im Technologiesektor engagierte Anleger gilt daher: Jetzt das Depot absichern. Dazu muss der Anleger jede Aktie auf den Prüfstand stellen. Befindet sich eine Aktie im Plus, sollte die Absicherung des Gewinns die oberste Priorität haben. Notiert der Wert jedoch im Minus, ist Verlustbegrenzung angesagt. Zur Umsetzung dieser Ziele lassen sich ganz einfach Stop-Loss-Kurse einsetzen. Das sind Verkaufsorders, die automatisch ausgeführt werden, wenn eine Aktie den vorher festgelegten Kurs unterschreitet.

    Beispiel. Ein Anleger hat eine Aktie zum Preis von 90 Euro erworben. Aktuell notiert der Wert bei 120 Euro. Der Investor überprüft sein Depot und legt für diese Aktie ein Anlageziel von rund 20% Gewinn fest. Um das Anlageziel von somit 108 Euro zu verwirklichen, gibt er eine Stop-Loss-Order auf. Er erteilt über seine Bank eine Verkaufsorder zum Kurs von 108 Euro mit dem Zusatz Stop-Loss (SL). Die Order wird nur dann ausgeführt, wenn die Aktie unter die Marke von 108 Euro fällt. Steigt der Wert weiter, bleibt er im Depot. Es empfiehlt sich, von Zeit zu Zeit das Limit der Stop-Loss-Order nachzuziehen, um steigende Kursgewinne nach unten abzusichern.

    Entscheidend für die Wirksamkeit der SL-Order ist der Abstand des Limits zum aktuellen Kurs. Bei sehr volatilen Aktien müssen Anleger einen größeren Abstand wählen als bei stabilen Werten. 10% Schwankungsbreite sind in der aktuellen Börsensituation der Minimalabstand für alle Werte. Dadurch vermeiden Anleger, vorzeitig ausgestoppt zu werden und einen anschließenden Kursanstieg zu verpassen. Nicht immer wird sich das vermeiden lassen. Entscheidend für den Erfolg der SL-Strategie ist jedoch, dass die Anleger ihren Prinzipien konsequent treu bleiben.

    Doch nicht nur die Gewinnsicherung ist wichtig, sondern auch die Antwort auf die Frage: Wohin mit dem frei gewordenen Geld, wenn eine SL-Order ausgeführt wurde?

    Die zurzeit sicherste Variante ist es, das Geld in bar zu halten, in Geldmarktfonds oder auf Tagesgeldkonten und eine Erholung der Aktienmärkte abzuwarten. Wem Renditen von 4 bis 5% nicht ausreichen, der sollte ausgesuchte Werte kaufen. Welche das sind, hängt in erster Linie von den wirtschaftlichen Aussichten ab. Im Moment befinden sich die Aktienmärkte in einer Situation zwischen der Angst vor einer harten Landung der amerikanischen Wirtschaft und der Hoffnung auf eine weiche Landung. Für die Anleger bedeutet das vor allem eine Konzentration auf defensive Werte.

    Die passende Strategie zu diesen Werten lieferte bereits in den 30er Jahren der Wall-Street-Investor Benjamin Graham, ein Lehrmeister Warren Buffetts. Das Prinzip seiner Dividendenstrategie war so simpel wie erfolgreich: Einmal im Jahr untersuchte Graham die Werte des Dow-Jones-Index und filterte die Aktien heraus, die die höchste Dividendenrendite aufwiesen. Die Top 10 unter den Dividendenzahlern legte sich Graham dann in sein Depot und behielt sie bis zum nächsten Jahr. Der Erfolg war überwältigend. Die Methode schlug in den Jahren von 1975 bis 1996 den Dow-Jones-Index 16-mal deutlich. Ab 1996 offenbarte diese Strategie jedoch auch ihre Schwächen: Die extreme Aufwärtsbewegung der Internet- und Technologietitel ging an der Auswahl solider Graham-Werte spurlos vorüber.

    Für weniger spekulative Investoren dürfte sich diese Strategie jetzt wieder lohnen, denn auch in den nächsten Jahren werden solide Werte zu den Gewinnern gehören. Ohnehin sollten Anleger unabhängig von der Marktsituation immer einen Teil ihres Depots in defensiven Werten investiert haben. Denn welcher Anleger möchte nicht auch einmal zuletzt lachen können?




    Depotcheck


    Diese Punkte sollten Anleger bei der Bestandsaufnahme und Neuausrichtung ihres Aktiendepots sorgfältig überprüfen:


    Depotstruktur
    Besteht Ihr Depot nur aus Technologieaktien, ist es an der Zeit, in andere Bereiche umzuschichten. Einen größeren Anteil an Hightech-Werten als 20 bis 25% sollte Ihr Depot nicht aufweisen. Nutzen Sie kleine Kursrallyes zur Reduzierung des Technologieanteils.

    Risikoverteilung
    Die Aktien in Ihrem Portfolio sollten nicht nur aus einem Marktsegment stammen. Besitzen Sie nur hoch spekulative Aktien vom Neuen Markt oder der Nasdaq, ist es besser, wenn Sie in die großen Standardwerte aus dem Dax, Euro Stoxx 50 oder Dow Jones umschichten. Damit schieben Sie weiteren Verlusten einen Riegel vor.

    Kaufkriterium
    Überprüfen Sie, ob die Gründe, die Sie zum Kauf einer Aktie bewogen haben, noch immer gültig sind. Hat sich die Firmenstory oder die Marktposition geändert? Wägen Sie sorgfältig ab, was noch für das Halten oder für den Verkauf eines Werts spricht.

    Zukunftssicherheit
    Bleiben Sie nicht einfach in der Hoffnung auf bessere Zeiten auf Ihren Kursverlusten sitzen. Realisieren Sie Verluste, wenn Sie diese mit spekulativen Kursgewinnen verrechnen können. Richten Sie Ihr Depot neu aus, und setzen Sie dabei überwiegend auf große und relativ sichere Substanzwerte. Zockertitel gehören nicht mehr ins Depot.




    "Gier frisst Hirn"


    Fehler und Strategien beim Depotaufbau.



    Frage: Welchen Fehler machen Anleger am häufigsten bei der Zusammensetzung ihres Depots?
    Antwort: Sie handeln nicht überlegt, sondern folgen Aktien und Fondsempfehlungen, ohne zu prüfen, ob diese auch mit den eigenen Anlagezielen übereinstimmen.

    Frage: Woran liegt das?
    Antwort: Viele Anleger lassen sich zu sehr von Sensationsstories verleiten. Böswillig gesagt: Gier frisst Hirn. Deshalb sind heute nur wenige mit einer durchschnittlichen Rendite von 10% bis 15%, die ein internationaler Aktienfonds bietet, zufrieden - obwohl das ein guter Wert ist. Außerdem: Die Performance bildet nur die Vergangenheit ab. Anleger sollten daher nicht unbedingt den Spitzenreiter vom vorigen Jahr nehmen. Viel wichtiger ist es zu schauen, wo die Märkte und die Chancen von morgen sind. Und dann muss man prüfen, welcher Fonds es in guten und in schlechten Zeiten geschafft hat überdurchschnittlich zu wirtschaften.

    Frage: Wie sieht ein gut strukturiertes Depot aus?
    Antwort: Das Depot sollte ausgewogen sein - mit einer breiten Pyramide. Darauf sollten nach oben die Spezialitäten aufgebaut werden. Viele fangen gleich oben an und machen spekulative Fonds zum Basisinvestment. Das ist, als würde ein 18-jähriger Fahranfänger gleich in einen Porsche steigen.

    Frage: Verpasst man dann aber nicht die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite?
    Antwort: Nein. Ein guter internationaler Fondsmanager greift in seinem Fonds immer auch aktuelle Themen und Trends auf. High-tech und Biotechnologie sind also mit drin. Reine Themen- oder Branchenfonds muss der Anleger ständig überwachen, denn so ein Boom ist oft nur von kurzer Dauer. Verpasst man den richtigen Ausstiegszeitpunkt, sackt die Gesamtrendite ab.

    Frage: Müssen auch konservative Anleger ihr Depot regelmäßig überprüfen?
    Antwort: Ja, denn nicht nur die persönlichen Anlageziele ändern sich mit einer veränderten Lebenssituation - etwa wenn man Nachwuchs bekommt. Auch die jeweilige Marktlage unterliegt Schwankungen. Daher sollte selbst ein Basisinvestment einmal pro Jahr überprüft werden.

    Bevor man sich mit der Zusammenstellung seines Depot auseinander setzt, sollte sich jeder Anleger auf einen Betrag festgelegt haben, den er investieren möchte. Was die Richtlinien für die Einstiegssumme angeht, so gehen die Empfehlungen der Experten weit auseinander. Oft heißt es, dass sich der Aktienhandel unter 2.500 € nicht rentiert, da für die Wertpapierkäufe eine Mindestprovision anfällt: Sollte diese aber beispielsweise 1% der Anlagesumme (mindestens jedoch 15 €) betragen, würden sich auch schon Käufe ab 1.500 € rentieren. Besteht ein Depot aus vielen zu kleinen Werten, so sind Transaktionen mit den einzelnen Aktien zu teuer. Im Grunde genommen kann man aber mit fast jeder Summe in den Handel einsteigen, wichtig ist dabei nur die Zusammensetzung des Depots. Wer in den Wertpapierhandel einsteigen möchte sollte nicht nur in einen Wert investieren. Auf die richtige Mischung kommt es an. Kleinanleger, die monatlich nicht mehr als 50 € investieren, sollten ihr Geld in Fonds anlegen. Ab einer Anlagesumme von 5.000 € ist eine Investition in festverzinsliche Wertpapiere lohnenswert.


    Anzahl und Gewichtung der Werte


    Ein häufiger Anlegerfehler ist, dass viel zu wenige Werte im Depot liegen. Das heißt natürlich nicht, dass man damit keine Gewinne machen kann, im Gegenteil, wenn die entsprechenden Werte echte Perlen sind, kann das sogar exorbitante Renditen ergeben. ABER: Das Risiko eines Totalverlustes oder einer sehr starken Einbuße des Gesamtvermögens ist dadurch um ein Vielfaches größer als bei "normaler" Gewichtung! So kann bei z.B. nur zwei Depotwerten ein Rückgang um 50 % des einen schon einen Verlust von 25 % des gesamten Vermögens bedeuten. Das kann bei einer entsprechenden Depotgröße sehr schmerzhaft sein. Auch wenn man sagt, "einen solchen Rückschlag kann man ja aussitzen", kann man doch in Situationen geraten, in denen man schnell eine größere Summe auftreiben muss, z.B. bei einem Autounfall. Noch riskanter wird eine derartige Depotstruktur bei Käufen auf Kredit: In diesem Fall kann man schon bei geringeren Rückgängen zur Realisierung von Verlusten gezwungen sein, wenn die Deckungssumme nicht mehr ausreicht. Ein Aussitzen ist dann ganz ausgeschlossen. Darum sollte man nie auf Kredit Aktien kaufen! Am besten sollten immer mindestens 6-8 Werte im Depot gehalten werden. Dabei sollte der Depotanteil eines Wertes nie 20 Prozent übersteigen, optimal sind Anteile um 10 % (o. g. Mindestanlagesumme sollte - wenn möglich - beachtet werden). Problematisch wird es bei kleineren Depotvolumen (z. B. unter 5.000 €), da sich hier die o. a. prozentuale Aufteilung schwierig gestaltet, wenn ein Wert die "20 %-Marke" nicht überschreiten soll. In diesen Fällen sollte man entweder mehrere kleinere Aktien-Pakete kaufen oder sein Anlagevermögen nicht direkt in Einzeltitel investieren, sondern durch eine Anlage in Aktienfonds die Risiken durch eine breitere Streuung reduzieren.


    Der andere Fehler kann aber auch sein, dass viel zu viele Einzelwerte ins Depot aufgenommen werden. Hierdurch kann schnell der Überblich über das Depot verlorengehen. Besonders gefährlich ist dabei, dass man im Fall von Verlusten resigniert und den Wert einfach nur "rumliegen" läßt in der Hoffnung, dass die Aktie irgendwann wieder steigt. In dieser Zeit entgehen andernorts Gewinne. Gelegentlich sollte man deshalb jeden einzelnen Wert im Depot auf seine Aussichten überprüfen und entscheiden, ob man ihn eventuell verkauft. Es ist besser, in weniger Aktien, von deren Erfolg man überzeugt ist, jeweils mehr Kapital zu investieren, als sich mit zahllosen "relativ" aussichtsreichen Titeln zu verzetteln. Im Zweifelsfall lieber einmal mehr als einmal weniger verkaufen.


    Fazit: Je mehr Werte, desto geringer das Risiko - je größer das Gesamtvolumen des Depots, desto mehr Werte aufnehmen. Wobei man für "normale" Vermögen bis 250.000 € auch nicht mehr als etwa 15 Werte aufnehmen sollte, da sonst der Überblick verloren geht.) Wichtig ist aber, dass man grundsätzlich nie sein ganzes Geld auf einmal anlegt, auch wenn man dies auf verschiedene Anlagemöglichkeiten aufteilt. Reserven sollten immer vorhanden sein.


    Die Wahl der Wertpapiere Wertpapiere werden in die Kategorien konservativ bis spekulativ unterteilt. An Hand der folgenden Definitionen soll ein Gesamtüberblick erstellt werden, welche Wertpapiere allgemein zu welcher Rubrik gehören. Standard Werte Zu konservativen Werten zählen jene Unternehmen, die im DAX oder MDAX geführt werden bzw. grundsätzlich alle Weltkonzerne. Aktien dieser Unternehmen gelten als sichere Anlage, ohne Gefahr eines Totalverlustes. Standard Werte werden auch Blue Chips genannt.


    Spekulative Werte Als spekulativ werden alle Werte bezeichnet die zu großen Kursschwankungen (zwischen 20 und 40 % innerhalb eines Jahres) neigen. In der Regel handelt es sich dabei um Werte des Neuen Markts bzw. um deutsche Nebenwerte. Zyklische Aktien werden den spekulativen Werten zugeordnet. Auf lange Sicht sind die Gewinnchancen dieser Werte vielversprechend. Sie sollten aber nie ganz aus dem Blickfeld geraten.


    Hochspekulative Werte Sollten allenfalls als Beimischung für Anfängerdepots dienen. Hochspekulative Werte unterliegen, wie der Name schon sagt, extremen Schwankungen. Investiert man in diese Form von Werten sollte man sie täglich beobachten. Kurssprünge von plus oder minus 20 % innerhalb eines Tages sind keine Seltenheit. Turnaround-Aktien und Neu-Emissionen zählen zu hochspekulativen Werten. Zu den noch spekulativeren Papieren zählen zum einen ausländische Nebenwerte oder aber potentielle Konkursunternehmen. Bei diesen Werten muss ein Totalverlust einkalkuliert werden.


    Sonderkategorie: außerbörsliche Werte Man unterscheidet zwischen im Telefonhandel gehandelten und nicht notierten Werten. Es gilt: Äußerst vorsichtig agieren. Die Risiken sind durch die sehr unsichere Bewertungshöhe schwer zu kalkulieren, außerdem sind meist kaum definitive Fakten zu bekommen, außer vom Unternehmen selbst. Deshalb nur sehr kleine Depotanteile in diese chancenreich-riskanten Werte stecken. Vor allem die schwere Veräußerbarkeit ist im Notfall ein großes Problem, da auch im Telefonhandel kaum Umsatz stattfindet, ohne Notiz müsste man selber einen Käufer suchen, was in beiden Fällen kaum einschätzbare Kurse bedeuten kann.


    So könnte Ihre Depotstruktur aussehen: Die folgende Auflistung soll lediglich als Beispiel dienen. Anleger, die ihr Anlageverhalten eher konservativ einschätzen, sollten zwischen 10 und 40 % in Aktienanteile und 60 bis 90 % in Rentenanteile investieren. Bei einem spekulativen Verhalten werden zwischen 40 und 70 % in Aktienanteile und 30 bis 60 % in Rentenanteile angelegt. Risikoorientierte Naturen hingegen investieren maximal 30 % in Rentenanteile. Bei der Zusammenstellung eines Depots sollte man Sorgfalt walten lassen.



    Geldprofis investieren niemals das gesamte Kapital in eine Aktie. "Die effiziente Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen ist die wichtigste Komponente einer Vermögensstrategie". Sie entscheidet zu 80 Prozent über den Anlageerfolg.


    Die Theorie klingt simpel. Doch in der Praxis hapert es bei vielen Anlegern häufig an der Umsetzung. Oftmals führen Ratlosigkeit oder Bequemlichkeit zu einer Hängepartie. "Nichts zu tun, ist keine Alternative, wenn es um die private Finanzstrategie geht".


    Anleger meistern daher das neue Jahr in drei Zügen:

    1 Langfriststrategie festlegen,

    2 Vermögen entsprechend auf die Asset-Klassen verteilen und

    3 Einzeltitelauswahl optimieren.


    Am Anfang steht der persönliche Kassensturz. Allein oder mit Hilfe eines Beraters stellen Anleger zunächst fest, was für ein Investmenttyp sie sind. Die Palette reicht von sicherheitsorientiert bis spekulativ. Charakter, persönliche Lebensumstände, Zukunftspläne und Anlagehorizont sind dabei ausschlaggebend. Denn mit der Renditeerwartung steigt auch das Risiko.


    Es folgt eine finanzielle Bilanz. Sie verschafft Überblick über Einnahmen, Ausgaben, die Verteilung des vorhandenen Vermögens und die steuerliche Situation.


    Ist die grundsätzliche Strategie geklärt, geht es an die Asset-Allocation - also den Mix der Investments. Weder Finanzexperten noch Privatanleger verfügen über die prophetische Eigenschaft, immer zur richtigen Zeit die beste Anlage zu wählen.


    Die Lösung ist ein Mix der verschiedenen Anlageklassen. Denn durch geschickte Mischung der Einzelkomponenten lässt sich nicht nur das Gesamtrisiko eines Depots senken, sondern auch die Rendite erhöhen. Entscheidend dabei ist die statistische Abhängigkeit der Investments voneinander - Korrelation genannt. Laufen Aktien gut, werfen Anleihen in der Regel weniger Profit ab und umgekehrt. Die unterschiedlichen Eigenschaften wirken wie ein Puffer gegen Verluste.

    Konservatives Depot

    Die Gewichtung einzelner Asset-Klassen ergibt sich aus Anlagetyp und Markterwartung. Eher konservative Investoren setzen wie im Musterdepot zu 55 Prozent auf Anleihen. Für ein kleines Renditeplus investieren sie 15 Prozent in Aktien . Beim offensiven Depot ist die Gewichtung mit 20 Prozent Renten und 50 Prozent Aktien nahezu umgekehrt.


    Eine breite Streuung auf möglichst viele Titel, Diversifikation genannt, ist innerhalb einer Wertpapiergattung ebenfalls unerlässlich.


    Auch alternative Anlagen wie Immobilienfonds, Private-Equity oder Hedge-Fonds eignen sich als Beimischung für das Portfolio. Sie zeichnen sich besonders durch eine geringe Abhängigkeit von den klassischen Investments aus.


    Die Liquidität dient Anlegern als Sicherheit. Zeigt die Börse beispielsweise eindeutige Signale einer dauerhaften Erholung, können weitere Aktien, Fonds oder Zertifikate zugekauft werden. Die Barmittel können aber auch für unvorhersehbare Ausgaben verwandt werden.


    Von der Grobstruktur geht es zum Feintuning. Durch den richtigen Mix verschiedener Anlageklassen, aber auch von Branchen und Regionen bis zu Einzeltiteln, verteilt sich das Gesamtrisiko im Wertpapierportfolio. Ziel ist es, die einzelnen Bestandteile in ein optimales Verhältnis zu setzen: So werden bei möglichst niedrigem Risiko die Renditechancen erhöht.




    Kaufen, wenn die Kanonen donnern


    Für die Mehrzahl der Anleger werden Aktien erst dann interessant, wenn die Kurse der Papiere bereits atemberaubende Höhen erreicht haben, aufgebauscht durch positive Medienberichte. Doch die Börsen bewegen sich ständig in Wellenlinien, und nach stark gestiegenen Kursen kommt unweigerlich die Korrektur oder Trendwende. Wirklich hohe Renditen lassen sich mit Aktien meist nur dann erreichen, wenn man sie kauft, wenn sie jeder verkauft. Das mag zwar seltsam und unlogisch klingen, doch die Börse ist ein Spielball der Psychologie. Dann nämlich, wenn Aktien verteufelt werden und der Börsenuntergang fast sicher erscheint, dann hat die psychologische Stimmung ihren Tiefpunkt erreicht und der nächste Aufschwung ist nur eine Frage der Zeit . Mit gut plazierten Limits kann man an diesen Paniktagen optimale Käufe in Blue Chips tätigen, und nur mehr auf den nächsten Aufschwung warten. Denn eines ist sicher: Je schlimmer die Baisse (Kursverfall), desto schöner die Hausse (Kursanstieg).




    Langfristig hohe Gewinne bei geringem Risiko


    Du möchtest regelmäßig und langfristig einen bestimmten Betrag veranlagen. Sehr gut, dafür eignen sich nämlich Fondssparpläne hervorragend. Du profitierst nämlich vom Cost-Average-Prinzip, das heißt gewinnen, wenn die Börse kracht! Angenommen Du investierst monatlich € 100,- in Fondsanteile. Bei fallenden Börsen erhältst Du um Deinen Betrag folgend mehr Fondsanteile, da diese ja billiger geworden sind. So gesehen sind Zwischendurch- Crashes immer willkommen, was sich allerdings nur über lange Zeiträume positiv auf den Ertrag auswirkt. Ein Anlagehorizont von mindestens 8 Jahren sollte bei einem Fondssparplan schon vorhanden sein.


    Die Rendite hängt auch von der Auswahl der Fonds ab. Der Cost- Averaging- Effekt kommt bei den schwankungsfreudigeren Aktien einfach besser zur Geltung. Und über einen langen Zeitraum gesehen, steigen Aktien immer. Schwierig ist jedoch hier die Auswahl der Anbieter. Sehr oft werden bei den Sparplänen sehr hohe Spesen verlangt. Je niedriger beispielsweise die Ausgabeaufschläge, desto deutlich höher auch die Rendite. Als Richtwert gelten 3 Prozent. Ein spesenfreies Depot erhält man meist bei der Fondsgesellschaft selbst. Die "Umbrella" Gebühren (Wechsel der Fonds- kategorieren) sollten 1% nicht überschreiten.


    Neu sind auch Ansparpläne mit Versicherungsschutz. Und aus den USA kommt der Trend des Entnahmeplanes. Wurde ein bestimmtes Vermögen im Ansparprogramm erreicht, ist es möglich, dieses in vereinbarten Raten auszahlen zu lassen (Rente). Dabei ist es möglich, die Auszahlungshöhe so zu wählen, dass das Vermögen weitgehend erhalten bleibt.


    Aktienarten
    Es gibt eine vielfältige Palette von Aktien. Die gängigsten sind:


    »Blue Chip«-Aktien sind Aktien, die von namhaften, alt eingesessenen Unternehmen herausgegeben werden. Hierzu zählen z. B.: Nokia, Deutsche Bank, Siemens, Daimler-Chrysler, IBM. Ihre Bonität ist erstklassig und ein Konkurs nahezu ausgeschlossen. Sie fragen sich, woher der Name »Blue Chip« kommt? Die Börsenprofis vergleichen die blaufarbenen und gleichzeitig wertvollsten Spielmarken beim amerikanischen Poker, die sogenannten »Blue Chips«, mit diesen substanz- und ertragsstärksten Aktien.


    Unter Value-Aktien versteht man Beteiligungen an Unternehmen, die einen wesentlich größeren Wert darstellen, als dies im Aktienpreis widergespiegelt wird. Diese Aktien gelten als unterbewertet. Ein banaler Grund hierfür kann sein: Das Unternehmen ist zur Zeit nicht in Mode, weist jedoch nach wie vor solide Gewinne auf.


    Unter Wachstums-Aktien versteht man Beteiligungen an Unternehmen, die zwar über ein solides Wachstumspotential verfügen, jedoch noch keine Vergangenheitszahlen bezüglich Unternehmensgewinnen aufweisen können. Das Unternehmen arbeitet in einem Wachstumsmarkt, wo Umsätze und Gewinne schneller wachsen als in anderen Branchen. Deshalb werden erwirtschaftete Gelder üblicherweise reinvestiert und wenig oder gar keine Dividenden ausschüttet.


    Beispiel




    Die 10 goldenen Regeln


    Die Lust am Börsengeschäft muss nicht zwangsläufig zur Last werden. So vermeiden Sie den privaten Börsen-Crash:


    1. Maßvoll investieren. Stecken Sie nur so viel Geld in Börsengeschäfte, dass Sie bei einem Verlust nicht finanziell ruiniert werden.

    2. Nicht auf Pump. Spekulieren Sie nie auf Kredit, sonst droht eine Schuldenspirale.

    3. Nicht spontan entscheiden. Kaufen Sie nur, was Sie nach gründlicher Information gut kennen, und entwickeln Sie vorher eine Anlagestrategie.

    4. Risiko streuen. Verteilen Sie Ihr Kapital auf mehrere Anlageformen.

    5. Stopp-Signal setzen. Halten Sie unbedingt die Stop-Loss-Kurse ein.

    6. Die Mischung macht´s. Nehmen Sie Standardwerte neben Aktien aus der zweiten Reihe in Ihr Depot.

    7. Geldgier vermeiden. Nehmen Sie Gewinne mit, bevor die Kurse in Verluste umkippen.

    8. Zu Fehlern stehen. Machen Sie nicht die Börse für Ihre Verluste verantwortlich.

    9. Depot checken. Anlage regelmäßig prüfen und nur die Papiere behalten, die Sie wieder oder nachkaufen würden.

    10. Geduld. Besonnen reagieren.




    Alle Angaben ohne Gewähr !




    Google