Aktien


So finden Sie Topaktien!

Die Topaktien fürs eigene Wertpapierdepot zu finden ist leichter, als viele glauben.
Sie finden hier einige Tips mit dem auch Börseneinsteiger langfristig zweistellige Renditen pro Jahr einfahren.

  1. Geduld haben
Die Aktie hat es schwer. Gängige Vorurteile besagen: Das Risiko sei zu hoch, Anleger müßten täglich umschichten und viel investieren. Mitnichten. Schon mit 30 000 Mark läßt sich ein Depot aufbauen, das zweistellige Renditen bringt - bei geringem Risiko. Wichtig für den langfristigen Erfolg ist nur eines: Geduld.
 
Das bestätigen Untersuchungen des Deutschen Aktieninstituts (DAI). "Mit der Buy-and-Hold-Strategie fahren Privatanleger am besten", sagt DAI-Chef Rüdiger von Rosen. Häufiges Umschichten bringt kaum mehr, kostet Gebühren und ist riskanter. Wer sich vor 20 Jahren zehn Werte des Deutschen Aktienindex (DAX) ins Depot legte und behielt, kassierte 11,5 Prozent Jahresrendite. Da kommen Festverzinsliche nicht mit. Je länger der Anlagezeitraum, desto größer der Vorsprung der Aktie.
 
Fazit: Ein Aktiendepot sollten Sie mindestens fünf Jahre halten. Dann schlägt es bei der Rendite ziemlich sicher alle festverzinslichen Rentenpapiere.

 
2. Aufträge limitieren

Fast jeder Börsenneuling macht die gleiche bittere Erfahrung: Er kauft eine Aktie just an dem Tag, an dem der Kurs den Höchststand erreicht. Dann sackt die Notierung ab, und der Anleger braucht viele Monate, bis er seinen Verlust wettgemacht hat - wenn überhaupt. Anfängerpech? Nein. Unvermögen.
 

Mit einem Limit wäre der Börsennovize nicht in die kritische Lage geraten. Limit bedeutet: Der Anleger gibt seiner Bank mit dem Auftrag, ein Wertpapier zu kaufen, gleichzeitig den Höchstkurs vor, zu dem er die Aktie noch nehmen würde. Übersteigt der Kurs dann dieses vorbestimmte Niveau, führt die Bank die Order nicht aus. Es gibt Limits, die nur für einen Börsentag gültig sind und solche, die bis Monatsende (Ultimo) dauern. Bei Ultimo-Limits versucht die Bank, die Aktien bis Ablauf des Monats zu bekommen. Besonders bei Wachstumsaktien wie Mobilcom oder Intershop sollten Anleger jeden Kaufauftrag limitieren. Sonst kann es bei den heftigen Kursausschlägen am Neuen Markt passieren, daß Sie zum denkbar ungünstigsten Moment einsteigen. Und wer seine Order nicht mehr über die Parkettmakler, sondern das elektronische Handelssystem Xetra abwickeln läßt, muß stets limitieren.
 
Fazit: Fünf bis zehn Mark Gebühr pro Limit sind sinnvoll investiert. Beim Discount Broker Direkt Anlage Bank sind Kauf- und Verkaufslimits für Aktien sogar kostenlos.
 
3. Stop-Loss setzen

Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen: Viele Aktionäre befolgen diesen geldwerten Rat nicht. Steigt der Kurs, halten sie sich prompt nicht mehr an die Buy-and-Hold-Regel und verkaufen ihre Aktien zu früh. Später sind sie dann frustriert, weil die Wertpapiere weiter klettern. Umgekehrt bleiben gerade Einsteiger zu lange auf Verlustbringern hocken. Sie wollen sich die Schmach nicht eingestehen und hoffen inständig auf bessere Tage.
 

Das zahlt sich selten aus: Fällt eine Aktie um 50 Prozent, muß sie anschließend um satte 100 Prozent steigen. Und dann hat der Anleger auch nur den Anfangsverlust wettgemacht. Abhilfe schafft der Stop-Loss. Sie behalten die Topaktien im Depot, die miesen Werte fliegen raus. Zumindest bei stark schwankenden Aktien wie denen des Neuen Marktes ist der Stop-Loss Pflicht.
 
Und so funktioniert er: Anleger bestimmen beim Kauf einen kritischen Kurs - den Stop-Loss. Durchbricht die Aktie diese Marke nach unten, verkauft die Bank das Papier auftragsgemäß. So hält sich der Verlust in Grenzen. Weil leichte Schwankungen zur Börse gehören, sollte der Stop-Loss zehn bis 15 Prozent unterhalb des Kaufkurses liegen. Legt die Aktie zu, passen Anleger den Stop-Loss eben nach oben an. So lassen sie Gewinne laufen. Bei starken Rückschlägen stoßen sie die Aktie automatisch ab, und machen doch Gewinn. Der Stop-Loss ist einen Monat gültig und kostet bis zu zehn Mark. Beim Discountbroker Direkt Anlage Bank gibt es diesen Service übrigens umsonst.
 
Fazit: Wenn Sie etwa wegen eines längeren Urlaubs keinen Zugriff auf Ihr Depot haben, sollten Sie stark schwankende Aktien vorab mit Stop-Loss absichern.
 
4. Anlagen streuen
 
Der Crash 1998 und das heftige Auf und Ab der Börsen Anfang dieses Jahres machte selbst Optimisten wieder klar, wie schnell Kurse fallen können. Deshalb sollten Anleger nicht alles in Aktien stecken, sondern für frostige Zeiten einen Teil in Anleihen und Bargeld halten. Die Faustregel für den maximalen Aktienanteil des Depots: 100 minus Lebensalter.
 
Fazit: Zehn Prozent Cash-Reserve sind Pflicht. Anleger brauchen sie für unvorhergesehene Ausgaben oder zum Nachkaufen von Aktien, wenn die Kurse purzeln.
 
5. Aktien gut mixen

Die Kunst der Geldanlage in Aktien besteht darin, eine maximale Rendite bei geringem Risiko zu erzielen. Diversifikation heißt das Zauberwort. Niemand darf nur auf eine Aktie setzen. Nach und nach sollte sich jeder ein Depot mit mindestens sechs, maximal zwölf Wertpapieren aufbauen. Sind es weniger, verhagelt eine Niete die Gesamtrendite. Bei mehr als zwölf Papieren verlieren Anleger dagegen den Überblick.
 

Ein gut strukturiertes Depot muß sich lesen wie das Who´s Who der Weltwirtschaft: inländische und ausländische Aktien, große und kleine Unternehmen, exportstarke Branchen wie Automobile, Chemie oder Maschinenbau gepaart mit inlandsorientierten Konsumartiklern, Substanzwerte wie die Energieversorger zusammen mit Internet- und Biotechschmieden. Eindeutiges Schwergewicht sollten aber in jedem Depot die Aktien namhafter Markenunternehmen sein - die Blue-Chips. Dazu zählen globale Giganten wie Coca-Cola, Gillette, Unilever oder Nestlé. Diese Werte zeigen sich in schweren Börsenzeiten erfahrungsgemäß sehr widerstandsfähig. "Blue-Chips sind für jeden Anleger Pflicht", sagt Christian Kolonko, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung TK.V.
 
Fazit: Im ausgewogenen Depot mit zwölf Aktien ist für drei bis vier Wachstumsaktien Platz. Auch spekulative Anleger sollten mehrheitlich Blue-Chips besitzen.
 
6. Auf Rendite achten

Als Mit-Eigentümer der Gesellschaft hat jeder Aktionär Anspruch auf die hohe Verzinsung seines Kapitals. Ob das Management bienenfleißig arbeitet, zeigt eine Kennzahl: die Eigenkapitalrendite (EKR). Sie gibt an, zu wieviel Prozent sich das investierte Geld verzinst. Zwar bekommen Anleger die Zinsen nicht bar ausgezahlt. Doch eine hohe EKR macht sich für die Aktionäre bezahlt, weil die Börse die gesunde Finanzlage mit steigenden Kursen belohnt. Zwölf bis 15 Prozent EKR sind langfristig ein Muß. Denn Aktionäre sollten fürs Investitionsrisiko mehr Rendite erhalten als bei sicheren festverzinslichen Papieren. Zur Berechnung der EKR sind der Jahresüberschuß und das Eigenkapital nötig: Jahresüberschuß geteilt durch Eigenkapital, multipliziert mit 100. Die nötigen Zahlen finden sich leicht im Geschäftsbericht.
 

Fazit: Geschäftsberichte gibt es kostenlos bei den Aktiengesellschaften. Kennzahlen von 600 Firmen auch im Web: www.boersenforum.de
 
7. Dividende fordern
 
Vier Prozent Zinsen. Da müssen Sparer bei Anleihen lange suchen, bis sie fündig werden. Beim Düsseldorfer Stahlriesen Thyssen bekommen sie die attraktiven Zinsen gratis. Als Extra zur Aktie in Form der Dividende. Das ist der jährliche Anteil je Aktie am ausgeschütteten Gewinn des Unternehmens - quasi das Sahnehäubchen auf die Kursgewinne. Wird die Dividende durch den aktuellen Börsenkurs geteilt, ergibt sich multipliziert mit 100 die Dividendenrendite (DVR) - sie ist die Meßlatte für den Vergleich von Aktien mit festverzinslichen Papieren. Wie hoch die letzte Dividende ausgefallen ist, steht im Börsenteil fast jeder Zeitung vor dem Aktienkurs. Die DVR erhöht sich für viele inländische Aktionäre oft sogar, weil Firmen ihnen bereits gezahlte Steuern für im Inland erwirtschaftete Gewinne gutschreiben. Und wer als Lediger weniger als 6100 Mark Zinseinnahmen im Jahr hat, kann nochmals bis zu 43 Prozent Körperschaftsteuergutschrift auf die Dividende kassieren. Bei diesen Topzinsen dürfen Aktien mit einer hohen Dividendenverzinsung in keinem Depot fehlen. Schließlich zeigen Unternehmen, die Jahr für Jahr ihre Aktionäre ordentlich am Gewinn beteiligen, dreierlei: Sie sind erstens gesund. Zweitens nehmen sie ihre Aktionäre ernst, praktizieren also echten Shareholder-Value. Und drittens ist eine hohe DVR Indiz dafür, daß die Aktie am Markt günstig bewertet ist und zulegen sollte - steht doch der aktuelle Kurs im Nenner der Formel. Keine Regel ohne Ausnahmen: Die Dividendenrendite eignet sich nur als Auswahlkriterium für alteingesessene Multis wie Chemiefirmen, Stahlerzeuger oder Energieversorger. Wachstumsfirmen wie SAP oder der Heidelberger Finanzdienstleister MLP zahlen kümmerliche Dividenden. Die aktuelle DVR beider Unternehmen dümpelt bei unter einem Prozent. Bei Wachstumsfirmen entscheidet das Gewinnwachstum (siehe Punkt 9) über die Güte der Aktie. Dagegen locken zweit- oder drittklassige Unternehmen - etwa aus der Bau- oder Maschinenbaubranche - Anleger zwar mit Dividendenrenditen von sieben oder acht Prozent. Doch die Verzinsung ist oft nur auf dem Papier so hoch, weil die Firma negative Schlagzeilen machte und der Kurs daraufhin einbrach. Manche finanzieren die Dividende sogar aus ihrer Substanz - und schaden damit auf lange Sicht nicht nur dem Unternehmen, sondern auch allen Aktionären. Professionelle und private Anleger in den USA setzen seit langem auf die Dividendenstrategie und schlagen damit den Marktindex. Sie picken etwa die fünf oder zehn Aktien mit der höchsten DVR heraus. Nach sechs oder zwölf Monaten überprüfen sie ihr Depot und schichten um, wenn andere Aktien einen höheren Wert aufweisen. Das Konzept kann jeder imitieren. Wermutstropfen: Die Gebühren für den häufigen Depotwechsel zehren an der Rendite. Billiger kommt da das 1996 erstmals aufgelegte Indexzertifikat German Top 12 aus dem Hause Merrill Lynch, Wertpapier-Kennummern (WKN) 134780 und 196120. Die jährliche Gebühr beträgt ein Prozent. Die US-Banker setzen auf die zwölf Titel im Deutschen Aktienindex mit der höchsten DVR. Mit Erfolg, wie ein historischer Vergleich belegt: Von 1988 bis Ende 1998 kletterte ihr Index rein rechnerisch um 18,34 Prozent pro Jahr. Der DAX brachte es nur auf 15,5 Prozent. Daneben bietet Merrill Lynch Zertifikate auf die 20 dividendenstärksten Aktien Europas (WKN 197780) und Amerikas an (WKN 231315).
 
Fazit: Wer keine Zinssteuer zahlen muß, profitiert dank der Körperschaftsteuergutschrift doppelt von Aktien mit einer hohen Dividendenrendite.
 
8. Günstig kaufen

Ein Unternehmen kann noch so rentabel wirtschaften und satte Dividenden ausschütten - wenn der Preis der Aktie nicht stimmt, sollten Anleger vorerst die Finger davon lassen. Dabei sagt der reine Kurs nichts aus. Ein Firmenanteil, der nur wenige Euro kostet, mag überteuert sein. Umgekehrt können sich vierstellige Notierungen als Schnäppchen erweisen. Entscheidend ist das Preis-Leistungs-Verhältnis zwischen Börsenkurs und Unternehmenswert.
 

Mit Hilfe des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) - der wichtigsten Kennzahl überhaupt bei der Aktienanalyse - sieht jeder sofort, ob ein Wertpapier fair bewertet, zu teuer oder zu billig ist. An der Höhe des KGV läßt sich demnach ablesen, ob der Aktienkurs in Zukunft eher stagniert, fällt oder steigt.
 
Die Berechnung des KGV ist einfach: Der aktuelle Börsenkurs wird durch den Gewinn je Aktie geteilt. Mit anderen Worten: Das KGV sagt aus, mit welchem Vielfachen ihres Gewinns eine Aktie gerade bewertet wird - wieviel Jahre es also dauert, bis die Anleger den Kaufpreis reingeholt haben. Wie hoch der Gewinn je Aktie im letzten Geschäftsjahr ausgefallen ist, steht im Jahresbericht jeder AG. Da an der Börse jedoch Erwartungen die Kurse nach oben oder unten treiben und die Wirklichkeit bereits in den Notierungen verarbeitet ist, interessiert sich die Finanzszene kaum für das KGV auf Basis der letztjährigen Gewinne.
 
Analysten orakeln, wie hoch der Gewinn je Aktie in den nächsten ein bis zwei Jahren ausfallen dürfte und berechnen schon heute das KGV für die Jahre 1999 und 2000. Im Internet (www.boersenforum.de) finden Anleger die Kurs-Gewinn-Verhältnisse auf Basis der für 1999 erwarteten Gewinne für alle 30 DAX-Aktien, die Highflyer des Neuen Marktes und für die Aktien im US-Index Dow Jones. Auch die Aktiengesellschaften selbst stecken sich in ihren Geschäftsberichten über Jahre im voraus Ziele für die Gewinnentwicklung je Aktie.
 
Fazit: Für zyklische Aktien sollten Sie nie mehr als ein KGV von 15 bis 20 bezahlen. Wachstumsaktien dürfen deutlich teurer sein, wenn die Gewinne stark ansteigen.
 
9. Auf Gewinner setzen

Wer seine Wertpapiere streng nach einem möglichst niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auswählt, macht alles richtig. Und doch nicht ganz: Wachstumsaktien rund um Internet und Multimedia oder aus der Biotech- und Pharmabranche hätten in einem solchen Depot keinen Platz. Der Grund: Diese Highflyer werden vom Markt mit viel höheren Kurs-Gewinn-Verhältnissen bewertet als der Durchschnitt. Das KGV ist deshalb so hoch, weil die zumeist jungen Firmen, wenn überhaupt, erst Mini-Gewinne schreiben. Die Kurse schießen dagegen schon heute in die Höhe, weil sich viele Aktionäre für die Firmen begeistern und langfristig auf explodierende Gewinne hoffen.
 

Da bleibt es allerdings nicht aus, daß sich die Erwartungen ins Unerfüllbare steigern. Brokat, Anbieter von Verschlüsselungssoftware für Finanzdienstleistungen via Internet, hat zum Beispiel ein 99er KGV von mehr als 900. Eine negative Meldung - und die Börse straft den einstigen Liebling ab. Beispiel SAP: Als der Walldorfer Softwaremulti bekanntgab, daß die Geschäfte besonders in Asien schleppend laufen und die Gewinnerwartungen je Aktie für 1998 und 1999 deutlich zurückschraubte, brach der Kurs um mehr als 15 Prozent ein.
 
Für Wachstumsaktien ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis aber nicht der ideale Maßstab. Professionelle Anleger und Fondsmanager verwenden eine neue Kennzahl, um das Preis-Leistungs-Verhältnis junger High-Tech-Titel bewerten zu können: die PEG-Ratio. Das Kürzel steht für Price-Earnings/Earnings-Growth-Ratio.
 
Entscheidend ist hier der Nenner: Wie stark legen die Gewinne je Aktie zu? Auch Börseneinsteiger können die PEG-Formel mühelos berechnen und finden alle notwendigen Daten im Geschäftsbericht der Gesellschaft: Sie teilen das KGV durch das Gewinnwachstum je Aktie. Zugrunde liegt die Gewinnerwartung für das nächste Geschäftsjahr. Ein Beispiel: Eine Aktie hat auf Basis der Zahlen für 1999 ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 50. Der 98er Gewinn lag bei einer Mark je Aktie, der 99er Gewinn bei zwei Mark. Innerhalb eines Jahres erhöht sich also der Gewinn pro Aktie um 100 Prozent. KGV von 50 geteilt durch das Gewinnwachstum von 100 ergibt eine PEG-Ratio von 0,5.
 
Fazit: Selbst eine PEG-Ratio unter 1,0 garantiert keine Kursrallye. Wachstumsaktien daher nur beimischen und jede Kauforder streng limitieren.



Warum Geld in Aktien anlegen?


Anlagemöglichkeiten

Sparstrumpf
Sparbuch
Festverzinsliche Wertpapiere/Schuldverschreibungen
Aktienfonds (konservativ bis spekulativ)
Aktien
Optionsscheine
Futures

Das Risiko steigt vom Sparstrumpf zum Future an. Umgekehrt werden die Ertragschancen von "Sparstrumpf" zum "Futures" höher.

Der Unterschied zwischen sicherer und spekulativer Anlage
Sie haben die Wahl: Entweder mit dem Sparbuch unterm Kopfkissen ruhig schlafen aber Wertsteigerungen verschlafen oder das Geld mit Risiko aber aktiv und strategisch richtig anlegen und mit diesen Gewinnen Wünsche erfüllen um im Alter die ruhige Kugel zu schieben.

Für diese Entscheidung ist es hilfreich die Unterschiede zwischen spekulativen Geldanlagen Variante I (Aktien, Optionsscheine) und sicheren Geldanlagen Variante II (in Sparbuch, Bundesschatzbrief oder Anleihe.....) zu kennen. Die Werte von Variante I können schnell steigen, aber auch genau so schnell im Keller sein; im schlimmsten Fall sogar, wenn die Firma Konkurs anmeldet zum Totalverlust führen. Man kann nie vorhersagen, wieviel Geld man am Ende hat, das heißt wie hoch Gewinn oder Verlust sind. Anders als bei Variante II, wo die Renditen oft nur niedrig sind, manchmal noch nicht einmal die Inflationsrate erreichen.

Und ein weiteres Argument, Aktien zu kaufen ist, daß man mit seiner Geldanlage Firmen unterstützt. Und um so mehr Geld in Aktien fließt, desto höher steigen die Kurse für Firma und Aktionär.

 

Risiko birgt Chancen
Der DAX hatte in der Vergangenheit eine jährliche Rendite von 12 Prozent. Einzelne Aktien dagegen reagieren unterschiedlich. Legte Siemens in den letzten 12 Jahren "gerade mal" um 50 Prozent zu und erbrachte damit eine kaum höhere Rendite als ein Sparbuch, so vermehrte sich der Wert der SAP-Aktie in dieser Zeit um mehrere 1000 Prozent!

Diese Gewinnchancen machen den großen Reiz der Aktienanlage aus. Die Geschichten von Gewinnen mit 100, 200, 500 oder gar mehreren 1000 Prozent wie bei SAP sind selten. Und so hofft jeder Aktionär selbst einmal eine dieser Kursraketen in Händen zu halten.

Aber auch wer nicht auf solch einen kurzfristigen Aktienboom setzten will, kann sich mit einer Langfristanlage von Aktien mit hoher Wahrscheinlichkeit einen gesicherten Lebensabend verschaffen.

Wem Aktienanlage allerdings zu spekulativ ist, kann auch in Aktienfonds investieren. Mit Durchschnittsrenditen von jährlich 8-10 Prozent liegt man deutlich vor Sparbuch und Co. Aber auch hier führt die beste Auswahl zum Gewinn.

Fonds-Fazit: Wenn der Aktienmarkt insgesamt zulegt, kann selbst ein schlechter Fondsmanager eine gute Rendite kaum verhindern.

Anlage-Fazit
1. In langfristig aussichtsreiche Unternehmen investieren. Ein Investment in der Bauindustrie ist, zur Zeit, aufgrund schlechter Konjunktur weniger zukunftsträchtig als eine Anlage in einem Telekommunikationsunternehmen oder einer High-Tech-Firma. Solange sich das Unternehmen erfolgreich entwickelt, tut es auch die Aktie. Eine Ausnahme, auf die im Börsenkurs – später eingegangen wird ist, daß der Aktienkurs diese positive Entwicklung sehr früh vorweggenommen hat und deshalb wider Erwarten nicht steigt.

2. Wer Aktien kauft, sollte sich regelmässig über aktuelle Entwicklungen "seines" Unternehmens Informieren.


Warum sollten Sie einen Teil Ihrer Aktien spekulativ anlegen

Warum sollte jemand freiwillig sein Geld in risikoreiche Anlageformen stecken? Wo liegt der Sinn, wenn ich doch genauso gut einen Sparbrief kaufen kann und dabei genau weiß wie viel Geld ich inklusive Zinsen am Ende wiederbekomme? Warum soll ich denn dann überhaupt Aktien kaufen, die doch ewig nur schwanken und wo ich niemals so richtig weiß ob ich nun reich oder arm werde? Haben Sie sich auch schon mal diese Frage gestellt?

Okay, Sie haben natürlich immer die Wahl: Natürlich können Sie Ihr Geld auch auf dem Sparbuch anlegen um weiter ruhig zu schlafen. Und für manche ist das auch sicher die beste Anlage, keine Frage. Aber dann verschlafen Sie womöglich Wertsteigerungen von denen Sparbuch-Sparer nur träumen. Und genau hier liegt der Reiz sein Geld etwas risikoreicher anzulegen. Denn wer sein Geld zwar mit Risiko aber dafür aktiv und strategisch richtig anlegt, der kann dafür vielleicht im Alter etwas besser schlafen weil er bis dahin seine Rente (oder auch mehr als das) selbst verdient hat.

Doch welche Möglichkeit ist nun für einen selbst die richtige? Um das beurteilen zu können ist es nötig, die Unterschiede zwischen spekulativen und sicheren Geldanlagen überhaupt erst einmal zu kennen.

Ganz klar, spekulative Werte wie Aktien können schnell, manchmal sogar sehr schnell steigen. Aber, genau so schnell oder manchmal auch noch schneller können diese Werte auch wieder fallen. Und wenn diese Werte fallen, dann können sie auch mal etwas weiter fallen als sie vorher gestiegen sind. Im schlimmsten Fall sogar, und jetzt möchte ich bewusst nicht schwarz malen, sondern nur darauf hinweisen, können diese Werte auch schon mal zum Totalverlust führen, dann nämlich, wenn die Firma Konkurs anmeldet. Man kann eben niemals genau vorhersagen, wie viel Geld man am Ende rausbekommen wird. Anders als bei sicheren Anlagen, wo die Renditen zwar oft nur niedrig sind, manchmal noch nicht einmal die Inflationsrate erreichen, dafür aber eben sicher sind,  weiß man bei Aktien niemals wie hoch Gewinn oder Verlust am Ende sein werden.

Doch warum nun sollte man bei solchen Risiken trotzdem Aktien kaufen? Schließlich geht es ja um das eigene, meist sauer verdiente Geld.

Die Antwort ist oben schon mal genannt und eigentlich ganz einfach: wo Risiko ist, da sind auch Chancen. Und je größer das Risiko desto größer sind meist auch die Chancen. Das lässt sich an einem einfachen Beispiel verdeutlichen. Angenommen, sie hatten als Aktionär in eines der größten deutschen Unternehmen, die Siemens AG investiert. Dann hätten sie in den Jahren von 1986 bis 1998 nicht mehr als insgesamt etwa 50% Rendite erwirtschaftet. Da brachte so mancher Sparvertrag mehr Ertrag. Immerhin hat man mit dieser Aktie keinen Verlust gemacht. Aber schaut man sich während des gleichen Zeitraums die SAP-Aktie an, die in dieser Zeit um mehr als 1000 Prozent zulegte, dann versteht wohl jeder was mit dem obigen Satz gemeint ist.

Genau diese Gewinnchancen machen den großen Reiz der Aktienanlage aus. Sicher, die Stories von 100, 200, oder sogar 500 Prozent Gewinn sind selten. Doch die richtige Auswahl der Aktien macht den Erfolg aus. Auch die Tatsache, dass der DAX in dieser Zeit eine jährliche Rendite von mehr als 10% aufzuweisen hatte beweist, dass eine clevere und systematische Auswahl der Anlage den Erfolg ausmacht.

Wenn man also bereit ist, mit dem Risiko an den Aktienmärkten zu leben, sich dieser Risiken ständig bewusst ist, dann steht der erfolgreichen Suche nach aussichtsreichen Aktien nichts mehr im Wege. Und wenn die ersten Erfolge erzielt sind, dann verkraftet man auch die Misserfolge, die zwangsläufig einmal eintreten.

Wem diese Suche nach den richtigen Aktien aber zu stressig ist, der muss trotzdem nicht auf die Chancen am Aktienmarkt verzichten. Denn wenn selbst der DAX als eine Art Durchschnitt des Aktienmarktes mühelos jeden Sparbrief und erst recht jedes Sparbuch in der Performance überflügelte, warum dann nicht eine Fond kaufen, der diese oder ähnliche Werte kauft. Denn die Fonds machen je nach Typ nichts anderes als einen gewissen Querschnitt durch Branchen, Länder o.ä. zu kaufen und partizipieren deshalb an allgemeinen Kurssteigerungen. Mit Durchschnittsrenditen von jährlich 8-10 Prozent liegt man auch hier deutlich vor Sparbuch und Co. Und eine kleine nicht ganz ernst gemeinte Börsenweisheit besagt zu recht: Wenn der Aktienmarkt insgesamt zulegt, kann selbst ein schlechter Fondsmanager eine gute Rendite kaum verhindern.

Eines sollten Sie unbedingt noch beachten. Da es an der Börse natürlich nicht immer nur nach oben geht, ist es ganz besonders wichtig, dass Sie möglichst langfristig investieren. Denn so können Sie kurzfristige Schwankungen ausgleichen und langfristig auf eine stolze Rendite zurückblicken, bei der der eine oder andere zwischenzeitliche Kursrückgang kaum noch auffällt.


Neuemissionen

Neuemissionen - gewinnversprechende Aktien?
Aktien von Unternehmen, die erstmals in den Börsenhandel eingeführt werden, bezeichnet man als Neuemissionen. Sie haben die Aufgabe das Eigenkapital eines Unternehmens zu vergrößern, damit dieses Investitionen in neue Projekte vornehmen kann.
Mit Hilfe eines Emissionskonsortiums, einer Gruppe verschiedener Banken, werden Käufer für neue Aktien gesucht. Potentielle Interessenten können dann innerhalb der Zeichnungsfrist die ausgeschriebenen Aktien zum Festpreis bestellen (zeichnen).

Das Bookbuildingverfahren:
Üblich ist heute allerdings das sogenannte Bookbuildingverfahren aus den USA. Anstelle eines festgesetzten Preises wird eine Preisspanne angegeben, so dass die Anleger zunächst ihre Gebote mit Mengenangaben einreichen. An Hand der Gebote wird berechnet welche Größenordnungen zu welchem Preis ausgegeben werden können. Dieses Verfahren dient dazu einen marktorientierten Ausgabepreis zu erzielen und einen Interessensausgleich zwischen Emittent und Investor zu gewährleisten. Um möglichst viele Interessenten zu finden ist allen beteiligten Parteien daran gelegen einen attraktiven Emissionspreis zu erzielen.

Gefahr der Überzeichnung:
Neuemissionen ist die Nachfrage sehr groß, so dass es häufig zu einer Überzeichnung der Aktien kommt. Um dennoch den Großteil der Interessierten zufrieden zu stellen, wird repartiert. So werden einfach geringere Stückzahlen herausgegeben. Bei einer Bestellung von 100 Aktien kann dies bedeuten, dass pro Zeichner lediglich 40 Aktien ausgegeben werden. Ist die Nachfrage auch dann nicht befriedigt, werden die Aktien über das Losverfahren verteilt. Bei dieser Form der Aktienvergabe sind Kleinanleger oftmals benachteiligt, da Emissionsbanken dazu neigen Anleger zu bevorzugen, die höhere Stückzahlen gezeichnet haben. Wer jetzt auf die Idee kommt, einfach größere Stückzahlen zu zeichnen, um auf jeden Fall Aktien zu erhalten, der sollte vorsichtig sein, denn nicht alle Neuemissionen werden überzeichnet.

Wann lohnt sich das Zeichnen?

Zunächst stellt sich die Frage nach dem Bekanntheitsgrad des Unternehmens und der Branchenzugehörigkeit - wie sieht das Wachstum innerhalb dieser Branche grundsätzlich aus? Des weiteren sollte in Erfahrung gebracht werden, aus welchen Gründen die Gesellschaft an die Börse geht und welche Pläne sie mit der Kapitalerhöhung verfolgt. Sollen Schulden beglichen werden, vergrößert sich der Konzern und stehen Investitionen an? Interessant ist auch die Frage, ob das Unternehmen in seiner Branche eine Führungsposition besitzt und mit welchen Unternehmen eventuell Kooperationen bestehen. Ein Großteil der Unternehmen, die neue Aktien auf den Markt bringen, bieten potentiellen Aktionären neben telefonischen Auskünften (Hotline) und Broschüren auch Informationsveranstaltungen bezüglich ihres Börsengangs an. Auch ein Gespräch mit einem Bankberater kann bei der Entscheidung weiterhelfen.

Wie verbessert man seine Chance, Neuemissionen zu erhalten?

Hier gibt es unterschiedliche Strategien:
Man besitzt ein Depot einer dem Konsortium angehörenden Bank.
Werden Aktien über das Losverfahren vergeben, so kann man seine persönliche Chance erhöhen, indem man auf die Namen seiner Familienmitglieder ebenfalls Depots eröffnet.
Durch den Kauf von Aktien einer der Konsortialführer kann sich die Chance für den Erwerb der Aktien ebenfalls erhöhen. Einige Banken bevorzugen ihre eigenen Aktionäre bei von ihnen begleiteten Börsengängen anderer Unternehmen.

Aktienkauf, Wo und Wie ?

Wieviel Beratung braucht der Anleger?
Das ist abhängig vom Wissen des Anlegers und vom Ziel der Aktienanlage. Ein unerfahrener Neueinsteiger wird seinem Bankberater über ein klärendes Auge-in-Auge-Gespräch dankbar sein. Für den Daytrader hingegen wäre das lästige Zeitverschwendung. Er informiert sich lieber selbst und nimmt seine Geldgeschäfte per Mausklick in die eigene Hand, denn es gibt eine Reihe von Bankern, die erfahrenen Daytradern nicht mehr "das Wasser reichen" können.

Die richtige Bank
Nachdem man sich zuvor ausgiebig informiert und sorgfältig ausgesucht hat, in welches Unternehmen man investieren möchte, schreitet man zur Tat und eröffnet ein Wertpapierdepot. Während der langfristige Anleger sein neues Aktiendepot bei seiner Haus- Groß- oder Direktbank eröffnen kann, ordert der Daytrader ausschließlich über eine Direktbank.

Die Hausbank:

Hausbank-Vorteile
Ein großer Vorteil der Hausbank ist, daß man den Bankberater kennt. Man kann sich - gerade als Anfänger - in einfachen Fragen persönlichen Rat holen, beispielsweise für das Lesen des Kursteils der Zeitung oder die Interpretation des Depotauszuges.

Hausbank-Nachteile
Allerdings sollte man bei der "Sparkasse im Dorf" keine umfassende und spezielle Aktien-Beratung erwarten. Meistens befassen sich die Bankberater in kleineren Filialen mit Aktien nur als einer von vielen Anlageformen und haben deshalb nicht unbedingt die brandheißen Tips auf Lager. Ein weiterer Nachteil ist, daß viele kleinere Filialen über Mittag geschlossen haben und auch am Mittwoch nachmittag oder spätestens ab 16 Uhr oftmals niemand zu erreichen ist - gerade zu den Zeiten also, wo die Börse durch die Parkettbörse bzw. die Eröffnung der Wallstreet besonders interessant ist.

Die Großbank

Großbank-Vorteile
Wer etwas fundiertere Beratung sucht, der wendet sich besser an die Berater einer größeren Zweigstelle. Dort sitzt eher ein auch auf Aktien spezialisierter Anlageberater. Größere Zweigstellen haben durchgehend geöffnet und die Chance, seinen Berater zu den Börsenzeiten anzutreffen ist besser, aber es kann passieren, daß der Berater in Notfällen nicht erreichbar ist.

Großbank-Nachteile
Auf die Beratung einer Großbank sollte man sich auch nie 100prozentig verlassen. Wie Tests von Finanzzeitschriften oder der "Stiftung Warentest" gezeigt haben, muß die Beratung längst nicht immer so erfolgreich sein, wie es die Werbung verspricht, vor allem bei den "Kleinanlegern", bei denen die Bank im Verhältnis nicht so viel verdient, daß sie eine umfangreiche Betreuung übernehmen könnte.

Das Mitdenken bei der Aktienanlage ist daher unumgänglich. Die Prüfung gewisser Grundkenntnisse ist mittlerweile auch gesetzlich für die Banken vorgeschrieben, so daß sich jeder ohnehin ein wenig in die Materie vertiefen muß (womit Sie mit der Lektüre dieses "Fit für die Börse- Kurses" bereits begonnen haben). Wenn man die genannten Regeln beachtet, um nicht allzu viel und oft Lehrgeld bezahlen zu müssen, desto erfolgreicher kann man an der Börse agieren.

Die Direktbank

Direktbank-Vorteile
Wer sich entschließt, nach einigen "Feldversuchen" - sei es durch Spekulation auf dem Papier wie beispielsweise Börsenspiele oder auch bereits erfolgreich absolvierte erste Schritte auf dem Börsenparkett mit einem Depot bei der Hausbank - ganz auf die Bankberatung zu verzichten, kann sein Depot auch bei einer Direktbank einrichten.
Direktbanken haben zwei große Vorteile gegenüber "herkömmlichen Banken": zum einen sind sie über Telefon, Fax oder Internet den ganzen Tag durchgängig erreichbar, oft sogar 24 Stunden, zum anderen sind sie erheblich günstiger (je nach Bank und Depotgröße zwischen etwa 30 und bis zu 90 Prozent weniger Gebühren), wenn es um die Gebühren beim An- und Verkauf von Wertpapieren oder der Depotführung geht. Kein Wunder, denn sie sparen sich das teure Filialnetz und - das ist zugleich einer der

Direktbank-Nachteile
Direktbanken beraten nicht. Die Direktbank nimmt den Auftrag ohne jeden Kommentar entgegen und führt ihn aus, egal wie es um das Unternehmen steht. Wer unsicher bei seinen Entscheidungen ist und gerne eine Bestätigung für seine Entscheidung möchte, der ist bei einer Filialbank besser aufgehoben.
Ein weiteres, glücklicherweise eher seltenes Problem der Direktbanken ist, daß man abhängig von der Funktion der Leitungen und vor allem den Kapazitäten ist. Besonders an "heißen" Tagen, wenn schnelles Handeln wichtig sein kann, können die Systeme der Direktbanken durch Überlastung zusammenbrechen. Die meisten Direktbanken sind für solche Fälle gut gerüstet und bieten meistens alle genannten Kommunikationswege (Telefon, Fax, Internet) zugleich an. Sollte das auch nicht funktionieren - Geduld und später versuchen.


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